Was war das interessanteste, was Du diese Woche gesehen oder gelesen hast?

So lautete eine Frage auf Quora.

Meine Antwort: Angesehen: Die Grube Cox, einen aufgelassenen Steinbruch, jetzt Naturschutzgebiet.
Gelesen: Frank Schätzing: Breaking News Hat mich wirklich eine Woche am Stück beschäftigt.
Angeschaut: Das Salz der Erde. Wim Wenders Dokumentation über Sebastiaõ Salgado.
Gegessen: gegrillten Oktopus mit Fava und Kapern. Davon kannte ich Fava noch nicht.
Ausgeweitet auf den ganzen Monat, käme sicher noch die Panzerwaschanlage in der Wahner Heide dazu, die Auswirkungen der Dürre und die Erfindung einer tragbaren Klimaanlage.
Außerdem habe ich im August mein kleines Haus verkauft, jedenfalls war der Notartermin. Und jetzt hängen alle Beteiligten in der Warteschleife, bis der Papierkrieg mit der Stadt erledigt ist.

Die für mich traurigste Antwort auf diese Frage war übrigens: Angebote bei Lidl. Wobei ich nicht ganz sicher bin, ob diese Antwort ernst oder ironisch gemeint war. Wie dumpf muss ein Leben sein, in dem die Angebote bei Lidl das Interessanteste der Woche sind? Und wie weit bin ich von dieser Lebensform entfernt?

Wie geht es Euch? Was war das Interessanteste, was ihr diesen Monat gesehen oder gelesen habt?

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Mal wieder Rad gefahren

Ich hatte noch einen Themenrelease zu erledigen. Ein Buch bei einer Marone = Esskastanie freilassen, für die Waldchallenge.
Nun steht die einzige mir bekannte Marone ausgerechnet in Lohmar. Rosskastanien gibt es hier mehr. (Hätte ich ne Minute überlegt, wäre ich vielleicht auf die Idee gekommen, im botanischen Garten nachzusehen oder im Forstbotanischen Garten.)
Aber nee, mein Rad brauchte Bewegung, ich auch und die neue Knipse hat die Heide noch nicht gesehen. Also los.
Zunächst zum Königsforst und von der Pferdekoppel auf den Waldlehrpfad hier ist eine schöne Naturwaldzelle mit viel Totholz. Und so begrüßt mich auch sogleich ein Schöner Mistkäfer.
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Weiter geht es durch den Giesbach, normalerweise eine spritzige Angelegenheit, aber er ist nach der Dürre ausgetrocknet und das Bisschen Regen hat daran auch noch nichts geändert.

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Giesbach, ausgetrocknet

Wie immer ein Blick ins Pionierbecken. Die Heide dort ist noch eher braun als rot.

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Pionierbecken2

An den Rändern wurde irgend etwas gemäht, vielleicht als Brandschutz. Aber die jungen Birken sind erstaunlich grün.

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Schnell ist der Geisterbusch erreicht, wo Kühe und Ziegen Siesta halten.

Na das ist doch mal ein hübsches Modell:

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Erdkröte

Außerhalb der Paarungszeit, brauchen Erdkröten nicht unbedingt Wasser.

Das ist der Grund, warum es hier in letzter Zeit so schön ruhig ist:

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Sanierung der Landebahn.

Ich bin dann mal ein Bisschen anders gefahren als sonst, durch’s Moor Richtung Camp Altenrath. Das wurde mittlerweile geschleift, und alle warten gespannt, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert.
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Gleich gegenüber steht noch der Rest der Panzerwaschanlage und dort habe ich mich tatsächlich sehr lange aufgehalten. Denn daneben ist ein Graben und der hat es in sich! Mehr dazu morgen, erstmal nur so viel:

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Ringelnatter

Ein blick Richtung Lehmkuhle

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Hühnerbruch, Lehmkuhle

Und hier fängt die Heide doch schon an, zu blühen.

Altenrath lasse ich heute links liegen, nach Lohmar geht es bergab, über eine blöde Brücke und dort an der alten Fähre werde ich auch mein Buch los und bekomme eine Stärkung. P1000501

Zurück, wieder über die doofe Brücke, dachte ich mir, ich fahre an der Agger und der Sülz entlang nach Rösrath.

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die Sülz

 

Erstmal war da auch ein feiner Waldweg, der aber leider an einer Brücke über die Autobahn endete und danach ging es bis Rösrath weiter an der stark befahrenen Sülztalstraße entlang. Im Gasthof Margaretenhöh habe ich noch ein Päuschen eingelegt, denn dort hin sind seit kurzem zwei Wirte aus Rath abgewandert.

Auf dem Rückweg ging es dann zunächst über den Bahndamm und dann sehr flott immer bergab durch den Königsforst.

Bildschirmfoto 2018-08-15 um 21.14.13

 

Abkühlung

Im Paket von Kaufnekuh sind jedes Mal zwei Kühlakkus.
So ab und zu brauche ich ja mal einen Kühlakku für’s Knie und die teuren aus der Apotheke halten auch nicht ewig. Trotzdem dachte ich, wenn da jedes Mal zwei Akkus mitkommen, muss ich die irgendwann entsorgen.
Aber dann wurde es ja so warm.

So warm, dass mein Klappmäc anfing zu stottern und mir beinahe den Schreibtisch in Brand gesetzt hätte. Die Lösung fand sich im Eisfach.

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Akku-Cooler

Und dann wollte ich eigentlich nur was einkaufen, was kühl bleiben sollte und packte einen Eispack in den Rucksack.

