Finden Sie Minden?

Das ist der Name eines Brettspiels, das ich immer schon mal ausprobieren wollte. Immerhin weiß ich, wo Minden liegt.

Am Ostermontag war ein Bookcrossing Treffen auf der Aqua Magica in Löhne angesetzt. Ich bin aber schon Samstag hingefahren und habe mich in Bad Oeynhausen einquartiert.
Vorher spontan neue Schuhe gekauft. Fataler Fehler!
Denn mit diesen neuen Schuhen bin ich nur ein winzig kleines Stückchen gelaufen.

Zunächst mal eine Nase voll gesunder Salzluft am Gradierwerk schnuppern,

dann an die Werre, wo der Frühling eingesetzt hat,

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Schließlich zum Werre-Weser-Kuss. Dort saß ich in der Sonne, lüftete meine Füße und mir fiel ein, dass ich ja auch wieder zurück muss.
Nach einer leckeren Schorle suchte ich nach einer Abkürzung, und die war dann etwas öde.
Stephen King
als Stephen King Fan musste ich ja über den Laden grinsen.
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Einen Lost Place gab es auch noch.
Kurz vorm Ziel  hatte ich dann doch eine Blase unterm Fuß.

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Tag 1

Am nächsten Tag habe ich dann tatsächlich Minden gefunden und erkundet.
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Faszinierend fand ich den Weserspucker, der alle paar Sekunden spuckt. Außerdem gab er ein gutes Testmotiv für verschiedene Kameraeinstellungen ab.
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Nachdem ich die verschiedenen Hochwasserstände verglichen hatte, ging es in die Fischerstadt

Hier gab es feines Fachwerk.
Ich wollte nun noch einmal rum laufen, aber mich packte der kleine Hunger und die Blase am Fuß wurde auch nicht besser.
Nachdem ich eine Weile unschlüssig auf dem Markt herumgestanden hatte, ignorierte ich die Stühle in der Prallen Sonne und gelangte in diesen schattigen Hinterhof.P1020606
Nach einer kleinen Stärkung ging es zurück zum Bahnhof, wo der Zug nach Bad Oeynhausen schon wartete.
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Nach einer Pause schleppte ich mich noch wunden Fußes zur Aqua Magica um bei den Vorbereitungen für das Treffen am nächsten Tag zu helfen.
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Meine wunderbaren Bookcrosser versorgten mich mit Blasenpflaster und zwei dicken Stephen King Büchern, die ich noch nicht kannte. Irgendwie stand dieses Wochenende im Zeichen von Stephen King.
kurpark
Und am nächsten Tag gleich nochmal auf der schöneren Strecke durch den Kurpark.
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Zum eigentlichen Ziel des Wochenendes.
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Dem  Bookcrosser-Treffen zum Weltbuchtag 2019

Im Park flatterten eingepackte Bücher zur „Blindverkostung“ an Wäscheleinen , überall lagen Bücher zum mitnehmen und im Glashaus fanden Lesungen statt. Und es gab noch Wunschbücher für mich.

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Die Rabenbruch-Tour

Schande über mich. Ich habe vergessen das Fahrrad aus der Werkstatt zu holen. Und pünktlich wurde es sonnig.
Nach grippe, Busreise, Handkaputt macht sich bei mir der bewegungsmangel bemerkbar. Also war ich wandern.
Ich folgte der ersten Tourenbeschreibung aus dem Natur und Kulturführer Königsforst von Holger Maria Sticht.

13 km sind es geworden, und ein Bisschen hin und Rückweg, das nicht auf dem Track mit ist. Im Königsforst brauche ich eigentlich keinen Plan, weil ich ja buchstäblich in diesem Wald aufgewachsen bin. Aber ich wollte mal schauen, wie das so gemeint war, in dem wirklich sehr empfehlenswerten Naturführer.

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Von der Endhaltestelle Königsforst geht es an der Schmizzebud und der denkmalgeschützten Göttersiedlung vorbei zum „Haupteingang“ des Königsforstes an der Pferdekoppel. Wie viele Wege im Königsforst ist der Rath-Forsbacher-Weg eine eher ungemütlich breite Schneise, deswegen geht es auch schon bald rechts des Krokodils weiter auf dem schmaleren Waldlehrpfad.

