Majoran und Leichenteile


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Hornveilchen

Neulich hatte jemand alles Mögliche im Straßengraben abgekippt. Durchaus noch lebensfähige Stiefmütterchen, Hornveilchen und rote Gänseblümchen. Veilchen raus aus’m Kübel, Geranien rein innen Kübel. So macht man das wohl. Jedenfalls habe ich die, deren Wurzelballen noch heile war gerettet und ins Beet gepflanzt. Da blühen sie immer noch.

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Weißklee

Freiwillig wächst und blüht hier gerade der Klee. Sowohl auf der Wiese, als auch auf dem Rasen, wo ich drumherum mähe.

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Ackerwinde

Ackerwinde ist ja eigentlich ein „schlimmes Unkraut“, aber in größeren Büschen lasse ich sie wachsen. Vor Allem die grüne Dekopflanze Thuja, sieht lustig aus mit den weißen Blüten.

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Dahlie mit Ameise

Die Dahlien hat die Zentralregierung angeschafft. Sehen ja nett aus, aber für die Tierwelt (außer Schnecken) sind gefüllte Blüten nicht besonders wertvoll.

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Dahlie mit toter Fliege

Ganz anders der Majoran. Nicht nur, dass ich ihn in der Küche brauche, momentan blüht er und alle lieben ihn.

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Majoran mit Hummel

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Majoran mit Käfer

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Majoran mit Bienen

Der Klatschmohn ist meiner Wildblumensamen-Sammlung entsprungen.

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Klatschmohn

Und was ist mit den Leichenteilen?  Freitag fand ich auf dem Rasen einen Haufen Federn und daneben einen Flügel, die Brust säuberlich wegfiletiert. Zunächst dachte ich, Strippe hätte das zeitliche gesegnet, aber der singt noch in der Fichte. Den Flügel habe ich bei den Tomaten bestattet.

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Leichenteil

Gestern dann, an derselben Stelle: Ein weiteres Opfer.  Der Hintern gut erhalten und zwei große Beine mit riesigen Füßen, wieder die Brust säuberlich herausgetrennt. Den Anblick erspare ich Euch. Nein, dieses Opfer war kein niedliches kleines Singvögelchen. Nun scheidet der übliche Kreis der Verdächtigen, Krähe, Elster, herzallerliebstes Eichhörnchen komplett aus, zumal das Opfer wohl selbst eine Krähe war. „Krähen haben keine natürlichen Feinde“, behaupten die Krähenhasser. Offensichtlich doch! Hab‘ ich nen Habicht?

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10 Kommentare zu “Majoran und Leichenteile

  1. Thomas Pruß sagt:

    Dein Majoran-Käfer deucht mich stark eine Blattwanze zu sein. Und der Habicht liebt Krähen zum Frühstück. Da die Jungtiere jetzt flügge sind, hat er einen reich gedeckten Tisch.

    • Bibo59 sagt:

      Ja, ein Habicht ist auch mein Hauptverdächtiger. Gesehen habe ich ihn allerdings noch nicht. Häufig gesehen habe ich Mäusebussarde und ein Paar Rotmilane. Denen traue ich das Gemetzel nicht wirklich zu.

      • Fjonka sagt:

        Oder ein Uhu. Die fressen auch Krähen
        Und Seeadler, aber die scheiden bei Euch wohl eher aus 😉

      • Bibo59 sagt:

        Für den Seeadler ist der Baggersee denn doch zu klein. Uhu schließe ich aus, weil es keine Felsen gibt. Obwohl auch schon Uhus in der Stadt gesichtet wurden.

      • Fjonka sagt:

        …und sie wohnen hier bei uns, und da gibt’s weit und breit nirgends Felsen!

      • Bibo59 sagt:

        Wirklich UHUS?? Wo genau?

      • Fjonka sagt:

        Also, ich hab noch keinen gesehen, aber wir waren mal in Gelting zu einem NABU-Vortrag, und da wurde das berichtet. Ein Pärchen soll sogar ganz hier in der Nähe in einem Wäldchen nisten, sozusagen „umme Ecke“. Das wissen wir, weil wir Besuch von einer Geocacherin hatten, die vom Förster zur Verlegung eines Caches aufgefordert wurde, weil dort ein Uhu UND ein Kolkrabe nisten! Die genauen Orte werden natürlich nicht bekanntgemacht.

      • Bibo59 sagt:

        So, nun habe ich mal geschaut. Tatsächlich wurden Uhus Bei Steinberghaff und in der Geltinger Birk beobachtet.

        Bei mir in der Nähe immerhin im Rhein-Sieg Kreis bei Lohmar und im Siebengebirge bei Bonn. Den Uhu glaube ich aber erst, wenn ich ihn sehe. Habichte hat es hier schon immer gegeben.

  2. Thomas Pruß sagt:

    Da musst du schnell gucken, wenn du den Habicht sehen willst. Diese Vögel irrwischen mit rasender Geschwindigkeit zwischen den Büschen und Hecken und überfallen ihre Beute aus dem Hinterhalt. Das geht so schnell, dass man schon ganz nah am Geschehen sein muss, um das überhaupt mit zu bekommen: 😉

    • Bibo59 sagt:

      Beim Sperber habe ich das schon gesehen, in Schnelsen. Ich laufe nichts ahnend über die wiese und da macht es KLATSCH und vor mir sitzt ein Sperber mit einer Taube in den Fängen, die fast so groß ist wie er selbst, guckt mich entgeistert an und verschwindet dann mit der Taube aufs Nachbargrundstück. Sperber bei ner kleinen Krähe wäre also auch noch ne Option.
      Die Milane sind neu in der Gegend. Ich hatte schon voriges und dieses Frühjahr jeweils einen längere Zeit beobachtet, hielt ihn aber für einen Durchzügler. Jetzt weiß ich, es sind zwei und sie treiben sich am Baggersee rum. Fotos zum Rather See hatte ich Dir mal geschickt. Ob die Milane bleiben, wenn dort Wasserski gefahren wird?

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