Veganismus – zu Ende gedacht


Was wäre, wenn auf einmal alle Menschen Veganer wären? Für manchen der Weg zum Heil und die Lösung aller Probleme auf der Welt. Von Massentierhaltung über Hungersnot bis Klimaerwärmung. Aber stimmt das wirklich?

Es würde sich einiges ändern. Veganer essen ja nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier und Milchprodukte, keinen Honig, außerdem nutzen die meisten auch keine anderen tierischen Produkte wie Leder, Wolle, Horn…

Denken wir das mal zu Ende. Angenommen, die Veganisten haben die Weltherrschaft errungen.

Die Massentierhaltung wird abgeschafft. Das ist die gute Nachricht. Daraufhin sterben Hochleistungszuchttiere aus. Auch nicht verkehrt.

Zoos werden abgeschafft, die Tiere aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm sterben aus.

Leider unterscheiden Veganer nicht zwischen Massentierhaltung und Weidewirtschaft.

Viele Ökosysteme, die auf Weidewirtschaft basieren, verschwinden.
In Deutschland von den Almen in den Alpen, bis hin zu den Weiden in Schleswig-Holstein. Sie alle haben gemeinsam, dass dort entweder die Böden nicht für Nutzpflanzen geeignet sind oder sie liegen zu hoch und die Vegetationsperiode ist zu kurz.

Die Almen  verbuschen, anschließend (unterhalb der Baumgrenze) wächst Wald. Die Weiden in Schleswig-Holstein werden – Montsanto sei Dank – irgendwie beackert.

Daraufhin sterben alle Tiere und Pflanzen aus, die auf offene Weidewirtschaft angewiesen sind. Kann man in S-H jetzt schon ganz gut beobachten, dort wo Viehweiden durch Raps und Mais Monokulturen ersetzt wurden.

Honigbienen siedeln sich zunächst in hohlen Bäumen an, aber es gibt nicht mehr so viele hohle Bäume bei uns. Außerdem ist niemand da, der ihnen gegen die Varroa-Milben hilft.

Daraufhin werden Blütenpflanzen in den Monokulturen nicht mehr bestäubt. Es gibt zum Beispiel kein Obst mehr und keinen Raps. Und natürlich auch keine Tiere, die den Menschen das Obst klauen, wie Stare. Lediglich Obstbäume in Streuobstwiesen können noch von Wildbienen bestäubt werden. Aber auch Wildbienen werden weniger, weil immer weniger Flächen von Weidetieren offen gehalten werden.

Dann brechen die Deiche. Weil keine Schafe mehr auf den Deichen grasen und sie festtreten. Schleswig-Holstein, Teile von Niedersachsen, Hamburg und Bremen saufen ab. Die Niederlande sowieso. Und das schneller, als jede Klimaerwärmung das bewerkstelligen könnte.

Mittlerweile sind auch ein paar Völker ausgestorben. Inuit und Samen, (zu nördlich), alle Völker des Himalaya (zu hoch), Massai (Der Boden ist nur für Weidewirtschaft geeignet). Wüsten, Hochgebirge, Steppen und polare Zonen sind menschenleer

Am Ende sehe ich riesige Felder vor mir, von Maschinen beackert, mit Kunstdünger gedüngt, mit Gift gegen die letzten Insekten verteidigt – Menschen gibt es nur noch in Klimazonen, die reiche Ernte versprechen.

Die gute Nachricht: Die Menschheit hat sich halbiert, auch, weil die Phytoöstrogene aus der Sojabohne die männliche Fruchtbarkeit senken. Die Natur kann sich erholen,

Meine unmaßgebliche Meinung: Massentierhaltung, nein, danke. Wiedervereinigung von Ackerbau und Viehzucht, ja bitte. Nur statistische zwei Kinder pro Paar reichen völlig aus.

Unklar ist, ob die vegan ernährten, carnivoren Haustiere der Veganer überleben oder nicht.

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38 Kommentare zu “Veganismus – zu Ende gedacht

  1. Ja – nee – eben nicht zu Ende gedacht.

    Die Veganer, die ich kenne, haben sich für diese Art zu leben entschieden, weil sie es zum Beispiel nicht mehr aushielten, Tiere leiden zu sehen. Weil sie die Umweltbelastungen, die durch (Massen-) Tierhaltung entstehen, nicht mehr mit verantworten wollen. Niemals war eines der Ziele „die Weltherrschaft“ an sich zu reißen.

    Natürlich kann auch weiterhin auf Deichen Schafhaltung betrieben werden. Dort können widerstandsfähige Schafrassen leben, die weder wegen ihres Fleisches noch wegen ihrer Wolle oder Milch gehalten werden.

