Herbstspaziergang


Fischbeker Heide

Ich habe mich nun mit dem nicht vorhandenen Sommer abgefunden und wollte nun mal schauen, ob denn in diesem Herbst die Heide schon blüht.

Dazu begab ich mich auf die andere Elbseite, zur Fischbeker Heide. Ein Ausläufer der Lüneburger Heide sozusagen. Die Fischbeker Heide ist ein Relikt der vorletzten Eiszeit. Bei der letzten reichten die Gletscher nur bis zum anderen Elbufer.  Die Gletscher schoben Sand und Geröll vor sich her und lagerten es als Moräne hier ab. Die so entstandenen Hügel werden auch schwarze Berge genannt.

Schwarze Berge

Hier sieht man schön die Heideflächen im Vordergrund, einige Birken und Eichen im Hintergrund. Der Boden ist also per se schon sandig, und eher Nährstoffarm. Daran, dass sich Heide entwickeln konnte, ist aber der Mensch schuld. Denn durch ständiges Abholzen und Abplaggen wurden dem  Boden immer mehr Nährstoffe entzogen, so dass nur ganz anspruchslose Pflanzen hier ein Auskommen hatten.

Eiche in der Fischbeker Heide

Eiche in der Fischbeker Heide

Im Juli wurde hier ein so genannter Qualitätswanderweg eröffnet: Der Heidschnuckenweg führt von Fischbek nach Celle. Gekennzeichnet ist er mit einem H. Das X hingegen bezeichnet den Fernwanderweg Flensburg-Genua.

Wer mag, kann bis Genua laufen.

Wer mag, kann bis Genua laufen.

Das war mir dann doch etwas zu weit. Aber immerhin, den Anfang habe ich getestet. Beide Wege sind in diesem Abschnitt baugleich.

Heidelbeeren als Wegzehrung

Heidelbeeren als Wegzehrung

Wegzehrung war auch genug vorhanden und wegen des Schietwetters auch keine Nahrungskonkurrenten.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Die Strecke bietet immer wieder reizvolle Ausblicke.

Soll noch mal jemand behaupten, Norddeutschland wäre flach.

Soll noch mal jemand behaupten, Norddeutschland wäre flach.

Wald wechselt ab mit trockenen, offenen Flächen.

Heidefläche mit Birken

Heidefläche mit Birken

Damit die Heide Heide bleibt, muss heute wieder der Mensch eingreifen. Bäume fällen, künstlich abplaggen und die Flächen von Schafen beweiden lassen. Täte er das nicht, würde nach und nach die Heide verschwinden und Wald hochwachsen. Das Naturschutzgebiet Fischbecker Heide ist also ein von Menschen künstlich geschaffener Lebensraum.

Pillendreher

Wie dem auch sei, er fühlt sich wohl hier. Er sammelt Mist, dreht ihn zu Kugeln, gräbt ihn in den sandigen Boden ein und legt seine Eier darin ab.

Und? Blüht sie nun, die Heide?

Die Besenheide im Hintergrund blüht noch nicht ganz.

Die Besenheide im Hintergrund blüht noch nicht ganz.

Die Glockenheide blüht schon

Die Glockenheide blüht schon

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2 Kommentare zu “Herbstspaziergang

  1. Frau Momo sagt:

    Da wren wir letztes Jahr auch. Wir erlaufen uns so nach und nach die Hamburger Naturschutzgebiete und haben bald das Heuckenlock fast direkt vor der Tür. Auch sehr sehenswert.
    Ich bin gerade über das Bürgernetz auf diesen Blog gestoßen. Zielgruppe bin ich zwar nicht wirklich. Ich bin Hamburgerin, die schon sehr oft in Lüneburg war 🙂 Ich habe da sogar mal kurz gewohnt.
    Im Moment haben wir leider kaum Zeit für Hamburgs Schönheiten, aber wenn der Umzug vollbracht ist, dann werden auch wir wieder mit den Kameras unterwegs sein.

    • Bibo59 sagt:

      Mich würde ja mal interessieren, wie mein Blog ins Bürgernetz gelangt ist. Aber egal.

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