Plünderer

Alle Vögel sitzen auf der Strippe und motzen. Das dicke Hörnchen hat sich in das kleine Futterhäuschen gezwängt und frisst es leer.
Hörnchen

Leider gab es kein besseres Foto. Die Nikonbatterie ist leer und das Handy packt die Spiegelung und den Pollen auf der Scheibe nicht weg.

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Ein unbekannter Gast

Als ich Sonntag nach Hause kam, wurde ich erwartet:
20180415_163300
Zuerst hielt ich ihn für einen Bockkäfer, es könnte aber auch eine Wanze sein. Er zirpt ziemlich laut.
Kennt ihn jemand?
edit: nach Auskunft der Experten von Naturgucker.de ist es eine amerikanische Zapfenwanze.

 

Platz ist in der kleinsten Ritze

20180406_134350Tag des Löwenzahns war gestern. Im Garten blüht er noch nicht. Wohl aber an einer Hauswand im Dorf. Sogar eine Feuerwanze ist zu Besuch.

20180406_133925Eine andere Ritze hat sich das Hornveilchen ausgesucht.

Des Rätsels Lösung

Nichts ahnend betrete ich das Treppenhaus.

DSC_4869

Oha! Für mich?

Ich habe nichts bestellt!
Größe, Form und Gewicht sprechen auch gegen eine Büchersendung.

DSC_4870

Ohauaha!

Die Herkunft des Sacks ist mir unerklärlich.
Aber dann:

tier

Achsooo!

Stimmt! Da war mal was mit einem Löffelhund, den ich innerhalb von Sekunden, nachdem das Rätsel hier eintraf, aus einem Meer von Gras heraus identifiziert habe.

Sicher hat dazu beigetragen, dass ich mich an den dunklen Tagen gerne mit den Fotofallen von Zooniverse befasse. Wo es auch darum geht, mehr oder weniger sichtbare Tiere zu finden und zu identifizieren.

Bildschirmfoto 2018-02-15 um 14.12.08

Ok, das war einfach.

Alle mal mitmachen.

Die Fjonka hatte einige Blogs verlinkt, die ihr gut gefallen. Beim Durchklicken kommt man da leicht vom Hölzchen auf’s Stöckchen. und so stieß ich irgendwie auf Die Seite Grundidee Naturgarten, die wiederum auf eine Umfrage der EU zum Insektensterben verweist.
Hier kann man endlich mal der EU die Meinung geigen!

Veganismus – zu Ende gedacht

Was wäre, wenn auf einmal alle Menschen Veganer wären? Für manchen der Weg zum Heil und die Lösung aller Probleme auf der Welt. Von Massentierhaltung über Hungersnot bis Klimaerwärmung. Aber stimmt das wirklich?

Es würde sich einiges ändern. Veganer essen ja nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier und Milchprodukte, keinen Honig, außerdem nutzen die meisten auch keine anderen tierischen Produkte wie Leder, Wolle, Horn…

Denken wir das mal zu Ende. Angenommen, die Veganisten haben die Weltherrschaft errungen.

Die Massentierhaltung wird abgeschafft. Das ist die gute Nachricht. Daraufhin sterben Hochleistungszuchttiere aus. Auch nicht verkehrt.

Zoos werden abgeschafft, die Tiere aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm sterben aus.

Leider unterscheiden Veganer nicht zwischen Massentierhaltung und Weidewirtschaft.

Viele Ökosysteme, die auf Weidewirtschaft basieren, verschwinden.
In Deutschland von den Almen in den Alpen, bis hin zu den Weiden in Schleswig-Holstein. Sie alle haben gemeinsam, dass dort entweder die Böden nicht für Nutzpflanzen geeignet sind oder sie liegen zu hoch und die Vegetationsperiode ist zu kurz.

Die Almen verbuschen, anschließend (unterhalb der Baumgrenze) wächst Wald. Die Weiden in Schleswig-Holstein werden – Montsanto sei Dank – irgendwie beackert, mit gentechnisch verändertem Mais unter hohem Aufwand an Pestiziden. Wildpflanzen sterben aus, Insekten sterben aus.

Daraufhin sterben alle Tiere und Pflanzen aus, die auf offene Weidewirtschaft angewiesen sind. Kann man in S-H jetzt schon ganz gut beobachten, dort wo Viehweiden durch Raps und Mais Monokulturen ersetzt wurden.

Honigbienen siedeln sich zunächst in hohlen Bäumen an, aber es gibt nicht mehr so viele hohle Bäume bei uns. Außerdem ist niemand da, der ihnen gegen die Varroa-Milben hilft.

Daraufhin werden Blütenpflanzen in den Monokulturen nicht mehr bestäubt. Es gibt zum Beispiel kein Obst mehr und keinen Raps. Und natürlich auch keine Tiere, die den Menschen das Obst klauen, wie Stare. Lediglich Obstbäume in Streuobstwiesen können noch von Wildbienen bestäubt werden. Aber auch Wildbienen werden weniger, weil immer weniger Flächen von Weidetieren offen gehalten werden.

Dann brechen die Deiche. Weil keine Schafe mehr auf den Deichen grasen und sie festtreten. Schleswig-Holstein, Teile von Niedersachsen, Hamburg und Bremen saufen ab. Die Niederlande sowieso. Und das schneller, als jede Klimaerwärmung das bewerkstelligen könnte.

Mittlerweile sind auch ein paar Völker ausgestorben. Inuit und Samen, (zu nördlich), alle Völker des Himalaya (zu hoch), Massai (Der Boden ist nur für Weidewirtschaft geeignet). Wüsten, Hochgebirge, Steppen und polare Zonen sind menschenleer

Am Ende sehe ich riesige Felder vor mir, von Maschinen beackert, mit Kunstdünger gedüngt, mit Gift gegen die letzten Insekten verteidigt – Menschen gibt es nur noch in Klimazonen, die reiche Ernte versprechen. Obstbäume müssen, wie jetzt schon in Teilen Asiens, von Hand bestäubt werden.

Die gute Nachricht: Die Menschheit hat sich halbiert, auch, weil die Phytoöstrogene aus der Sojabohne die männliche Fruchtbarkeit senken. Die Natur kann sich erholen,

Meine unmaßgebliche Meinung: Massentierhaltung, nein, danke. Wiedervereinigung von Ackerbau und Viehzucht, ja bitte. Nur statistische zwei Kinder pro Paar reichen völlig aus.

Unklar ist, ob die vegan ernährten, carnivoren Haustiere der Veganer überleben oder nicht.