    Auch Bienenhalter kann es weiter geben. Nur, dass eben nicht der komplette Honigvorrat „geerntet“ und durch Zuckerwasser ersetzt wird. Durch diesen Austausch werden die Bienenvölker geschwächt und die Varroamilbe muss durch andere Manipulationen in Schach gehalten werden. Das bei der industriellen Honigproduktion Bienenvölker getötet werden, wenn die Bestäubungsleistung erbracht und die Waben gefüllt sind, sei hier nur am Rande erwähnt.

    Die Erhaltungszuchten der Zoologischen Gärten wären nicht notwendig, wenn die betroffenen Arten nicht anderswo aus meist profitorientierten Gründen verdrängt würden.

    Und so weiter und so fort.

    Nachdenkliche Grüße aus dem Garten

    • Bibo59 sagt:

      Was die Massentierhaltung angeht, gehe ich sogar völlig konform mit ihnen. Es gibt auch sehr unterschiedliche Ausprägungen von vegan. Was mir manche Veganer schon alles um die Ohren gehauen haben, geht auf keine Kuhhaut.* Daher der ironische Ausdruck Veganisten und Weltherrschaft.

      Schafe, auch die widerstandsfähigsten, müssen nun mal geschoren werden, sonst werden sie von Motten zerfressen. Warum sollte man da die Wolle wegwerfen? Sie brauchen Klauenpflege, Tierarzt usw… Niemand bezahlt einen Schäfer für die Deichpflege oder den Landschaftsschutz. Der muss schon sein Geld mit der Wolle erwirtschaften.
      Was die Bienenhaltung angeht, so wird ein verantwortungsvoller Imker niemals den ganzen Honig entnehmen. sondern nur den Überschuss abschöpfen. Falls es Dich interessiert, wie das wirklich ist mit den Bienen, schau mal in Fjonkas Blog. Da frage ich mich immer, wer da wen ausbeutet.

      • Warum sollte ein Schäfer nicht von denjenigen bezahlt werden, die einen Vorteil aus dem Vorhandensein der Deiche ziehen? Solche Diskussionen führen eh zu nix, solange sie auf der Grundlage von menschen- und tierfeindlichen Verwertungslogik geführt wird.

      • Bibo59 sagt:

        Warum sollten Bienenvölker nach der Bestäubungsleistung und Honigernte getötet werden?Dann hätten die Imker ja im nächsten Jahr keine Bienen. Es gibt jetzt schon zu wenige Bienen. Wenn man weiß, wie aufwändig das ist, Honigbienen durch den Winter und Schlechtwetterphasen zu bringen, wenn man weiß, das Imker sofort losrennen um einen Schwarm einzufangen, dann kann man bei so einer Aussage nur den Kopf schütteln. Ja, die Schäfer sollten auch von der Deichwirtschaft und dem Landschaftsschutz (also aus Steuergeldern) bezahlt werden, denn Wolle ist kaum noch zu vermarkten, seit es die schnieken Fleece-Pullover gibt, die sich dann als Mikroplastik in den Weltmeeren verbreiten. Aber erwähne mal in einem Forum über plastikfreies Leben Wolle oder Loden als Alternative zu Fleece und Gore-Tex. Da wirst Du von den anwesenden Veganisten in der Luft zerrissen.

        >

      • In den USA ziehen die Imker mit riesigen Trucks voller Beuten von Süden nach Norden der Blütezeit hinterher. Nach Schluss der Saison ist es zu teuer, die Völker wieder in den Süden zurückzuführen oder zu überwintern. Da kommt es gerade gut, wenn durch Varroamilbenbefall oder andere Krankheiten eine Begründung zur Hand ist, mit der die Bienenvölker vergast werden können.
        Mikroplastik ist ein Problem, das haben auch die meisten Veganer längst erkannt. Mir fällt kein Argument ein, warum ich nicht weitestgehend Zero-Wast praktizieren kann und trotzdem zugunsten von Leinen und Baumwolle auf

      • Fjonka sagt:

        Dochdoch, inzwischen leben viele der noch ziehenden Schäfer sogar hauptsächlich vom Landschaftsschutz! Weil sie von Woll- und Fleischvermarktung nicht mehr leben können, Landschaftsschutz wird besser bezahlt! (Zumindest hier in D)

      • Bibo59 sagt:

        Das ist schön, dass sie endlich für den Landschaftsschutz bezahlt werden. Meine letzte Information war eine andere.

