Fernwehkinder  schrieb in ihrem Blog über die Entwicklung eines Zimmers vom Kinderzimmer zum Arbeitszimmer. Ja, auch Zimmer ändern sich, wenn sie in die Jahre kommen.
Meine Küche war früher das Wohnzimmer meiner Großeltern, mein Wohnzimmer war ihr Schlafzimmer und mein jetziges Schlaf/Arbeitszimmer war ihre Küche.
Dort war früher noch eine Vorratskammer, die das Bad der Grauens zu einem schlauchartigen Bad des Grauens verengte. Das Klo blieb das Klo und ich finde es gut, dass das Klo nicht im Bad liegt. Die Idee, die Schlafräume von der Straße weg zu legen, zum Garten hin, kam in den 80ern bei einem Generalumbau von mir, ebenso wie der Vorschlag, das Spind dem Bad zuzuschlagen. Es war damals nicht geplant, dass ich hier einziehe. Einige Jahre lang habe ich dann die Dachwohnung bewohnt, die kleiner ist und eine andere Raumaufteilung hat.
Dann 20 Jahre nicht in Köln und dann bin ich in die ehemalige Wohnung meiner Großeltern gezogen. Und da bin ich ganz froh, dass die Räume nicht mehr die sind, die sie mal waren.
Das Wohnzimmer ist der Raum, den ich am wenigsten nutze. Im Sommer schon mal gar nicht, da ist es ziemlich kalt und ich bin fast ganztägig im Garten. Im Winter ist es der wärmste Raum und ich sitze schon mal mit einem Buch auf dem Sofa, oder mit dem Laptop um einen Film anzusehen, denn ich habe gar keinen Fernseher. Ansonsten ist es groß genug für die Gästematratze und ein paar Bücher.
Das Schlaf/Arbeitszimmer ist etwas kleiner, aber der ruhigste Raum und der Blick schweift über den Garten, das Feld und im Moment auch auf den Baggersee. Hier kann ich gut am Schreibtisch sitzen, bloggen und nebenbei Vögel gucken. Gerade kamen einige Schwäne vorbei.
Die Küche ist groß! In den 20 Jahren auswärts habe ich immer über die winzigen Küchen geklagt, in denen nur eine Person kochen konnte. Egal ob in meinen diversen Wohnungen oder bei Freunden, die Küchen waren eine Zelle, in der frau sich gerade mal umdrehen konnte.
Hätte ich jetzt das Geld zum renovieren, wären wahrscheinlich Bad und Klo fällig. Aber getrennt bleiben sie auf alle Fälle.

Advertisements

Erste Hilfe an der Brokkoli

Eigentlich wollte ich gestern früh zum Markt, einkaufen, nicht kochen sondern dort Rievkooche essen und abends dann zum Konzert von Maybebop in Siegburg.

Ich saß aber noch beim dritten Kaffee, als mein vegetarischer Mieter klingelte: „Ich hab mich vertan und zu viel Gemüse gekauft und ich muss doch nach China. Soll ich das wegwerfen, auf den Kompost, oder in die Tonne?“
Ich „Neineinein! Keine Lebensmittel wegwerfen! Stell’s einfach hier ab, ich verteile es denn.“ Fein, dachte ich, ein Bisschen Gemüse und ich muss nicht zum Markt.
Was er dann anschleppte, war aber nicht ein Bisschen Gemüse, sondern ein Obst- und Gemüseberg. Also musste ich ein Bisschen umdisponieren.
Die Mieterin bekam alle Bananen, den Rosenkohl, Salat, zwei grüne Paprika, eine Zuccini und eine Tüte Möhren.
Dann habe ich eingefroren: Brokkoli, Paprika, Zuccini. Zwischendurch ein paar rohe Möhren gegessen.
Dann habe ich gekocht Nudeln, Hack-Paprikasoße.
Eine Zuccini gibt es die Tage mal, oder ich friere die auch noch ein. Wie habe ich bloß ohne Tiefkühltruhe überlebt? Hätte ich mir nie selbst gekauft und jetzt ist sie randvoll.
Äpfel, die ich nicht gut vertrage, nehme ich mit zum Lehrgang, vielleicht auch ein paar Möhren.

Nach getaner Arbeit holte mich eine Aikido-Freundin ab um nach Siegburg zu fahren. Sie schwänzte die Chorprobe, ich Aikido. Ich war mal wieder die wahrscheinlich einzige Besucherin, die nicht in einem Chor singt. Alsbald kamen wir über Maybebop ins Schwärmen. Tolle stimmen und so vielseitig. Hätte mir vor 10 Jahren jemand erzählt, dass ich a-Capella mal gut finden würde, hätte ich ihn für bekloppt erklärt.

Und nach dem Konzert waren auch noch eine Zuccini und ein Paar Möhren für die Aikido-Freundin übrig.

Adventskalender

Alle posten zur Zeit Adventskalender, ich nicht. Ich bin ja nicht so der Weihnachtstyp. Einen Adventskalender bräuchte ich nur, um zu schauen, wann es vorbei ist und endlich wieder heller wird.

Aber einen eigenen Blogadventskalender? Nee, bekommt Ihr von mir nicht.

