Tümpeln


Doof ist, den Kamera-Akku über Nacht zu laden und dann die Kamera ohne Akku mitzunehmen.

Also gestern gab es wieder Öko-Kurs, diesmal endlich praxisnah mit Gewässeruntersuchungen in der Eidelstedter Feldmark. Drei verschiedene Gewässer haben wir angeschaut, von einem vierten noch Proben bekommen.

Der erste, ein kleiner Teich, vom Weg aus nicht zu sehen, wirkte etwas schlammig, aber darin lebte einiges Kleinzeugs. z.B. Frösche und Kröten,verschiedene Schnecken und Wasserkäfer. Auch ein Teichrohrsänger war dort zu finden.

Gewässer Nr. 2 war für mich eine kleine Überraschung, da ich weiß, dass es erst ein Jahr alt ist. Ein künstlich angelegtes, flaches Rückhaltebecken. Schon haben sich hier einige interessante Vogelarten angesiedelt. Neben den üblichen Stockenten und Bläßrallen auch Kiebitze, Graureiher und Sandregenpfeifer. Die Kiebitze hatten schon Küken. Wir konnten hier auch einen Kampf zwischen Reihern und Kiebitzen beobachten, den die Kiebitze gewannen. Leider ist das Gewässer schon fast ausgetrocknet und die Wasserqualität lässt zu wünschen übrig. Im Wasser waren also entsprechend wenige Lebewesen zu finden, außer Schlammschnecken, Schneckenegel und Tubifex. Ich fand es aber erstaunlich, dass das Becken schon nach so kurzer Zeit von den Vögeln so gut angenommen wird.

Gewässer Nr.3, ebenfalls ein Rückhaltebecken, sah auf den ersten Blick gar nicht so schlimm aus, war aber mit einer giftigen Brühe gefüllt.

Gewässer Nr. 4 haben wir aus Zeitgründen nicht mehr angesehen, aber es gibt dort Fische mindestens Moderlieschen und Rotaugen.

Anschließend wurden in kleinen Gruppen, die gefundenen Arten bestimmt und die Gewässerproben chemisch analysiert. Ich habe mich hauptsächlich mit den „Makros“ befasst und wurde zur „Spezialistin für Schneckenbestimmung“ ernannt.

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