      • Fjonka sagt:

        Ich finde das auch richtig gut 🙂

    • Fjonka sagt:

      Den kompletten Honigvorrat ersetzt eigentlich kein Imker. Immer nur den aus den Honigräumen, Es gibt allerdings keinen Zusammenhang (zumindest hab ich noch nie davon gelesen, und ich lese VIEL über Bienen) zwischen Honigentnahme und Varroen. Die sind aus Asien eingeschleppt, und die Bienen sind evolutionär hilflos, sozusagen.
      Allerdings stimmt auch nicht, daß ohne Honigbienen nur noch ein paar Obstbäume auf Streuwiesen überleben würden, Wildbienen können ganz schön was 😉

      • Fjonka sagt:

        Achja, und was die USA und ihre Monster-Bienentrucks angeht: das ist Massentierhaltung und auch wirklich Tierquälerei, auch ohne vergasen der Völker (davon hab ich noch nix gehört).
        Daß Massentierhaltung, egal welcher Tiere, von Übel ist, darüber herrscht hier, glaube ic, Konsens. In D gibt es diese Art Bienenhaltung zum Glück nicht (ich meine sogar, sagen zu können, in EUROPA), und hier wüsste ich keinen Imker, der Bienenvölker tötet.

      • Bibo59 sagt:

        Wenn es denn für die Wildbienen genug geeignete Unterkünfte und Futter gibt. Und ich bin mir nicht sicher, ob das in großen Obstbaumplantagen so der Fall ist. Die Obstbaumblüte dauert ja nicht so lange. Die Honigbienen werden hingebracht und wieder weg. Aber was machen die Wildbienen, wenn die Obstbäume nicht blühen?
        Zu den Honigbienen habe ich noch einen schönen Link gefunden. http://www.bioimkerhonig.de/bienenhonig/ist-honig-vegan.php

      • Fjonka sagt:

        .. vielleicht säen dann die Plantagenbauern unter ihren Obstbäumchen Blühmischungen an!?

      • Bibo59 sagt:

        Tun sie das? Mir ist im alten Land nie aufgefallen, dass da was blüht außer Kirschen und Äpfeln. Aber ich habe auch nicht darauf geachtet und war länger nicht dort.

      • Fjonka sagt:

        Tun sie nicht. Ich meine ja, DANN. *g* Wenn alle vegan leben und die Obstbauern merken, daß die Bestäuber zu kurz kommen.

      • Bibo59 sagt:

        Achso, ja DANN! Ich hatte das so in Erinnerung, dass zwischen den Baumreihen ein Trecker fahren können muss. Aber dann könnte es zu spät sein.

      • Fjonka sagt:

        Hihi, der Link ist klasse, hab ich mir gleich mal abgespeichert 🙂

  2. Wolle und Co. verzichten kann.

    • Bibo59 sagt:

      Geh mal mit nem Baumwollpulli bei Schietwetter raus. Baumwolle saugt sich voll Wasser und Schweiß, Loden ist wasserdicht, Wolle gibt auch Feuchtigkeit von der Haut nach außen ab. Das auch noch ohne miefig zu werden. Wolle und Seide haben genau die Eigenschaften, die die Hightec-Klamotten zu kopieren versuchen, abgesehen davon, dass Wolle viel schwerer ist als Fleece.

  3. Bibo59 sagt:

    „In den USA ziehen die Imker mit riesigen Trucks voller Beuten von Süden nach Norden der Blütezeit hinterher. Nach Schluss der Saison ist es zu teuer, die Völker wieder in den Süden zurückzuführen oder zu überwintern.“

    Und wo kommen dann im nächsten Jahr die Bienen her? Aber ja, deswegen soll man ja keinen Honig aus dem Ausland hier offen rumstehen lassen, weil sich unsere Bienen auf die Art mit allem möglichen Dreck infizieren.

  4. Cordula sagt:

    Gleich alle Kommentare seit gestern gelöscht.
    Du scheinst ja wirklich sachlich mit gegensätzlichen Meinungen umgehen zu können :).

    • Bibo59 sagt:

      Doch, kann ich, siehe die andere Diskussion. Solange es sachlich bleibt. Wenn aber jemand meine begründeten Hinweise auf die Machenschaften der amerikanischen Sojaindustrie, mit Verschwörungstheorie und Hinweis auf die die Illuminaten beantwortet, ist das für mich keine sachliche Diskussion mehr. Deswegen habe ich das alles gelöscht.
      https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-US-Sojaproduzenten-bezweifeln-Studie-ueber-Spermaschwund-107782.html Ist klar, dass die Sojaproduzenten diese Studie bezweifeln und mit dem alten Märchen von Soja futternden Asiaten beantworten. In einigen asiatischen Kulturen wird Soja in fermentierter Form als Sojasoße und in geringen Mengen gegessen. Hier wird aber unfermentiertes Soja (Tofu, Sojamilch, Sojakäse, Sojawürstchen, Sojaschnitzel…) vermarktet. Die darin erhaltenen Phytoöstrogene sind Tatsachen, die lassen sich nicht wegdiskutieren.

