Panzerwaschanlage

Wie unromantisch! Gestern schrieb ich ja schon, dass ich da länger kleben geblieben bin.

Also: Die Panzerwaschanlage gehörte zum Camp Altenrath. Unter den Links sieht man, wie es dort mal aussah. In der Panzerwaschanlage, wurden Panzer grob gereinigt, bevor sie in das Camp einfahren durften. Das Rüttelrost ist noch zu sehen und daneben das Wasserbecken.
Und in dem Becken tobt das Leben:

Also zunächst mal fällt der Blick auf Wasserfrösche. Viel mehr Wasserfrösche, als ich hier fotografiert habe.
Und dann:
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Ja, eine Ringelnatter!

Eine sehr fotogene Ringelnatter!
P1000487Und die kleinen! Die große Mosaikjungfer ist mir entwischt. zu schnell für mich, da muss ich noch üben.

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Posthornschnecke

Ein Gelbrandkäfer ist mir auch entwischt.

Und noch eine kleine Ringelnatter

Und ein Goldfisch.
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Leider! Also nee, der gehört hier nicht hin, den hat jemand entsorgt.

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Mal wieder Rad gefahren

Ich hatte noch einen Themenrelease zu erledigen. Ein Buch bei einer Marone = Esskastanie freilassen, für die Waldchallenge.
Nun steht die einzige mir bekannte Marone ausgerechnet in Lohmar. Rosskastanien gibt es hier mehr. (Hätte ich ne Minute überlegt, wäre ich vielleicht auf die Idee gekommen, im botanischen Garten nachzusehen oder im Forstbotanischen Garten.)
Aber nee, mein Rad brauchte Bewegung, ich auch und die neue Knipse hat die Heide noch nicht gesehen. Also los.
Zunächst zum Königsforst und von der Pferdekoppel auf den Waldlehrpfad hier ist eine schöne Naturwaldzelle mit viel Totholz. Und so begrüßt mich auch sogleich ein Schöner Mistkäfer.
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Weiter geht es durch den Giesbach, normalerweise eine spritzige Angelegenheit, aber er ist nach der Dürre ausgetrocknet und das Bisschen Regen hat daran auch noch nichts geändert.

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Giesbach, ausgetrocknet

Wie immer ein Blick ins Pionierbecken. Die Heide dort ist noch eher braun als rot.

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Pionierbecken2

An den Rändern wurde irgend etwas gemäht, vielleicht als Brandschutz. Aber die jungen Birken sind erstaunlich grün.

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Schnell ist der Geisterbusch erreicht, wo Kühe und Ziegen Siesta halten.

Na das ist doch mal ein hübsches Modell:

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Erdkröte

Außerhalb der Paarungszeit, brauchen Erdkröten nicht unbedingt Wasser.

Das ist der Grund, warum es hier in letzter Zeit so schön ruhig ist:

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Sanierung der Landebahn.

Ich bin dann mal ein Bisschen anders gefahren als sonst, durch’s Moor Richtung Camp Altenrath. Das wurde mittlerweile geschleift, und alle warten gespannt, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert.
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Gleich gegenüber steht noch der Rest der Panzerwaschanlage und dort habe ich mich tatsächlich sehr lange aufgehalten. Denn daneben ist ein Graben und der hat es in sich! Mehr dazu morgen, erstmal nur so viel:

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Ringelnatter

Ein blick Richtung Lehmkuhle

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Hühnerbruch, Lehmkuhle

Und hier fängt die Heide doch schon an, zu blühen.

Altenrath lasse ich heute links liegen, nach Lohmar geht es bergab, über eine blöde Brücke und dort an der alten Fähre werde ich auch mein Buch los und bekomme eine Stärkung. P1000501

Zurück, wieder über die doofe Brücke, dachte ich mir, ich fahre an der Agger und der Sülz entlang nach Rösrath.

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die Sülz

 

Erstmal war da auch ein feiner Waldweg, der aber leider an einer Brücke über die Autobahn endete und danach ging es bis Rösrath weiter an der stark befahrenen Sülztalstraße entlang. Im Gasthof Margaretenhöh habe ich noch ein Päuschen eingelegt, denn dort hin sind seit kurzem zwei Wirte aus Rath abgewandert.

Auf dem Rückweg ging es dann zunächst über den Bahndamm und dann sehr flott immer bergab durch den Königsforst.

Bildschirmfoto 2018-08-15 um 21.14.13

 

Abkühlung

Im Paket von Kaufnekuh sind jedes Mal zwei Kühlakkus.
So ab und zu brauche ich ja mal einen Kühlakku für’s Knie und die teuren aus der Apotheke halten auch nicht ewig. Trotzdem dachte ich, wenn da jedes Mal zwei Akkus mitkommen, muss ich die irgendwann entsorgen.
Aber dann wurde es ja so warm.

So warm, dass mein Klappmäc anfing zu stottern und mir beinahe den Schreibtisch in Brand gesetzt hätte. Die Lösung fand sich im Eisfach.

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Akku-Cooler

Und dann wollte ich eigentlich nur was einkaufen, was kühl bleiben sollte und packte einen Eispack in den Rucksack.

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tragbare Klimaanlage

Und stellte fest, dass ich selbst auch in der völlig überhitzten Linie 9 schön frisch gehalten wurde. Nicht tiefgekühlt, aber angenehm und so begleitete mich auch immer ein Kühlpack nach Köln und zurück.

