Endlich leer!

Hat ja auch gedauert und ich hatte schon befürchtet, das kleine Haus hält noch ein paar böse Überraschungen für mich bereit.

Hat es aber nicht, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Jedenfalls kein Schimmel, kein Hausschwamm, das ist schon viel wert.

Ich bin dann Morgens gleich losgegangen und habe ein paar Fotos gemacht. Die Farbgestaltung spiegelt nicht meinen Geschmack wieder, aber zukünftige Mieter dürfen alles ändern.

Da ich hier vier Monate auf meine neue Küche gewartet habe, habe ich die Küchenzeile drin gelassen. Eine hässliche Küche ist besser als keine Küche.

Ebenso wie eine hässliche Lampe besser ist, als keine Lampe.

Einbauschränke habe ich auch gelassen.Das satte braun kann man überstreichen, oder mit Folie bekleben.

Das Bad ist ok.

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Nachdem die Möbelmonster (braun, was sonst) entfernt wurden, erweist sich das Wohnzimmer größer als gedacht.

Hat aber den größten Pflegebedarf.

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Warum das Schlafzimmer der größte und schönste Raum ist, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.

Das winzige Kinderzimmer mochte sich nicht so gern fotografieren lassen.

Nach dem Fotografieren und bearbeiten der Fotos, nachdem der Sperrmüll abgeholt wurde, habe ich noch Straße und Hof gefegt und den Rasen gemäht. Der sah etwas struppig aus, weil ich ja voriges Jahr nicht viel am Garten tun konnte. Es blieb noch Zeit um in der Sonne zu sitzen.

Will wer was…

Mein Garten ist ja auch eher von der Unordentlichen Art. Und auch hier ist es so: Wenn ich irgend etwas wegschneide, wächst etwas anderes in die Lücke. Manchmal gibt es Findelpflanzen, die werden dann eingepflanzt. Gut, wenn sie anwachsen, wenn nicht, haben sie eben Pech gehabt. Auf diese Art ist zum Beispiel meine Frühblüherwiese entstanden. Die Natur dankt es mir mit verschiedenen Tieren, die sich in meinem Garten wohl fühlen. Vögel, Insekten, Eichhörnchen, Marder, Fuchs… aus der Traum vom Huhn.

Schreiben und lesen lassen

…für die Bienen tun? Klar! In allen Zeitungen werden sie derzeit gehypt, modern sind sie! Jeder mag Bienen, fragt man in die Gegend, wenn nicht „persönlich“, dann doch als Prinzip, sozusagen 😉 Prima, eigentlich!

Dann gucke ich in die Vorgärten und sehe: Kiesaufschüttungen. Pflastersteine. Möblierung. „Pflegeleichtes“ Gestrüpp ohne Blüten.

Dann lausche ich ins Dorf und höre: Kettensägen.
Gekappte Großbäume überall, gekappte Linden, Buchen, Birken gar! Baumtod auf Raten, weil diese Baumarten das nicht abkönnen.

Dann schnuppere ich und rieche: nichts. Sofern nicht grad Gülle gefahren wird. Weil da kein Heu trocknet, keine Blüten in die Nacht duften.

Dabei wäre es so leicht! Pflegeleicht sogar – einfach alles ein wenig in Ruhe lassen. Wachsen lassen. Nicht mehr wöchentlich den Rasen mähen, sondern zweimal im Jahr. Da wachsen dann an manchen Orten auch Brennesseln. Oder Disteln. Aber genau über die freuen sich die Bienen (Schmetterlinge/ Vögel/ Käfer/ ……….) Und die zweimal sind…

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Der Rest

Heute früh war ich beim Arzt und kaum war ich wieder hier, kam auch schon der Räumtrupp um den Rest abzuholen.

Flugs fingen sie an, den Sperrmüll rauszustellen.

„Ich denke, das darf man erst Abends?“

„Machen wir immer so, dann nehmen sich die Leute noch was mit.“

Ahja.