  5. Cordula sagt:

    Jetzt willst du also doch weiter diskutieren :).
    Ja, wenn du glaubst es ginge in Sachen Sojaproduktion vorrangig um die Gewinnung von Sojaöl, dann ist das das Verdrehen von Sachverhalten. Und ja, dann bezeichne ich das auch als Verschwörungstheorie.
    Zudem ist die Studienlage in Sachen Negativauswirkungen nicht so eindeutig wie du es versuchst darzustellen.
    Was sagst du denn dazu dass verarbeitetes Fleisch nachweislich ein Karzinogen gleichwertig wie Nikotin ist? Ist da der gesundheitliche Aspekt für dich ein anderer als in Sachen Soja?

    • Bibo59 sagt:

      Nee, mit Dir will ich nicht wirklich weiter diskutieren. Mir Verdrehung von Sachverhalten und Verschwörungstheorie vorzuwerfen, wenn dir etwas nicht passt, ist alles andere als sachlich.
      Tatsächlich geht es zunächst mal um Ölgewinnung. Oder glaubst Du, im Ernst, da geht jemand hin und sagt: Wir bauen Viehfutter an und machen uns vor dem Füttern aber noch die Mühe es industriell auszupressen?
      Hier noch eine Quelle, die Dir vielleicht genehmer ist als Pollmer.
      http://www.urgeschmack.de/problem-soja/
      Unter „verarbeitetes Fleisch“ ist hierbei in erster Linie gepökeltes Fleisch zu verstehen. Pökeln und räuchern ist eine sehr alte Methode, Fleisch und Wurst haltbar zu machen. Es ist also mehr das Nitritpökelsalz, als das Fleisch selbst, das angeblich Krebs erregend ist. Man muss ja keine gepökelte Wurst essen, wenn man da Bedenken hat.
      Das Blöde ist nur: Seit der erste Mensch versehentlich ein Stück Fleisch ins Feuer hat fallen lassen und festgestellt hat, dass es besser schmeckt und besser verdaulich ist als roh, essen Menschen „verarbeitetes“ Fleisch, ohne, dass das langfristig schädlich gewesen wäre. Produkte aus unfermentiertem Soja aber erst, seit vor etwa 10 Jahren die massive Vermarktung derselben begonnen hat. Man kann die Langzeitschäden durch den erhöhten Sojakonsum also noch gar nicht beurteilen. Wenn ein erwachsener Mensch meint, er müsse das Zeug in größeren Mengen verkonsumieren, ist das seine Sache. Fragwürdig wird das Ganze, wenn kleine Kinder mit Soja ernährt werden und die volle Hormondosis abbekommen, bevor sie noch ihre Geschlechtsorgane ausbilden können.

      • Bibo59 sagt:

        Ein Problem ist auch: wenn man versucht da irgendetwas im Internet zu recherchieren, wird man zu 99% auf Seiten geleitet die entweder Sojaprodukte zum Kauf anbieten, für Vegetarier und Veganer gemacht sind, von Sojaproduzenten gemacht sind. Unabhängige Studien sind nur schwer zu finden, weil sie in der Masse einfach untergehen.

      • Cordula sagt:

        Kannst du auch unabhängige Quellen benennen? Fehlt nur noch Lierre Keith in deiner Sammlung.

        Kochen mit verarbeitetem Fleisch gleichzusetzen ist ein ziemlich gutes Beispiel für das was ich meine.
        Rotes Fleisch steht zum Beispiel im Verdacht Krebs zu erregen. Und das ganz ohne Verarbeitungsprozesse.
        Doch es ist so wie ich es mir gedacht habe. Wenn ein Udo Pollmer irgendwelche Tierstudien aufzählt ist das natürlich glaubhafter als das was die WHO sagt. Nicht wahr?

        Wenn du glauben möchtest, dass kein Zusammenhang zwischen Fleischnachfrage und Sojaimport besteht, kannst du das gerne.
        Mal eine Frage am Rande: Wie stehst du zum indirekten Konsum von genmanipuliertem Soja? Hast du da wenn man Fleisch isst keine gesundheitlichen Bedenken?

        Davon abgesehen sprichst du von Weidehaltung. Bist du denn so konsequent wie Urgeschmack und konsumierst Weidefleisch?
        Man kann über vieles reden. Auch über Alternativen. Nut wenn man Veganer schon gerne mal kritisiert, die wenigstens in ihrem Handeln Konsequenz zeigen, sollte man dasselbe tun. Sonst hat es vielmehr den Anschein, dass es in solchen Diskussionen nur darum geht sein eigenes Handeln zu rechtfertigen.

