Des Rätsels Lösung

Nichts ahnend betrete ich das Treppenhaus.

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Oha! Für mich?

Ich habe nichts bestellt!
Größe, Form und Gewicht sprechen auch gegen eine Büchersendung.

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Ohauaha!

Die Herkunft des Sacks ist mir unerklärlich.
Aber dann:

tier

Achsooo!

Stimmt! Da war mal was mit einem Löffelhund, den ich innerhalb von Sekunden, nachdem das Rätsel hier eintraf, aus einem Meer von Gras heraus identifiziert habe.

Sicher hat dazu beigetragen, dass ich mich an den dunklen Tagen gerne mit den Fotofallen von Zooniverse befasse. Wo es auch darum geht, mehr oder weniger sichtbare Tiere zu finden und zu identifizieren.

Bildschirmfoto 2018-02-15 um 14.12.08

Ok, das war einfach.

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Alle mal mitmachen.

Die Fjonka hatte einige Blogs verlinkt, die ihr gut gefallen. Beim Durchklicken kommt man da leicht vom Hölzchen auf’s Stöckchen. und so stieß ich irgendwie auf Die Seite Grundidee Naturgarten, die wiederum auf eine Umfrage der EU zum Insektensterben verweist.
Hier kann man endlich mal der EU die Meinung geigen!

Veganismus – zu Ende gedacht

Was wäre, wenn auf einmal alle Menschen Veganer wären? Für manchen der Weg zum Heil und die Lösung aller Probleme auf der Welt. Von Massentierhaltung über Hungersnot bis Klimaerwärmung. Aber stimmt das wirklich?

Es würde sich einiges ändern. Veganer essen ja nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier und Milchprodukte, keinen Honig, außerdem nutzen die meisten auch keine anderen tierischen Produkte wie Leder, Wolle, Horn…

Denken wir das mal zu Ende. Angenommen, die Veganisten haben die Weltherrschaft errungen.

Die Massentierhaltung wird abgeschafft. Das ist die gute Nachricht. Daraufhin sterben Hochleistungszuchttiere aus. Auch nicht verkehrt.

Zoos werden abgeschafft, die Tiere aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm sterben aus.

Leider unterscheiden Veganer nicht zwischen Massentierhaltung und Weidewirtschaft.

Viele Ökosysteme, die auf Weidewirtschaft basieren, verschwinden.
In Deutschland von den Almen in den Alpen, bis hin zu den Weiden in Schleswig-Holstein. Sie alle haben gemeinsam, dass dort entweder die Böden nicht für Nutzpflanzen geeignet sind oder sie liegen zu hoch und die Vegetationsperiode ist zu kurz.

Die Almen verbuschen, anschließend (unterhalb der Baumgrenze) wächst Wald. Die Weiden in Schleswig-Holstein werden – Montsanto sei Dank – irgendwie beackert, mit gentechnisch verändertem Mais unter hohem Aufwand an Pestiziden. Wildpflanzen sterben aus, Insekten sterben aus.

Daraufhin sterben alle Tiere und Pflanzen aus, die auf offene Weidewirtschaft angewiesen sind. Kann man in S-H jetzt schon ganz gut beobachten, dort wo Viehweiden durch Raps und Mais Monokulturen ersetzt wurden.

Honigbienen siedeln sich zunächst in hohlen Bäumen an, aber es gibt nicht mehr so viele hohle Bäume bei uns. Außerdem ist niemand da, der ihnen gegen die Varroa-Milben hilft.

Daraufhin werden Blütenpflanzen in den Monokulturen nicht mehr bestäubt. Es gibt zum Beispiel kein Obst mehr und keinen Raps. Und natürlich auch keine Tiere, die den Menschen das Obst klauen, wie Stare. Lediglich Obstbäume in Streuobstwiesen können noch von Wildbienen bestäubt werden. Aber auch Wildbienen werden weniger, weil immer weniger Flächen von Weidetieren offen gehalten werden.

Dann brechen die Deiche. Weil keine Schafe mehr auf den Deichen grasen und sie festtreten. Schleswig-Holstein, Teile von Niedersachsen, Hamburg und Bremen saufen ab. Die Niederlande sowieso. Und das schneller, als jede Klimaerwärmung das bewerkstelligen könnte.