P1020563Hier ist eine Naturwaldzelle erhalten geblieben. Totholz bleibt liegen und tote Bäume bleiben stehen. Ein Dorado für Spechte.


Nach diesem kleinen Umweg geht es aber weiter auf dem Rath-Forsbacher-Weg. Mit dem Rad eine kurze Verbindung, die ich oft nutze, zu Fuß ein bisschen öd. Das Wasser im Tretbecken ist noch ziemlich kalt und feuchte Socken in fast neuen Wanderschuhen auch nicht so der Bringer.

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Naturwaldzelle

Auf dem Wolfsweg kann man gerade wieder gefallene Fichten bewundern.
Der Weg führt weiter rechts durch einen inzwischen bewaldeten Steinbruch und an einer weiteren Naturwaldzelle vorbei, die erst noch eine werden will. Hier wachsen standorttreue junge Buchen und man lässt sie ohne Eingriffe in Ruhe.

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Die Kaisereiche liegt am Wegesrand und auch der höchste Berg von Köln, der Monte Troodelöh, wird auf diesem Rundweg erklommen und der Rather Weiher wird besucht. Die Natur hat inzwischen die Beschreibungen in meinem Naturführer eingeholt. Wo noch von dichten Fichtenplantagen die Rede ist…

P1020572 (1)Flachwurzler halt. Manchmal wundert man sich schon, dass überhaupt noch welche stehen.  Der Königsforst ist inzwischen sehr viel heller als der Wald meiner Kindheit. Was da hellgrün leuchtet sind Birken: 1A Pioniergewächse.
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Insgesamt eine schöne Runde, die einige Höhepunkte des Königsforstes erschließt.
Das Stück Rennweg, da hätte ich einen nicht asphaltierten Weg bevorzugt. Auswahl gäbe es ja, da das Wegenetz sehr dicht ist und die Wege fast rechtwinklig zueinander verlaufen.
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Sri Lanka Streetlife

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So ein paar Eindrücke, aus dem Bus raus fotografiert.
Was hat sich eigentlich geändert seit 1995?
Der Straßenzustand ist erheblich besser, es gibt keine Straßensperren mehr, und der  Verkehr fließt geregelt im Linksverkehr dahin. Immer noch allgegenwärtig: die Tuktuks mit ihrer teils sehr individuellen Wohnzimmerausstattung. Was fehlt sind die heiligen Kühe, die 1995 noch überall wiederkäuend mittig auf der Straße lagen.
Keine Kühe mehr! die Erklärung dazu fand ich neulich in dem buch: Die Kuh ist kein Klimakiller. Die heiligen Kühe haben durchaus Besitzer. In schlechten Zeiten werden sie einfach freigelassen und müssen sich selbst durchschlagen. Wenn es den Menschen wieder gut geht, werden sie wieder eingesammelt.
1995 kam ich mir vor wie eine Riesin. Sogar die Männer waren kleiner und dünner als ich. Heute wirken die Menschen gesünder und besser ernährt, einige sogar ausgesprochen korpulent. Die jüngeren Leute sind fast ebenso lang aufgeschossen, wie unsere Jugend. Wie eine Umstellung auf kohlehydratreiche Ernährung auf Jäger und Sammler wirkt, sieht man auch an den Fotos von den Veda.
Die Kehrseite der Medaille: China investiert massiv in Sri Lanka. Straßenbau und große Hotels sind von China gesponsert. Die Erträge aus den Hotels und Autobahn-Maut bleiben nicht im Land, sondern gehen auf direktem Weg nach China.

Paradise Lost

Tief im Wald lebten einst die Veda. 1995 durften wir da noch nicht hin, um ihre steinzeitliche Kultur nicht zu stören.
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In solchen Baumhütten leben sie nicht mehr.
Jagen dürfen sie auch nicht mehr.
Touristenbusse landen in ihrem Dorf und sie zeigen uns, wie sie einmal gelebt haben.

P1010725Während sie mir zeigen, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht, arbeiten ihre Frauen in den Maisfeldern. Mais!
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Der Clanchef weiß, dass seine Kultur verloren ist und macht gute Miene um bösen Spiel, während sie tanzen.