      • Bibo59 sagt:

        Ich verstehe gerade nicht, warum bei Deinen Beiträgen so oft der Antwort- Button fehlt. Bei wem genau steht rotes Fleisch in Verdacht Krebs zu erregen? Soja steht auch in Verdacht, Krebs zu erregen. so what? Einen Verdacht kann man untersuchen und etnweder verifizieren oder nicht.
        Unter unabhängige Quellen verstehe ich Quellen, die nicht in direkter Verbindung zur Sojaindustrie stehen.
        Einige davon habe ich Dir genannt. Pollmer selbst nennt auch seine Quellen. Wenn du meine unabhängigen Quellen nicht anerkennen willst, ist jede Diskussion mit Dir zwecklos. Laut einer Studie der Harvard School of Public Health haben die Männer, die am meisten Soja essen, 41 Millionen Spermien pro Milliliter weniger als diejenigen Männer, die kein Soja essen. außerdem: http://www.deutschlandfunk.de/soja-wie-gesund-ist-die-huelsenfrucht-wirklich.697.de.html?dram:article_id=73188
        Ich finde Soja wegen der fragwürdigen Inhaltsstoffe, sowohl als Futter für Tiere, als auch für Menschen bedenklich.
        Fakt ist: Die Menschen werden immer älter. Damit steigt das Krebsrisiko per se. Da wird dann etwas, das seit Jahrtausenden verkonsumiert wurde, als krebserregend deklariert, und statt dessen soll man etwas zu sich nehmen, was erst seit ein paar Jahren auf den Markt geschossen wurde. Merkste selbst, ne?
        Ich kaufe zum Beispiel im Supermarkt kein Schwein, esse aber Würstchen vom Angler-Sattler Schwein aus Weidehaltung.

      • Cordula sagt:

        Was konsumierst du nun? Weidefleisch? Bist du konsequent oder redest du nur?

      • Bibo59 sagt:

        Siehe oben >

      • Bibo59 sagt:

        Übrigens: Auf Deinem Blog steht:
        „Wenn es heißt Cholesterin sei unbedenklich, so sollte man lieber zwei Mal, gerne auch drei oder vier Mal nachlesen.“ Ersetze Cholesterin durch Soja:
        Wenn es heißt Soja sei unbedenklich, so sollte man lieber zwei Mal, gerne auch drei oder vier Mal nachlesen.

  6. Cordula sagt:

    Schön, dass du auf meinem Blog vorbei geschaut hast. Kannst gerne noch mehr lesen, da steht alles was ich denke, ohne, dass ich es in einer Diskussion weiter ausführen muss ;).

    Man muss hier zwischen Cholesterin und Soja differenzieren.
    Cholesterin gilt seit Jahrzehnten schon als Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Arteriosklerose. Deswegen empfiehlt auch nach wie vor keine Ernährungsgesellschaft Ernährungsweisen wie beispielsweise Lowcarb oder Keto als Dauerernährung, sondern rät dazu den Cholesteringehalt über die Ernährung so niedrig wie möglich zu halten. Laut USDA dürfen z.B. Eier wegen ihres Cholesteringehaltes auch nicht als gesund bezeichnet werden.
    Für den Konsum von Soja gelten solche Umstände nicht.

    Soja in Form von Tofu (sogenannter momentōfu 木綿豆腐) wird beispielsweise in Japan gerne auch mal roh gegessen. Das Produktionsverfahren für japanischen Tofu ist derselbe wie für den Tofu, den du hier in deutschen Supermärkten findest. Ein Beispiel aus der japanischen Küche wäre auch Edamame. Hierbei werden Sojabohnen lediglich ein paar Minuten in Wasser gekocht und anschließend mit Meersalz bestreut. Ebenfalls ein typisch japanisches Gericht und nichts für schwache Nerven, wäre Nattō (なっとう). Hierbei werden die Bohnen fermentiert, sodass ein fadenziehender Schleim entsteht. Ein typisch japanisches Frühstück sozusagen. usw. Es stimmt also nicht ganz, dass die Asiaten stets nur fermentierte Sojaprodukte essen würden, wie von dir behauptet.

    Wenn man sich die Studienlage zu Soja genauer ansieht, so gibt es hierbei nach wie vor keine genauen Belege, die untermauern, dass Soja gesundheitsschädlich sei. Vielmehr wird vieles negativ gehyped. Genauso wie bei Gluten.
    Vielmehr haben Studien nur dann negative Auswirkungen gezeigt, bei Probanten, die gerne mal 10 bis 14 Servings a 100g pro Tag verzehrt haben. Es spricht jedoch nach wie vor nichts gegen einen moderaten Konsum, wie ich schon sagte, von 2 bis 6 Servings a 100g pro Tag.
    Viele der angeblichen Negativfolgen gelten nach wie vor nicht als erwiesen. Insofern bleibe ich da lieber realistisch, statt mich einem Hype hin zu geben.