Achja, und wenn es dann doch zu viele werden, kann ich sie auch gegen Portoerstattung zurück schicken.

Das Ende naht!

20,01€ – 13,39€ = ?

Öööhmm…

äääähhh…

6,60€ oder doch nicht?

Gestern auf dem Markt waren tatsächlich die Kartoffeln ausverkauft. Schuld daran ist der Klimawandel. Anscheinend hat die Ankündigung einer schlechten Kartoffelernte zu Panikkäufen auf dem Markt geführt.

Also bin ich abends nach dem Aikido noch kurz zu REWE gegangen, weil der am Hohenstaufenring und somit am Weg liegt.
Kartoffeln, die in ihren Plastikhüllen vor sich hin schwitzten, habe ich dann doch nicht gekauft, aber Joghurt, Käse, Aufstrich.

Jedenfalls betrug die Rechnung 13,39€ und ich reichte einen 20-€-Schein zur Kasse.
„Haben Sie vielleicht einen Cent?“ fragte das Kassenmädel. Ich reichte noch einen Cent nach und wunderte mich schon.

“ Dann bekommen Sie …Öööhmm…6,60€ zurück!“
Ich: „Nee, kann nicht stimmen“
Sie: „Doch, sie haben mir ja einen Cent gegeben, dann bekommen Sie 6,60“
Ich „Nein, rechnen Sie noch mal nach!“
Sie ruft eine Ältere Kollegin um Hilfe.
Die Kollegin wirft einen Blick auf die Abrechnung und behauptet dann: „Sie machen einen Denkfehler! Rechnen Sie noch mal nach! Sie haben zu den 13,39 einen Cent gegeben das sind dann 13,40. Das nennt man aufrunden! Und deshalb bekommen Sie jetzt 6,60 zurück!“

Der herbeigerufene Marktleiter bestätigt diese Ansicht.

„Ich habe ihnen 20,01 gegeben…“ Das stimmt nicht, Sie haben mir den Cent ja erst gegeben, nachdem ich das abgerechnet habe!“

Mittlerweile macht sich Unmut in der sich stauenden Schlange breit. Nicht etwa dem dreisten Personal, sondern mir gegenüber, die sich wegen eines Denkfehlers einen Kassenschlangenstau verursacht.

Ich raffe also meinen Kram zusammen, tippe nach dem Einpacken 20,01 – 13,39 in den Handy-Rechner und halte der Kassentrulla das Ergebnis vor die Nase:

20,01 – 13,39= 6,62

Die guckt sich das an und sagt: „Das ist falsch gerechnet!“
Der Marktleiter stürzt herbei und ich halte ihm ebenfalls den Taschenrechner vor die Nase.
„Um was geht es? Um EINEN Cent? Hier! Ich SCHENKE Ihnen 10 Cent und jetzt gehen Sie endlich.“

Nein, es ging nicht um die ZWEI Cent. Es ging darum, dass DREI Leute nicht in der Lage waren eine einfache Grundschul-Rechenaufgabe zu lösen und alle behaupteten ich hätte falsch gerechnet, einen Denkfehler gemacht.

Wie kann es sein, dass innerhalb weniger Generationen so simple Fähigkeiten wie Kopfrechnen einfach so verloren gegangen sind. Von Höflichkeit, einer  Entschuldigung, einen Fehler zugeben, will ich gar nicht erst anfangen. Wahrscheinlich ist an der zunehmenden Verblödung auch der Klimawandel schuld. Oder wenigstens dass „wir alle“ zu viel Fleisch essen.

Kartoffeln, Obst und Gemüse habe ich heute früh am Marktstand in der Lützerather Straße in Rath gekauft. Die Händlerin hat alles im Kopf ausgerechnet und passend zurückgegeben. Die Menschheit ist noch nicht verloren.

Regen

Heute früh weckte mich ein Geräusch: Regen! Nicht das angedrohte schwere Gewitter mit Starkregen, der das siel verstopft,  sondern einfach Regen, der auch noch so gerade herunter fiel, dass ich nicht mal die Fenster schließen musste.

War mal nötig, jetzt ist es schon wieder vorbei.

Der Flehbach ist schon lange ausgetrocknet und der Rhein hat niedrigwasser bei 27 Grad.

Was da sprudelt, liegt normalerweise tief unter der Wasseroberfläche. Einer der Bachläufe, der den Rhein nur noch durch den Kanal erreicht.

Nur die Harten kommen in den Garten.

Es gibt tatsächlich Pflanzen, denen die Dürre nichts ausmacht.

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Kugeldistel

Die Kugeldisteln blühen völlig unbeeindruckt.

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Kugeldistel

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Kletterrose

Ebenso wie die alte Kletterrose, die seit etlichen Jahren von Forsythien und Brombeeren überwuchert wurde. Ich versuche immer, sie etwas freizusschneiden, mit zweifelhaftem Erfolg. Normalerweise schiebt sie nur eine oder zwei Blüten nach oben, aber dieses Jahr blüht sie ganz anständig und völlig unbeeindruckt.

Verlierer gibt es auch.P1000438

Unter meiner Vogeltränke saß eine kleine Kröte, die den letzten feuchten Fleck gefunden hatte. Noch vor wenigen Wochen, nach dem heftigen Gewitter gab es hier hunderte von Mini-Fröschen und -Kröten. Wo die sich wohl alle verkrochen haben?