Geburt eines Stadtteils


Die Suche nach einem vernünftigen Spaten führte mich nach Kalk.
Früher war das der größte rechtsrheinische Industriestandort. Bis zu 2.400 Menschen arbeiteten in der „Chemischen“. Das fast 40 ha große Gelände der Chemischen Fabrik Kalk war von einer hohen Mauer umgeben. Heute steht dort nur noch der denkmalgeschütze Wasserturm.

 

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Wasserturm

1993 wurde das Werk geschlossen. Und dann wurde alles abgerissen und die verseuchten Böden mussten saniert werden.

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Eine Turbine erinnert an die CFK

Was tun mit so einem riesigen Gelände? Anfangs war das noch nicht so wirklich klar, zumal der Stadtteil Kalk ja völlig von diesem einen Arbeitgeber abhängig war und zu veröden drohte.
Immerhin, an der Kalker Hauptstraße wurde ein neues, und recht beliebtes Einkaufszentrum und ein Polizeipräsidium gebaut. Auf diesem Bild sind die Köln-Arkaden hinter dem Turm zu sehen. Übrigens ist jetzt in dem Turm eine Minibib eingebaut. Eine kleine Abteilung der Stadtbibliothek in der kostenlos Bücher ausgeliehen werden können, ohne Leseausweis.

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Wasserturm mit Minibib und Köln-Arkaden

Bleibt immer noch viel Fläche. Die wurde von der Zoobrücke her  mit einem eigenen Autobahnanschluss erschlossen, neue Straßen wurden angelegt und ein ganz neuer Stadtteil geplant.

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Kindermuseum Collosseum

Das Colosseum (kann mir mal jemand ein Kind leihen?) stand zuerst etwas einsam im Gelände rum. Aber dann entstand ein Bürgerpark mit Spielflächen – die fast einzige Grünfläche in dem dicht besiedelten ehemaligen Arbeiterviertel.

Und viele neue Häuser, alle mit Balkon und Terrasse.

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Bürgerpark und neue Wohnbebauung

Die „Aussicht op dr Dom“ wird wohl nicht so lange erhalten bleiben, denn hinter den Gräsern liegen noch tiefe, ungenutzte Baugruben

 

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Der Dom mal wieder

Übrigens, die verschiedenen Gräser, die hier angepflanzt wurden filtern die Stadtluft sehr effektiv.

Ja und wenn man denn den Bürgerpark überquert hat und am Collosseum vorbei gegangen ist, dann kommt dann auch endlich der Baumarkt.

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Gehst Du zum Baumarkt, vergiss das Buch nicht.

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4 Kommentare zu “Geburt eines Stadtteils

  1. Thomas Pruß sagt:

    Na, dann haben die Stadtplaner mal einiges richtig gemacht. Da freut man sich.

    • Bibo59 sagt:

      Ja, sieht ganz nett aus, noch nicht ganz eingewohnt. Jedenfalls netter als das was in den 60ern und 70ern so hingeklotzt wurde. Die Häuser sind gerade fertig geworden und schon bewohnt. Köln hat ja auch massiven Bevölkerungszuwachs und nicht genug Wohnraum. Außerdem liegt Kalk nur eine Haltestelle von der FH entfernt. Es gibt noch ein anderes, das ehemalige KHD-Gelände, das gerade in Planung ist. Da soll aber wohl einige der alten Gebäude stehen bleiben. Und die FH wird abgerissen und im laufenden Betrieb erneuert. Wenn das Wetter mitspielt, also weder Dauerregen noch Saharastaub in der Luft liegt, mache ich Samstag mal den Niehler Hafen fertig.

  2. Du meinst das Odysseum, nicht Colosseum. Ja diese Ecke von Kalk ist gut gelungen.

    • Bibo59 sagt:

      Natürlich steht das Collosseum noch in Rom und das Odysseum in Kalk. Wo war ich bloß mit meinen Gedanken?
      „Stell dir vür dr Kreml stünd am Ebertplatz
      Stell dir vür dr Louvre stünd am Rhing…“

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