    „Fakt ist: Die Menschen werden immer älter. Damit steigt das Krebsrisiko per se. Da wird dann etwas, das seit Jahrtausenden verkonsumiert wurde, als krebserregend deklariert, und statt dessen soll man etwas zu sich nehmen, was erst seit ein paar Jahren auf den Markt geschossen wurde. Merkste selbst, ne?“

    Dass verarbeitetes Fleisch ein Karzinogen ist, ist eine erwiesene Tatsache. (Schau selbst nach) Schließlich handelt es sich hierbei auch um eine Metaanalyse von 800 Studien, welche zu dieser Erkenntnis führte.
    Aber dieser Sachverhalt redet ja das was man selbst für normal hält schlecht. Insofern reagiert man da gerne mit Abwehr nach dem Motto: Alles ist krebserregend. Dann darf man ja gar nichts mehr usw.
    Davon abgesehen ist die Erzeugung von Fleisch heutzutage nicht mehr mit der von früher gleichzusetzen. Da wäre u.a. der Einsatz von Antibiotika, dass Fleisch, um es länger haltbar zu machen mit Chemikalien behandelt wird usw. Oder dass heutige Nutztiere oftmals nur noch überzüchtet sind und mit ihren Vorfahren vor 100 Jahren nichts mehr gemein haben.
    Aber ist ja alles egal. Das redet ja den eigenen Fleischkonsum schlecht. Und wenn es darum geht, dann ignoriert man so manches gerne mal.

    Okay.
    Und wie hältst du es mit Milch und Eiern? Auch bei Biohaltung wird gerne mal Soja zugefüttert.
    Wie praktizierst du es, wenn du in ein Restaurant gehst oder bei Freunden eingeladen bist?
    Bist du durchgehend konsequent?

    • Bibo59 sagt:

      Bloß, dass die Sache mit dem Cholesterin schon lange wieder überholt ist. Der menschliche Körper produziert Cholesterin selbst, Vererbung spielt da wohl eher eine Rolle als Ernährung. Vergleiche: Die Cholesterin Lüge.
      Japaner essen Soja, aber längst nicht in den Mengen, wie uns hier weisgemacht wird. Und meistens eben fermentiert. Sie essen aber auch viel mehr Reis als wir und rohen Fisch. Auch unterscheiden sich Japaner und Europäer genetisch. Was die einen vertragen, vertragen die anderen noch lange nicht.
      „Wenn man sich die Studienlage zu Soja genauer ansieht, so gibt es hierbei nach wie vor keine genauen Belege, die untermauern, dass Soja gesundheitsschädlich sei.“ Oh doch. Ich habe dich jetzt schon mehrfach darauf hingewiesen. Kommt mir so vor, als wäre alles was Dir nicht in den Kram passt, ist negativ gehypt. Denn sei mal froh, wenn du keine Glutenunverträglichkeit hast. Ich sag denn noch mal klar und deutlich Soja wird positiv gehypt. Was dagegen spricht, kommt gar nicht erst zur Sprache. Dabei muss man sich wirklich auf den Arsch setzen und suchen um unter den ganzen Veganer und Sojaverkaufsseiten irgend etwas zu finden. Das geht einfach in der Masse unter. Aber manchmal findet man was. http://www.huffingtonpost.com/dr-mercola/soy-health_b_1822466.html https://www.scientificamerican.com/article/soybean-fertility-hormone-isoflavones-genistein/
      Milch trinke ich nicht, auch keine Soja“milch“ in Anlehnung an Pollmer: Warum sollte ich etwas imitieren wollen, das ich zum kotzen finde? Das war schon so, bevor ich mich über die Inhaltsstoffe von Soja informiert habe.
      Eier esse ich sehr selten, wenn dann Bio. Ich kaufe alle paar Wochen mal drei Eier auf dem Markt.
      Sojalecithin ist hauptsächlich in verarbeiteten Lebensmittel oder? Wenn ich die Zutatenliste nicht lesen kann, oder sie sehr lang ist, lasse ich die Finger davon.
      In den 80ern war die Ernährungsreligion Vollwertkost. Ich habe mich eine Zeit lang so ernährt, bis ich es nicht mehr vertragen habe. Seitdem esse ich ziemlich konsequent möglichst abwechslungsreich. Von Allem etwas, von nichts zu viel sehr wenig rohen Salat. Ansonsten: Cook it, peel it or leave it. Wenn ich eingeladen bin, oder unterwegs halte ich es so: Wenn Du zu den Römern gehst, mach es wie die Römer. Hat das jetzt alle Deine Ernährungsfragen befriedigt?

