Von Vögeln und Pilzen


Ich lebe ja nun mal leider in der Stadt bzw. am Stadtrand. Mit allen Nachteilen: Lärm, Dreck, Verkehr, Baustellen, Enge…

Neulich ging ich über die Wiese vorm Haus und sah einen Hexenring mit weißen Pilzen. Der erste Gedanke: Champignons, der zweite: Nee, kann nicht sein. Also hin- und her bestimmt, fotografiert, noch mal verglichen und was ist es nun?

Mairitterling

Maipilze sind essbar und schmackhaft. Probiert habe ich sie aber nicht, weil sie mir zu dicht an der Straße stehen. Ich will mir ja keine Bleivergiftung holen.

Sonderbarerweise ist die Artenvielfalt in den Städten in letzter Zeit angestiegen und teilweise höher als im Umland. Wie kommt denn das? Auf einem Maisfeld wächst eben nur Mais. Die meisten Tiere können in Mais weder nisten, noch ihn fressen. Die meisten Pflanzen auf dem Maisfeld werden tot gespritzt.

In Gärten und Parks gibt es keine Monokulturen mehr. Und seit die Städte und Gemeinden an  der „Sauberkeit“ sparen, sprießen auch an den Straßenrändern wilde Pflanzen, die den Tieren ein  Auskommen bieten. Außerdem wird in der Stadt nicht gejagt.

Dies freut auch meine Nachbarn: Herr und Frau Ringeltaube leben hier schon länger. Sie sind nicht zu verwechseln mit der allgemeinen Stadttaube, auch „Ratte der Lüfte“genannt. Stadttauben sind die Nachkommen von Brieftauben, die es nicht nach Hause geschafft haben. Ringeltauben sind echte Wildtiere. Sie mögen Samen und Früchte und nisten auf Bäumen. Sie sind viel größer als Stadttauben und gut zu erkennen an dem weißen Halsfleck.

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