Valendienstag

 

Die Bookcrossing-Gemeinde rief zur Valentinstags-Challenge.
Klasse, dachte ich, dann weiß ich ja, was ich mit den ganzen Liebesschnullen aus den Umzugskisten mache.

Und weil endlich, nach monatelanger Abwesenheit mit minus 1 Grad die Sonne vom Himmel schien, dachte ich: Jetzt oder nie!

Ein paar Themenreleases später.

Nun komme ich ja schon mit den christlichen Feiertagen nicht zurecht und jetzt noch der amerikanische Feiertag der Blumenhändler.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich hatte meinen Release-Spaziergang schon gestern.

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Dabei bin ich auch noch über diese mir noch völlig unbekannte Bücherzelle gestolpert, die sogleich auch mit Liebesschnullen bestückt wurde.

Aber egal ob Valentinstag oder Valendienstag, was zählt ist:

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Too old to Rock’n Roll

The old Rocker wore his beard to lo-ho-hong
wore his trouser cuffs too tight

Unfashionable to the end drank his ale too light
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Now he’s too o-ho-hold to Rock’n Ro-ho-holl still to young to die

Now he’s too o-ho-hold to Rock’n Ro-ho-holl still to young to die

 

Unnatürliche Ordnung.

Manchmal brauche ich einen kleinen kreativen Anstoß und den brachte mir heute Fjonka, mit ihrem Adventsbeitrag Lieblingsmöbel. Hab ich nicht, aber…

Als ich damals die rote Einbauküche kaufte, hätte ich lieber mehr Schubladen gehabt. Aber damals habe ich buchstäblich das letzte Geld für diese Küche ausgegeben und da waren mehr Schubladen einfach nicht drin.
Jedenfalls, als ich damals einräumte, dachte ich noch hinten oben wäre bei meiner Größe der beste Platz für Sachen die ich nur selten brauche und es wäre eine tolle Idee, alle Lebensmittel zusammen zu stellen. Also die trockenen Lebensmittel unter den Kühlschrank.

Es war eine Scheißidee!

Denn jedes Mal wenn ich dort irgendetwas suchte, musste ich wirklich hinknien und  in das Lebensmittelfach tief reinkriechen, um den Reis ganz hinten unten zu finden. An der einzigen echten Engstelle in der Küche, zwischen den Stühlen, mit kaputten Knien.

Eine wirklich blöde Idee!

Und ich werde ja nicht jünger. Wie es neulich ein Aikidoka ausdrückte: „Wir kommen jetzt in das Alter für Nierenwärmer, Angorawäsche, Sehhilfe und Viagra.“ Äh, also Viagra ich jetzt nicht für mich, aber bei uns geht gerade die wetterbedingte Rückenseuche um und davon bin ich nicht ausgenommen.

Mit kaputten Knien UND Rücken auf der Suche nach Reis, kauft man schon mal Reis, obwohl da sicher noch welcher sein müsste.

Aber wie immer: Nichts hält länger als ein Provisorium, so blieb das der Stand der Dinge seit vier Jahren. Außer, dass ich noch ein paar geerbte Küchenutensilien irgendwo mit reingestopft habe und es irgendwie eng geworden war in den Schränken. Aber kaum hatte ich mein: „Ich bräuchte mehr Schubladen!“ bei Fjonka abgelassen, dachte ich, ich probiere mal, die Lebensmittel in die untere Schublade zu packen und die Auflaufformen aus der Schublade in das Fach unterm Kühlschrank.
Seltsamerweise passten alle Lebensmittel in das Schubfach, während die Auflaufformen nur einen Teil des Unterschranks einnehmen.  Also habe ich noch ein paar Sachen von hinten oben, die ich selten brauche nach ganz unten gepackt. Große Glasschüsseln, andere Schüsseln und Platten und immer noch Platz. Dann sind ein paar Sachen von hinten oben in den Keller gewandert mit der Option, als Wichtel zu enden. Und ein Bisschen was für den Müll oder die Give-Box. Dorthin kam das Teeservice. Dann war plötzlich im Tellerfach Platz für Suppenteller, wo vorher nie Platz für Suppenteller war. Der Tee kam zu den Gewürzen. Und ich habe noch ein Fach übrig. Aber da im Kochpötteschrank auch Dinge lagern, die keine Kochpötte sind, kann ich da die Lage noch etwas entzerren. Also sind noch ein paar Sachen von hinten unten nach hinten oben gewandert. Mittlerweile steht in dieser Küche kaum noch etwas am alten Platz. Außer Tellern, Tassen und Kochpötten. Die Geschirr- und die Krempelschublade habe ich nicht angefasst und den Kramschrank, der eigentlich Staubsaugerschrank werden wollte, in den mein Staubsauger aber nicht reinpasst, habe ich nicht angerührt.
Der Kochtest ergab: Der Reis ist jetzt leicht aufzufinden und greifbar. Alles andere werde ich wohl in nächster Zeit suchen.