Mittlerweile sind auch ein paar Völker ausgestorben. Inuit und Samen, (zu nördlich), alle Völker des Himalaya (zu hoch), Massai (Der Boden ist nur für Weidewirtschaft geeignet). Wüsten, Hochgebirge, Steppen und polare Zonen sind menschenleer

Am Ende sehe ich riesige Felder vor mir, von Maschinen beackert, mit Kunstdünger gedüngt, mit Gift gegen die letzten Insekten verteidigt – Menschen gibt es nur noch in Klimazonen, die reiche Ernte versprechen. Obstbäume müssen, wie jetzt schon in Teilen Asiens, von Hand bestäubt werden.

Die gute Nachricht: Die Menschheit hat sich halbiert, auch, weil die Phytoöstrogene aus der Sojabohne die männliche Fruchtbarkeit senken. Die Natur kann sich erholen,

Meine unmaßgebliche Meinung: Massentierhaltung, nein, danke. Wiedervereinigung von Ackerbau und Viehzucht, ja bitte. Nur statistische zwei Kinder pro Paar reichen völlig aus.

Unklar ist, ob die vegan ernährten, carnivoren Haustiere der Veganer überleben oder nicht.

Accident Gardening 2

Seit dem fiesen Gewitter von neulich schüttet es mit wenigen Unterbrechungen. Das Wasser, das in der ersten Jahreshälfte gefehlt hat, kommt jetzt auf einmal runter.

Einst gab es hier dieses Gewächs, das in zwei Stellen des Gartens die Herrschaft anstrebte.DSC_3509
Ganz hübsch anzusehen im März, aber den Rest des Jahres so najaa, wucherte es so vor sich hin, bis der nasskalte Sommer 2016 ihm den Garaus gemacht hat. naja, fast. Ein paar Strippen stehen noch und es wird wohl auch wieder aus dem Stock austreiben. Die abgestorbenen Triebe habe ich zum großen Teil zurückgeschnitten.
Nur deswegen konnte ich im Winter Zierquitte 2 den Formschnitt verpassen und die hat jetzt Wieder Licht und Luft zum Wachsen.

Aber des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud und so ist an der Stelle auch diese hübsche Kugeldistel erblüht.
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Die ist auch bei den Insekten viel beliebter als das gelbe, gefüllte exotische Kraut.
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Ich überlege schon, ob ich sie umpflanzen kann, oder ein paar Samen für die Wiese gewinnen kann.
Die Wiese hatte ich ja gemäht, bis auf ein paar Stellen, an denen noch irgend etwas blühte. Im Moment sieht das aus wie lustige kleine Blumenbeete mit hohem Majorananteil im Gras.


Wenn man aber genau hinschaut, sieht man, dass da längst nicht mehr alles Gras ist, was grünt. Ich werde mich also auf ein paar zweijährige oder Stauden im nächsten Jahr gefasst machen.

Neu im Garten

Gestern Abend saß ich noch auf der Terrasse da kam jemand, den ich noch nie da gesehen habe. Klein, dünn, lang, rotbraunes Fell, weißer Bauch, kurzes Schwänzchen dunkle Knopfaugen, verspielt, also Niedlichkeitsfaktor 100 und überhaupt nicht scheu. Ein Mauswiesel stellte sich vor und kam neugierig bis fast vor meine Füße. Ich konnte es eine ganze Weile beobachten. Es hat sich einen guten Platz ausgesucht, denn Wühlmäuse gibt es hier massenhaft. Jetzt habe ich also meinen kleinen Hausgeist.

irre Flugshow

Heute früh vor meinem Fenster. Die Ameisen schwärmen – leider auch in meinem Schlafzimmer – und alle Vögel sind schon da und feiern ein Fest. Die eleganten Mauersegler zuerst. Sie kamen in Scharen und zeigten ihre Flug- und Jagdkünste. Dazwischen ein paar Schwalben. Meine Gartenbewohner sind auch alle ganz aufgeregt und holen sich mit viel Geflöte und Getschilpe ihren Anteil. Kohl- und Blaumeisen stürzen sich mehr aus der Deckung heraus auf die Nachzügler. Einige Mitglieder der Spatzenbande erweisen sich  als erstaunlich geschickt: im Schwirrflug hoch, Insekt schnappen, zurück auf die Strippe, Flügel abknipsen, lecker!

Keine Fotos. Alle Beteiligten sind zu klein, zu schnell, zu weit weg und außerdem musste ich zwischendurch immer mal staubsaugen.