      • Cordula sagt:

        „Der menschliche Körper produziert Cholesterin selbst, Vererbung spielt da wohl eher eine Rolle als Ernährung.“

        Teils richtig, teils falsch. 
        Ja, der Körper produziert selbst Cholesterin. Und zwar in der Leber und auch im Darm in Form von Cholesterol. Deshalb ist die Aufnahme durch die Ernährung nicht wirklich nötig. 
        Nimmt man jedoch zu viel Cholesterin in Form gesättigter Fettsäuren zu sich, steigert dies nachweislich den Gesamt-Cholesterinspiegel. Und damit das LDL-Cholesterin. Desto mehr LDL Cholesterin, desto weniger produziert der Körper eigenes Cholesterin und damit auch weniger HDL-Cholesterin. 
        Zu viel Cholesterin über die Ernährung ist nach wie vor schlecht. Insofern hat sich der allgemeine Standpunkt zu Cholesterin nach wie vor nicht geändert. 

        „Was die einen vertragen, vertragen die anderen noch lange nicht.“
        Ja und Nein. In Sachen Soja vorwiegend dann, wenn man eine Soja- oder Histaminunverträglichkeit hat. Sonst ist ein genetischer Einfluss auf die Verträglichkeit von Soja nicht nachgewiesen. 

        Zu den von dir verlinkten Artikeln:

        Artikel Hufftingpost:
        „In 2008, the American Association of Pediatricians reviewed all current scientific studies of the effects of soy formula on infants. There is no conclusive evidence that it harms infant development, reproduction or endocrine function, stated the American Association of Pediatricians. (…)“The current scientific evidence isn’t enough to say that exposure to these compounds is toxic, but we also can’t say with certainty that there is no effect,” he said.“

        In diesen beiden Sätzen steht deutlich, dass keine absolute Schlussfolgerung auf etwaige Negativeffekte durch Sojakonsum getroffen werden kann. 
        Inwiefern untermauert so etwas dann deinen Standpunkt? 

        Artikel Prostatakrebs Tipps:
        „Bei Sojabohnen handelt sich überwiegend um gentechnisch veränderte Sojabohnen. Die Rohstoffe werden größtenteils aus den USA, Argentinien und Brasilien eingeführt, wo fast ausschließlich gentechnisch veränderte Sorten angebaut werden.“

        Schon allein das stimmt so nicht ganz. Es gibt Soja aus Argentinien, Brasilien und den USA. Dieses ist stets genmanipuliert und wird in Monokulturen mit Einsatz von Pestiziden angebaut. Und dann gibt es noch Soja aus Kanada, Südfrankreich, Italien, Österreich oder auch aus dem Süden Deutschlands, welches für die Produktion menschlicher Lebensmittel verwendet wird. Lediglich 2 Porzent des Gensojas wird zur Herstellung menschlicher Lebensmittel verwendet.  
        Man muss hier schon differenzieren. 

        Weißt du, es geht nicht darum, dass mir etwas nicht passt. Du bist auch nicht der erste, mit dem ich darüber diskutiere. Von daher habe ich mich schon mehr als ein Mal mit dem Thema beschäftigt. Und was mir dabei auffällt ist folgendes: 
        Bei den Studien rund um Soja handelt es sich oftmals um Tierstudien. Doch solche geben nicht maßgeblich Aufschluss über die Wirkung beim Menschen. Dann wird oftmals nur mit Isoflavonen experimentiert. Ein Stoff wird also extrahiert, schließt jedoch nicht mit ein, dass ein Nahrungsmittel aber aus mehr als nur einem Stoff besteht. (Isolierter Isoflavon-Konsum hingegen ist nachweislich gesundheitlich bedenklich)
        Oder genannte Studien machen deutlich, dass bei einem sehr großen Konsum von Sojaprodukten negative Auswirkungen auszumachen sind, jedoch nicht bei einem moderaten Konsum. Oder aber genannte Studien, wie auch in der von dir, sagen selbst, dass die Studienlage zu Negativauswirkungen zu dürftig ist um ein endgültiges Urteil zu fällen. 

        Bei verarbeitetem Fleisch sieht das allerdings anders aus. Da ist sich die Studienlage, durchgeführt am Menschen, einig, dass dieses ein Karzinogen ist. Genauer ein Karzinogen der Klassifikation 1, welches mit Nikotin und Asbest geichzusetzen ist. 
        (Hierzu kannst du auch auf meinem Blog nachsehen. Ist alles verlinkt ;))

        Insofern bleibe ich lieber realistisch und springe nicht auf den Negativhype auf. Wenn du gegenteiliger Meinung sein möchtest, gerne. Ist doch deine Sache. 
        Ich bleibe da lieber bei Aussagen wie dieser (Quelle Bundesinstitut für Risikobewertung):
        „die Aufnahme von Isoflavonen im Rahmen einer normalen Soja-Kost bei üblichen Verzehrsmengen nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand als unbedenklich angesehen werden kann.“
        Näheres dazu hier: http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen_und_antworten_zur_sicherheit_von_isoflavonhaltigen_nahrungsergaenzungsmitteln.pdf

        Wenn ich mich selbst als Beispiel nehme, so esse ich gerade mal 200 ml Sojamilch und einen Block Tofu pro Woche. Für gesundheitsschädlich halte ich das bisschen keineswegs. 

