Haushaltsarchäologie


Mir sind die Fotos ausgegangen in dem Schietwetter der letzten Tage, bei dem der Tag zur Nacht wurde. Also schreibe ich einfach mal so was.

Zum einen bin ich mit einer Art  „Haushaltsauflösung“ beschäftigt.

Meine Dunkelkammer im Keller von vor 20 Jahren ist vollgestopft mit a) Fotolabor b) sonstigem Gerümpel c) 20 Jahrgänge Geo, Geo spezial, Geo Wissen (habe ich schon so gut wie abgebaut). Der Allgemeinkeller ist vollgestopft mit Möbeln unterschiedlicher Herkunft und die Möbel sind vollgestopft mit Gerümpel. Mein Keller ist feucht, nachdem die heiße Tropenluft von neulich ihr Wasser darin ausgeschwitzt hat, und noch nicht richtig eingeräumt. Es gibt im Garten zwei Schuppen und … Überraschung! Sie sind  vollgestopft mit a) Gartengeräten und b) Gerümpel. Vom Haus meiner Mutter will ich gar nicht erst anfangen.

Im Garten wuchern Brennesseln und Brombeeren. Neulich, als es noch Sommer war, habe ich gefühlte 2 Zentner Brombeeren und Brennesseln aus dem Garten geholt. Sind ja nützliche Pflanzen, aber wenn sie überbibohoch wuchern, stechen und nesseln, dann verstehe ich keinen Spaß mehr. Und es gibt hier im Garten auch noch genug Stellen, an denen sie wuchern dürfen.

Seid froh, ihr Nordlichter, dass ihr auf dem Sandboden nur Giersch habt.

Momentan bin ich dabei, die Ex-Dunkelkammer auseinander zu nehmen. Der Kram ist so ineinander verkeilt, da kann man nur schichtweise abtragen. Ich komme mir schon vor wie ne Archäologin. Was noch leidlich brauchbar erscheint kommt zu ebay. Merkwürdiger weise stürzen sich die Leute auf den 70er Jahre Kram. Heute wird eine kleine Trockenpresse abgeholt, vielleicht kann ich dem Typen noch ein paar Sachen anbieten, ohne Ebay. Brauchst jemand vielleicht noch ein paar Möbel?

Kellerfund

Kellerfund

Bei meinen Ausgrabungsarbeiten habe ich eine kleine, flache  Tonschale und den Vögeln als Bad gestiftet. Es wurde begeistert angenommen. Die Haussperlinge haben sich vermehrt und die Jungspatzen sind lustig anzuschauen.

Im Aikido hatte ich einen kleinen Entwicklungsschub und bin fast frei gefallen.

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3 Kommentare zu “Haushaltsarchäologie

  1. Fjonka sagt:

    Oh- ha. Ist doch prima, das mit dem 70er-Krams- ungeahnte Einkommensquellen sind doch was schönes 🙂
    Allerdings möchte ich anmerken, daß hier durchaus auch Brennesseln und Brombeeren wuchern, wo man sie läßt! Leider, Ebenso Disteln, Quecken und sogar Schachtelhalm. (In meinem Garten allerdings ist der Giersch das größte und verbreitetste Übel)

    • Bibo59 sagt:

      Giersch habe ich hier nur an einer kleinen Ecke und da kann ich einfach drübermähen. Er kratzt nicht und brennt nicht. Was hältst Du von dem Kleinmöbel oben?
      Verkaufen? Behalten? Verbrennen?
      Oder irgendwie in der Farbe der Küche lackieren?

      • Fjonka sagt:

        Ich finde das gar nicht so häßlich! Schade, daß der untere Griffschutz kaputt ist.
        Wenn Du einen guten Platz dafür hast, würde ich für „behalten und neu lackieren“ plädieren.

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