Neues vom Rather See


Es gibt mal wieder Nachrichten vom Baggerloch, Neudeutsch: Rather See. es gibt nun eine  Petition die freien Zugang zum See fordert und sich recht vernünftig darstellt. Nach Abwägung von pro und contra habe ich sie unterschrieben.
Als direkte Anwohnerin des Sees kann ich die Wasserski-Anlage nicht nutzen. Vielmehr erwarte ich eine erhöhte Verkehrsbelastung durch Wasserski-Touristen und eine Wertminderung meiner Immobilie und Schädigung der Nachtruhe durch einen geplanten Parkplatz direkt unter meinem Schlafzimmerfenster. Vor einigen Jahren haben wir extra aufwändig umgebaut und die Schlafzimmer auf die Rückseite verlegt. Die ständige Präsenz in den Medien hat uns schon einen regelrechten See-Tourismus beschert. Leute, die von auswärts kommen, verbotswidrig mit dem Auto in den Brück-Rather Steinweg fahren, dort auf dem Feldrandstreifen parken und dann mit großen Augen fragen: „Wo ist denn hier der Eingang zum See?“ Das würde auch durch eine Kommerzialisierung nicht besser. Leider sehe ich auch die Schattenseiten eines freien Zugangs: Da wird gegrillt und die Reste, Müll und Einweggrills werden einfach liegen gelassen. Auch scheißen manche Zeitgenossen einfach in die Büsche. Das zieht auf Dauer Ratten an. Auch werden lebende Bäume für’s Lagerfeuer abgebrochen und häufig das ganze Seeufer, ohne Rücksicht auf Erholung suchende oder Menschen mit anderem Musikgeschmack, mit wummernder Disco-Musik beschallt. Hier ist also noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, eine funktionierende Müllabfuhr (wenn die Leute schon zu dämlich sind ihren Kram wieder mitzunehmen) und zur Hochsaison ein paar Dixi-Klos. Die Gemeinde Tangstedt in Schleswig-Holstein hat ihre Kiesgrube vor einigen Jahren mit einfachsten Mitteln zum Teil als Badesee legalisiert. Auf der einen Seite wird gebadet, auf der anderen ist Naturschutz- und Angelgelände, ein weiterer Teil wird noch abgekiest.

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