        Soja ist nur dann bedenklich, wenn man eine Unverträglichkeit, Probleme mit der Schilddrüse hat oder isolierte Isoflavon-Präparate zu sich nimmt. Das untermauert die derzeitige Studienlage. Mehr aber nicht. 

        „Sojalecithin ist hauptsächlich in verarbeiteten Lebensmittel oder?“
        Ja. 

        „Hat das jetzt alle Deine Ernährungsfragen befriedigt?“
        Nein. Du hast mir noch nicht geantwortet, wie du das im Restaurant oder bei Besuchen machst. 
        Wenn du gänzlich auf Soja, so auch indirekten Sojakonsum verzichten möchtest, dann darfst du auch kein Biofleisch essen. Betreffend Zufütterung von Kraftfutter. Du darfst dann auch keine Milchprodukte generell essen. Auch keinen Joghurt oder Käse welcher aus Biohaltung stammt. 
        Bist du da wirklich durchgehend konsequent? 

      • Bibo59 sagt:

        „Du hast mir noch nicht geantwortet, wie du das im Restaurant oder bei Besuchen machst.“ Doch habe ich: Wenn Du nach Rom gehst, mach es wie die Römer. Bin ich immer gut mit gefahren. Andersrum wäre es interessant. Was machst Du als Nahrungsspezialistin im Restaurant oder bei Einladungen?
        Nein, ich bin nicht durchgehend konsequent, sondern, wie ich bereits sagte, ich ernähre mich möglichst abwechslungsreich. Darin bin ich allerdings konsequent, denn wie sagte schon Paracelsus? Die Dosis macht das Gift.
        Aber mal ne andere Frage: Was bringt Dich eigentlich dazu, dich im Blog eines wildfremden Menschen einzuloggen, dich stundenlang über Ernährungsweisen zu echauffieren und keinerlei Argumente gelten zu lassen, die Deiner Auffassung widersprechen? Mein Artikel ist ein Gedankenexperiment, was passiert, wenn tatsächlich es keine Nutztiere mehr gibt? Da ich hauptsächlich für Freunde blogge, die wissen, wie ich ticke, wundert mich Dein Verhalten doch sehr.
        https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2005/11_2005/EU11_436_439.pdf

      • Cordula sagt:

        Der Link von dir ist ziemlich geschmacklos. Wenn du damit darauf anspielen willst, nur weil man sich mit Ernährung beschäftigt (zudem hast DU das Thema Soja zur Diskussion gestellt) bedeute das man leide unter einer Essstörung, ist das einfach nur das Allerletzte. Vor allem dann, wenn man mal unter Anorexia nervosa litt. Aber wie ich Leute wie dich wohl einzuschätzen habe, wirst du diese Geschmacklosigkeit nicht löschen oder dich dafür entschuldigen.

        Ekelhaft!

      • Bibo59 sagt:

        Also war mein Verdacht nicht unberechtigt. Ist ja nicht ungewöhnlich, das Kontrollverhalten beizubehalten. Und nein, der verdacht entstand nicht „nur“ weil Du Dich mit Ernährung beschäftigst. Andere Leute tun das auch und da habe ich diesen Verdacht nicht.

  7. Cordula sagt:

    Zu deinem Link betreffend die Soja-Lüge und meinem „Bruder im Geiste“:
    Nur weil jemand auch Veganer ist, heißt das nicht, dass man allem was diese sagen zustimmen muss. Auf diesem Blog wird auch zu Rohkost geraten sowie beispielsweise dazu seine Kinder nicht impfen zu lassen.
    Rohkost finde ich interessant, halte es aber nicht für eine Ernährungsweise, die den menschlichen Nährstoffbedarf komplett decken kann. Zumal kochen zur natürlichen menschlichen Ernährungsweise gehört und nicht der Verzehr roher Lebensmittel. So auch zum Beispiel nicht der Verzehr rohen Fleisches.
    Einiges auf dieser Seite wird ernährungstechnisch als das Heilmittel schlechthin hingestellt. So auch gleichnamig wieder im anderen Extrem verteufelt.

    Das ist ähnlich wie mit dem Hype um Gluten. Da gibt es einige Leute, die der totalen Überzeugung sind, dass das das schlechteste ist was man essen kann. Ich halte weder etwas vom Anti-Soja- noch vom Anti-Gluten-Hype.

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