Über fremd sein


Der Landleben-Blog hat aufgerufen zu einer Blogparade über’s fremd sein.

Fremd war ich immer. Zunächst mal 10 Jahre Schülermobbing überlebt. Und dann immer wieder den Ort und den Job gewechselt. Von Köln nach Hamburg, von Hamburg nach Schwerin, von Schwerin nach Hamburg, von Hamburg nach Saarbrücken, von Saarbrücken nach Hamburg, von Hamburg nach Holnis von Holnis nach Hamburg, von Hamburg nach Köln. (näheres hier) Immer wieder neu anfangen, neue Leute, neue Umgebung, erstmal fremd sein.

Wenn ich allein gereist bin, wurde ich oft gefragt: “Ist das nicht ein bisschen einsam?” Nö, wieso? Ich treffe doch überall Leute. Einsam und fremd habe ich schon mal bei Gruppenreisen gefühlt. Wenn da plötzlich so ein Gruppendynamik-Ding abging, mit dem ich so gaar nichts anfangen konnte und das mich auch noch daran hinderte, Land und Leute zu erfahren.
Oder hier auf den Dorffesten, wenn ich eigentlich Leute kennen müsste, aber niemanden erkenne. Und auch nichts mehr gemeinsam habe, mit denen, die aus ihrem Kaff nie rausgekommen sind.

Mittlerweile gebe ich mich nicht mehr mit Leuten ab, die mich partout anders haben wollen, als ich bin.
Mit Aikido und Bookcrossing wurden die Ortswechsel leichter. Nun habe ich immerhin etwas, wo ich erstmal landen kann, fast überall auf der Welt, wenn ich irgendwo fremd bin. Und ich mache es Fremden leicht. Beim Aikido bin ich die erste, die auf die Anfänger zugeht. Wenn alle miteinander schwatzen und jemand steht (noch) daneben, dann frage ich erstmal: Wer bist Du? Wie heißt Du?

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