Es war einmal.


Neulich beim Aikido: Aus der Kindergruppe sind ein paar nette Teenies  zu den Erwachsenen ausgewandert. Neulich ging es um Kote-Gaeshi (Handgelenks-Beuge-Wurf). Bei diesem Wurf wird der Angreifer übers Handgelenk gekippt, wird dann in die Bauchlage gedreht und am Boden fixiert. Ich übte also mit einem der Jungmänner. Gekippt war ich schon und lag auf dem Rücken. Und sollte gedreht werden:

Bibo: „So, und jetzt steckst Du die freie Hand in meine Ellenbeuge und dann stellst Du Dir vor, Du schraubst mit einer Knarre an Deinem Mofa…“

Ich guckte in zwei große, staunende Kinderaugen.

Bibo: „Äh … gibt es eigentlich noch Mofas??“

M. „Ich habe in der Schule mal was darüber gelesen…“

Bibo: „Ok, stell dir vor, du schraubst mit der Knarre an Deinem Fahrrad oder Regal.“

Stimmt. Es gibt keine Mofas, Mopeds, Mokicks oder Kleinkrafträder mehr. Nur noch Elektro Scooter und selbst die gehören meistens dem Pizza-Bringdienst. Als ich ungefähr in dem Alter war, hatte jeder irgend so einen knatternden, aber fahrbaren Untersatz. Ein Stück große Freiheit, das von den Eltern unabhängig machte. Wir haben uns sogar getraut mit den Dingern nach Brühl zum Phantasialand zu fahren. Natürlich gingen auf dem Rückweg zwei von den Dingern kaputt, aber trotzdem. Wir waren nicht so auf die Mama-Taxis angewiesen und mangels Smartphone auch nicht ständig erreichbar und kontrollierbar. War gut so!

Advertisements