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tragbare Klimaanlage

Und stellte fest, dass ich selbst auch in der völlig überhitzten Linie 9 schön frisch gehalten wurde. Nicht tiefgekühlt, aber angenehm und so begleitete mich auch immer ein Kühlpack nach Köln und zurück.

Achja, und wenn es dann doch zu viele werden, kann ich sie auch gegen Portoerstattung zurück schicken.

Regen

Heute früh weckte mich ein Geräusch: Regen! Nicht das angedrohte schwere Gewitter mit Starkregen, der das siel verstopft,  sondern einfach Regen, der auch noch so gerade herunter fiel, dass ich nicht mal die Fenster schließen musste.

War mal nötig, jetzt ist es schon wieder vorbei.

Der Flehbach ist schon lange ausgetrocknet und der Rhein hat niedrigwasser bei 27 Grad.

Was da sprudelt, liegt normalerweise tief unter der Wasseroberfläche. Einer der Bachläufe, der den Rhein nur noch durch den Kanal erreicht.

Tanzende Türme

Von Elphis Aussichtsplattform sieht man jetzt das:

Die tanzenden Türme waren mir auch noch nicht bekannt. Auch dort gibt es eine Aussichtsplattform, bzw. eine Lounge, ganz oben.

Auf dem Weg nach oben kann man eine beeindruckende Sammlung von Wolpertingern betrachten.

In der Lounge selbst auf Polstersesseln ruhen, einschläfernder Musik lauschen, so dass sich eine angenehme Schläfrigkeit einstellt und man willenlos noch ein getränk bestellt.
Und natürlich kann man auch nach unten auf den Hafen oder nach oben in den Himmel sehen.

Am Wochenende habe ich spontan entschieden, dass es für mich besser ist, das kleine Haus zu verkaufen. Längerfristig muss ich mich sowieso verkleinern. Da ist es sinnvoll, jetzt schon mal mit dieser kleinen, in sich abgeschlossenen Einheit anzufangen.

Elphi

P1000369Die Elbphilharmonie kannte ich ja noch nicht im fertigen Zustand.

Die erste Annäherung erfolgt mit der Fähre.

Tatsächlich sieht sie auch von allen Seiten unterschiedlich aus.
Wobei ich in der hübschen Glasfassade auch einen Vogelkiller vermute.P1000351

Trotzdem genießen wir die Aussicht.

selektive Unaufmerksamkeit

Eigentlich wollte ich ja schöne Bilder aus Hamburg bloggen, aber:P1000359

Manche wussten es schon: Der Hausmieter ist zahlungsunfähig und hat Hals über Kopf in die Türkei rüber gemacht. Na toll!
Immerhin gut, dass er schnell und schmerzlos verschwunden ist und nicht einfach weiter gewohnt hat, ohne Miete zu zahlen. (Natürlich hat er auch sein kleines, persönliches Schlachtfeld hinterlassen, aber naja, geht noch.)
Also ging es jetzt wieder los mit Exposé aktualisieren, online stellen, Anfragen sichten, telefonieren, besichtigen…
Und da frage ich mich: Warum schreibe ich eigentlich ein ausführliches Exposé, wenn es doch keiner liest?
Im Exposé nämlich steht klar und deutlich:

 Wegen der Raumaufteilung (Durchgangszimmer) im Dachgeschoss eignet sich das Objekt für eine Einzelperson oder ein Paar mit einem kleinen Kind.
Es eignet sich nicht für WG, mehrere Kinder oder erwachsene Kinder.
Es ist nicht behindertengerecht.

Aber nee, da kommen Anfragen von Leuten mit erwachsenen Kindern, oder mehreren Kindern und last not least die Frau, die mir eine nette, fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aufschwatzen will und am Telefon einfach über mich („Ist schon versprochen“… „keine fünf Personen“) hinweg quatscht. Bis ich zur bissigen Bibo mutiere und frage ob sie meine Informationen geistig weiterverarbeitet hat. (Ich kenne mich gar nicht so)
Nein, da passen keine fünf, keine vier, sondern nur 2 1/2 Personen rein. Weil ich da aufgewachsen bin, kann ich ja wohl realistisch beurteilen, was da reinpasst und was nicht.
Versprochen war es tatsächlich schon. Gegen meine Bedenken an eine Familie mit einer 18jährigen Tochter. Weil der Papa mir gezeigt hat, wie er das machen will, dass die Tochter doch reinpasst. Klang logisch, die waren auch nett und bekamen den Zuschlag. Heute früh standen sie dann mit der Tochter vor der Tür und einem Zollstock um dann erst festzustellen, dass die hochwertigen Boxspringbetten es wohl nicht die Treppe hoch schaffen und die Tochter auch keinen Bock auf das Haus hat.
Und ich sag‘ noch: „Nicht für erwachsene Kinder geeignet.“ Aber nee, erstmal fest zusagen und dann erst feststellen: „Tatsächlich nicht für erwachsene Kinder geeignet.“
Offensichtlich ist bei vielen Leuten das Suchschema: Bilder gucken,  haben wollen, anklicken. Das ist Zeitverschwendung für alle Beteiligten.
Gut, dass ich die Anzeige noch nicht gelöscht habe. Es gibt noch hoffnungsvolle Kandidaten, die können aber in der Woche nur abends besichtigen.
Wünscht mir Glück und nette Mieter
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Die Fotos sind tatsächlich aus Hamburg.