Umsonst und drinnen


Nachts im Museum

Nachts im Museum

Das zoologische Museum in Hamburg ist eine fotografische Herausforderung: Keine Fenster, dunkle Wände und Böden, beleuchtete Vitrinen und einzelne Spots. Eigentlich wollte ich dort nur das Buch freilassen, das ich nicht mehr in den Cache legen konnte. Aber nachdem dieses Foto gelungen schien, habe ich noch etwas herumprobiert.

Antilopengruppe

Das zoologische Museum gehört zur Uni und die Schauausstellung ist nur ein kleiner Teil der Sammlung. Ihr eigentlicher Sinn besteht darin, Belegexemplare für die Taxonomen vorrätig zu halten. Und zwar nach Möglichkeit gleich mehrere von jeder Art. Und so lagern hier tausende Vogelbälger in Schubkästen. Früher wurden Tiere aus der Natur getötet um sie dann für die Wissenschaft auszustopfen.

Panzernashorn

Das Panzernashorn dürfte dazu gehört haben, ebenso wie der Eisbär.

Eisbär

Heute geht das natürlich schon allein aus Gründen des Artenschutzes nicht mehr. Jetzt werden meistens Totfunde oder verstorbene Zootiere für die Wissenschaft konserviert. Orang-Utan

Orang-Utan Leila, ein wertvolles Zuchttier, ertrank in im Wassergraben, weil ein Zoobesucher ein Brötchen dort hinein geworfen hatte.

Prominentestes Ausstellungsstück ist das Walroß Antje. Sie war der Liebling der Hagenbeck-Besucher und jahrelang NDR-Maskottchen. Walroß

 

Hier zeigt sich auch der Mentalitätsunterschied zwischen Hamburg und Berlin. Die Ankündigung Knuddel-Knut auszustopfen löste einen Sturm der Entrüstung aus. Hingegen als Antje an Altersschwäche vertarb, waren die Hamburger froh über den Ehrenplatz den sie hier erhalten hat. Ihr eigenes Denkmal sozusagen.zoologisches Museum Hamburg

Anfahrt Bus Nr. 4 und 5 bis Grindelhof,

Eintritt frei Öffnungszeiten Di. -Fr. 10.00 -17.00 Uhr.

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