Was hat es in seinen Taschen?


Ich bin heute zum Amtsgericht gepilgert, Erbschein beantragen.
Weil ich im Hinterkopf hatte, das läge am Apellhofplatz und daneben die Scheideanstalt, hatte ich ein Kästchen alte Silbermünzen eingesteckt. (Ich wollte schon immer mal ein Hakenkreuz oder zwei einschmelzen)
1. Das Amtsgericht ist am Reichenspergerplatz.
2. Am Eingang wird man jetzt gefilzt, wie am Flughafen.
Tasche, Brille, Schlüsse, Portemonee in die Schleuse, mich selbst mit meinen vielen Reißverschlüssen auch. Der Reißverschluss piept.
„Was haben sie denn für Kleingeld in ihrer Tasche?“
„Nazi-Silber.“
Der Wachmann wäre beinahe geplatzt!
„Was? Das muss ich mir ansehen, machen sie mal auf.“
„Ja gucken sie mal: Silbermünzen mit Hakenkreuz.“
„Das kann man doch heutzutage nicht mehr so sagen!“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Köln.

Ein Kommentar zu “Was hat es in seinen Taschen?

  1. Marc Michalsky sagt:

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. 😉

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