Über die Kunst ein Buch freizulassen


Magellan-Terrassen

Heute war „Tag des offenen Denkmals“ also begab ich mich zunächst in die Altstadt um einige Denkmäler zu besichtigen. Leider waren die Hinweise nicht so wirklich eindeutig und für einige Veranstaltungsorte musste man sich wohl auch vorher anmelden. So beschränkte ich mich auf Boote. Über eine Steile Rampe ging es zunächst zur Flussschifferkirche, die im Hafen von Hamburg, gegenüber der Speicherstadt liegt. Fahrtauglich ist der 1906 gebaute, ehemalige Leichter wohl nicht mehr, da er ganz vom Kirchenschiff eingenommen wird.

Weiter ging es in die Hafencity. Leider ist den Architekten hier nichts besseres eingefallen, als viereckige Klötze an die Hafenbecken zu stellen. Auch wurde bei der ersten Planung am Sandtorkai ganz einfache Dinge wie Einkaufsmöglichkeiten,  Restaurants und öffentlicher Nahverkehr vergessen. Aber seit zwei Jahren liegen dort an einem Ponton immer einige schöne alte Traditionsschiffe. Genug für’s Auge also.

Schlepper, historisch wertvoll.Der Schlepper konnte heute besichtigt werden und in dem Hafenlieger nebenan hat sich eine Gastronomie eingerichtet, in der es auch Musik- und Theatervorführungen gibt.

Nun galt es noch, einen Platz für ein Buch zu finden. Fortgeschrittene Bookcrosser lassen ihre Bücher ja nicht einfach irgendwo liegen. Nein! Wenn möglich sollen das Buch und der Ort an dem es freigelassen wird auch noch zueinander in Beziehung stehen. Für das Buch „Die großen Seefahrer und Entdecker“  hatte ich mir die Magellan-Terrassen ausgesucht. Ein guter Ort zudem um Bücher freizulassen, weil hier viele Touristen vorbei flanieren. Ich legte also mein Buch auf eine Bank mit Blick auf ein Segelschiff, machte mein Abschiedsfoto (siehe oben) setzte mich auf eine andere Bank und harrte der Dinge. Dieses Mal wollte ich sehen was passiert. Leute schlenderten vorbei ohne das Buch zu beachten, manche warfen auch einen neugierigen Blick darauf. Dann kamen zwei Frauen und schoben es achtlos zur Seite um Platz zu nehmen. Zwei Männer und noch eine Frau gesellten sich dazu. Während der jüngere Mann auf den Stufen Platz nahm und eine der Frauen auf der mittlerweile frei gewordenen Bank nebenan, klatschte der ältere das Buch noch einmal sehr nachdrücklich an den Rand der Bank um sich Platz zu schaffen. Als der jüngere Mann ihn etwas fragte, warf er ihm das Buch zu. Armes Buch, dachte ich. Aber der jüngere fing an, zu blättern und zu lesen und zeigte offensichtlich dem anderen die Bookcrossing-Aufkleber. Nachdem er noch eine Weile geblättert hatte, steckte er schließlich das Buch in seinen Rucksack. Wieder hat ein Buch einen neuen Freund gefunden.

meld' Dich mal wieder!

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2 Kommentare zu “Über die Kunst ein Buch freizulassen

  1. boller sagt:

    Es wäre schön zu erfahren, wie man mit Rate Thies Kontakt aufnehmen kann

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