DSC_4687War auch so. Denn kaum waren die raus aus der Einfahrt, kam auch schon einer reingefahren und jemand fing an, den Sperrmüll zu fleddern, hat dann noch des Nachbarn alte Fernseher mit eingesteckt und die Gardinen, die der Räumtrupp vergessen hatte.

Was man da sieht, ist also nur der Rest des Restes. Wenn das so weiter geht, bis heute Abend bleibt für die ABW nichts übrig oder ich muss noch einen Schrank dazu werfen.

Jetzt ist das kleine Haus endlich leer.

Unverhofft kommt oft

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Plötzlich waren Sie da

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Ein Container schwebt herbei

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Passt, wackelt und hat Luft

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Schnell füllt er sich

Mit zwei Autos und einem Container waren die Leute von Königslust erschienen, räumten wie die Weltmeister, und als ich um vier noch mal gucken wollte, waren sie schon wieder weg. Wahrscheinlich sind einige Sachen aus der Kategorie: „Kann bestimmt noch jemand brauchen“ im Container gelandet, aber: Wat fott es, es fott! Leer ist bestimmt noch nicht, aber leerer.

Ein Schritt vor

Gestern bin ich noch einmal tief in alten Akten verschwunden. Habe gemessen und gerechnet, und dann konnte ich endlich meinen Antrag auf Lärmschutzfenster losschicken. (Ein Stapel Papier weniger im Haus!)

Was die so alles wissen wollen. Woher soll ich wissen, wie es in der Dachschräge aussieht. Immerhin habe ich eine Rechnung von 2007 stundenlang gesucht um dann festzustellen, dass sie von 2006 ist. Darin steht: 14 cm Dämmung. Aha.

 

Zeichen und Wunder

Die Zeichen stehen auf Frühling, endlich.

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Meine Frühblüher haben sich gut entwickelt, wo sonst kein Rasen wächst.

 

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Der erste in der Sonne getrocknete Gi des Jahres.

 

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Die Zwergazalee im Vorgarten blüht auch.

Leider wird sie ständig vom Kirschlorbeer überwuchert und kann sich nur dort halten, wenn ich massiv mit der Heckenschere eingreife.

Und schon in der vorigen Woche hieß es: Schnipp-Schnapp Äste ab.

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Der war mir immer auf Augenhöhe im Weg

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Und die Haselnuss musste zwei Äste lassen, weil sie Zierquitte 1 unterdrückte.

Die Hasel hat sich böse gerächt und mir die Brille von der Nase geschlagen. Ich habe es nicht mal gemerkt und sie nach einer Woche verzweifelter Suche erst gestern im Garten wieder gefunden.

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Hier wurde getan, was jedes Jahr getan werden muss.

Schmetterlingsflieder, Hortensien, Holunder, Staudenreste, abgestorbenes Zeugs…

Außerdem bekam Zierquitte 2 einen Auslichtungsschnitt verpasst. Zierquitte 1 hat den schon hinter sich, war aber längst nicht so verwachsen. Ich vermute, dass Zierquitte 2 einmal einem Hausmeisterschnitt mit der Heckenschere zum Opfer gefallen ist.

Das Wunder:

Wenn man einen Grundbuchauszug bestellt, dauert das mehrere Wochen, bis man ihn hat. Nun hielt ich ja, nach mehreren Wochen den Falschen in den Händen. Und dachte natürlich, ich müsste wieder mehrere Wochen auf den richtigen warten. Samstag kam dann noch die Rechnung für den falschen. Ich war also wieder mal beim Amtsgericht.

„Wir hatten gestern telefoniert.“

„Ja, ich habe das schon mal vorbereitet“

„Schauen Sie mal, da standen früher beide Häuser auf einem Zettel.“

„Ach wissen  Sie was? Gehen Sie mal die Rechnung bezahlen und ich drucke ihnen inzwischen den richtigen Grundbuchauszug und vernichte den falschen.“

Es geht also doch pragmatisch und unkompliziert. Jetzt kann ich meine Fenster beim Flughafen bestellen.