Nur ein Gedicht:

DSC_4860

Weiße Scheiße fällt vom Himmel, doch da hängt ein Futterhaus.
Vögel fordern „Gib! Gib! Gib!“ Darum muss die Bibo raus.

Offensichtlich ist meinen Vögeln das Konzept Futterhäuschen geläufiger, als das Konzept Meisentasse. Denn während die Tassen monatelang unbeachtet hängen blieben, wurde das Häuschen fast sofort angenommen. Die sollen sich aber bloß nicht einbilden, dass ich jetzt morgens um 7 pünktlich nachlege.

Trotz meiner Weihnachtsallergie habe ich Spaß daran, zu schauen, was die Freunde sich haben einfallen lassen:

Dazu kommen etliche Adventskalender von Seiten und Organisationen, denen ich mehr oder weniger interessiert folge; mal mit, mal ohne beiliegendes Gewinnspiel.
Im Winterhalbjahr spiele ich ja gerne mal mit Zooniverse rum. Voriges Jahr hat mich Wildcam Gorongosa stundenlang beschäftigt, davor Snapshot Serengeti. Dieses Jahr fand ich im Adventskalender ein Projekt, das wirklich schön ist, wenn man Sehnsucht nach Sommer hat: Treeversity.

Ice Age

Gestern war ich beim Zahnarzt in Erwartung einer Paradontosebehandlung, aber da wurde nur die Zahnreinigung kontrolliert und ich wieder weggeschickt. (Frage an die Profis: Stimmt es, dass vor der Paradontose-Behandlung eine kostenpflichtige Zahnreinigung gemacht werden MUSS?) Ich vermute der Antrag für die Zahnbehandlung wurde versehentlich nicht abgeschickt.
Und weil ich gleich wieder draußen war, leicht gefrustet, beschloss ich, im Kindermuseum Odysseum um meinem inneren Kind etwas Auslauf zu bieten. Hat geklappt. Immerhin war ich länger in der Eiszeit unterwegs als eine Gruppe Teenager, weil Bibo die Kindische natürlich alles ausprobieren und anfassen musste wofür die Pubertiere eindeutig schon zu alt waren.
Ice Age ist die Sonderausstellung über die Eiszeit. Manni, Diego und Sid aus dem Film Ice Age führen hindurch. Es gibt viel zu entdecken, zu sehen zu hören und zu spielen. (Mir ging ja das Geplapper von Manni, Diego und Sid ziemlich schnell auf die Nerven) Es gab lebensgroße Repliken von Mammut, Faultier und Säbelzahntiger, viele Fossilien, Knöpfe, Hebel, Schieberegler, Puzzles, Wandmalereien. Nachdem die Aufmerksame Besucherin im ersten Raum gelernt hat, dass es immer Eis- und Warmzeiten gegeben hat und Grönland sogar früher mal eisfrei war, lernt sie im letzten Raum, nachdem Manni, Diego und Sid sich verabschiedet haben, dass sie persönlich für die derzeitige Klimaerwärmung verantwortlich ist und was sie dagegen zu tun hat. Die Aufmerksameren unter den Kids werden an der Stelle vielleicht fragen, wer für die Erwärmung zuständig war, bei der Grönland eisfrei war.
Anschließend ging es ins Maus-Museum. Das ist eigentlich für die Kleinsten, aber die kleine Bibo hatte trotzdem Spaß an den Sachgeschichten und dem Weltraumklo.
Ich wollte schon gehen, da fand ich erst die Dauerausstellung für die größeren, Gegliedert in Leben und Erde. In „Leben“ gab es unter anderem eine Ausgrabungsstätte und einen „echten“ Dinosaurier. In Erde allerhand physikalische Experimente und technisches Spielzeug.
Wenn ihr Kinder habt, nehmt reichlich Zeit mit. Ice Age geht allerdings nur noch bis zum 7. Januar.
Ich hätte sogar fotografieren dürfen, aber weil ich ja eigentlich zum Zahnarzt wollte, hatte ich nicht einmal das Tippeldings dabei.

Zeitreise

Ich bin jetzt gechippt. Also,nee ich habe mir eine Monatskarte der KVB im Abonnement gegönnt. 20171124_142312

Ausschlag gebend war, dass ich im Winter doch öfter fahre, und neuerdings noch ein paar Vergünstigungen zur Abo – Karte, die jetzt Chipkarte heißt, gehören. So kann ich kostenlos für eine halbe Stunde ein Fahrrad leihen, ich könnte Ermäßigung bei Car2go bekommen und es gibt auch manchmal Ermäßigung bei Veranstaltungen.

 

20171124_142252

Neu in Köln ist diese Zeitreise, neudeutsch Time Ride, in einem alten Wagen der „Elektrischen“.

Vorige Woche war ausgebucht, dafür hatte ich Freitag Mittag bei Nieselregen eine Exklusiv-Führung für mich allein.

Zur Einführung gibt es ein paar alte und neue Stereoskopie-Fotos,  anschließend einen Film über die StadtGeschichte und dann geht es mit demWaggon und Stereo -Brille direkt zurück ins Jahr 1900. Eine wirklich nett gemachte Simulation, sogar mit Fahrtwind.

Leicht desorientiert stieg ich am Alter Markt wieder aus.