 

Fernwehkinder  schrieb in ihrem Blog über die Entwicklung eines Zimmers vom Kinderzimmer zum Arbeitszimmer. Ja, auch Zimmer ändern sich, wenn sie in die Jahre kommen.
Meine Küche war früher das Wohnzimmer meiner Großeltern, mein Wohnzimmer war ihr Schlafzimmer und mein jetziges Schlaf/Arbeitszimmer war ihre Küche.
Dort war früher noch eine Vorratskammer, die das Bad der Grauens zu einem schlauchartigen Bad des Grauens verengte. Das Klo blieb das Klo und ich finde es gut, dass das Klo nicht im Bad liegt. Die Idee, die Schlafräume von der Straße weg zu legen, zum Garten hin, kam in den 80ern bei einem Generalumbau von mir, ebenso wie der Vorschlag, das Spind dem Bad zuzuschlagen. Es war damals nicht geplant, dass ich hier einziehe. Einige Jahre lang habe ich dann die Dachwohnung bewohnt, die kleiner ist und eine andere Raumaufteilung hat.
Dann 20 Jahre nicht in Köln und dann bin ich in die ehemalige Wohnung meiner Großeltern gezogen. Und da bin ich ganz froh, dass die Räume nicht mehr die sind, die sie mal waren.
Das Wohnzimmer ist der Raum, den ich am wenigsten nutze. Im Sommer schon mal gar nicht, da ist es ziemlich kalt und ich bin fast ganztägig im Garten. Im Winter ist es der wärmste Raum und ich sitze schon mal mit einem Buch auf dem Sofa, oder mit dem Laptop um einen Film anzusehen, denn ich habe gar keinen Fernseher. Ansonsten ist es groß genug für die Gästematratze und ein paar Bücher.
Das Schlaf/Arbeitszimmer ist etwas kleiner, aber der ruhigste Raum und der Blick schweift über den Garten, das Feld und im Moment auch auf den Baggersee. Hier kann ich gut am Schreibtisch sitzen, bloggen und nebenbei Vögel gucken. Gerade kamen einige Schwäne vorbei.
Die Küche ist groß! In den 20 Jahren auswärts habe ich immer über die winzigen Küchen geklagt, in denen nur eine Person kochen konnte. Egal ob in meinen diversen Wohnungen oder bei Freunden, die Küchen waren eine Zelle, in der frau sich gerade mal umdrehen konnte.
Hätte ich jetzt das Geld zum renovieren, wären wahrscheinlich Bad und Klo fällig. Aber getrennt bleiben sie auf alle Fälle.

Veröffentlicht inKöln

Ice Age

Gestern war ich beim Zahnarzt in Erwartung einer Paradontosebehandlung, aber da wurde nur die Zahnreinigung kontrolliert und ich wieder weggeschickt. (Frage an die Profis: Stimmt es, dass vor der Paradontose-Behandlung eine kostenpflichtige Zahnreinigung gemacht werden MUSS?) Ich vermute der Antrag für die Zahnbehandlung wurde versehentlich nicht abgeschickt.
Und weil ich gleich wieder draußen war, leicht gefrustet, beschloss ich, im Kindermuseum Odysseum um meinem inneren Kind etwas Auslauf zu bieten. Hat geklappt. Immerhin war ich länger in der Eiszeit unterwegs als eine Gruppe Teenager, weil Bibo die Kindische natürlich alles ausprobieren und anfassen musste wofür die Pubertiere eindeutig schon zu alt waren.
Ice Age ist die Sonderausstellung über die Eiszeit. Manni, Diego und Sid aus dem Film Ice Age führen hindurch. Es gibt viel zu entdecken, zu sehen zu hören und zu spielen. (Mir ging ja das Geplapper von Manni, Diego und Sid ziemlich schnell auf die Nerven) Es gab lebensgroße Repliken von Mammut, Faultier und Säbelzahntiger, viele Fossilien, Knöpfe, Hebel, Schieberegler, Puzzles, Wandmalereien. Nachdem die Aufmerksame Besucherin im ersten Raum gelernt hat, dass es immer Eis- und Warmzeiten gegeben hat und Grönland sogar früher mal eisfrei war, lernt sie im letzten Raum, nachdem Manni, Diego und Sid sich verabschiedet haben, dass sie persönlich für die derzeitige Klimaerwärmung verantwortlich ist und was sie dagegen zu tun hat. Die Aufmerksameren unter den Kids werden an der Stelle vielleicht fragen, wer für die Erwärmung zuständig war, bei der Grönland eisfrei war.
Anschließend ging es ins Maus-Museum. Das ist eigentlich für die Kleinsten, aber die kleine Bibo hatte trotzdem Spaß an den Sachgeschichten und dem Weltraumklo.
Ich wollte schon gehen, da fand ich erst die Dauerausstellung für die größeren, Gegliedert in Leben und Erde. In „Leben“ gab es unter anderem eine Ausgrabungsstätte und einen „echten“ Dinosaurier. In Erde allerhand physikalische Experimente und technisches Spielzeug.
Wenn ihr Kinder habt, nehmt reichlich Zeit mit. Ice Age geht allerdings nur noch bis zum 7. Januar.
Ich hätte sogar fotografieren dürfen, aber weil ich ja eigentlich zum Zahnarzt wollte, hatte ich nicht einmal das Tippeldings dabei.

Zeitreise

Ich bin jetzt gechippt. Also,nee ich habe mir eine Monatskarte der KVB im Abonnement gegönnt. 20171124_142312

Ausschlag gebend war, dass ich im Winter doch öfter fahre, und neuerdings noch ein paar Vergünstigungen zur Abo – Karte, die jetzt Chipkarte heißt, gehören. So kann ich kostenlos für eine halbe Stunde ein Fahrrad leihen, ich könnte Ermäßigung bei Car2go bekommen und es gibt auch manchmal Ermäßigung bei Veranstaltungen.

 

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Neu in Köln ist diese Zeitreise, neudeutsch Time Ride, in einem alten Wagen der „Elektrischen“.

Vorige Woche war ausgebucht, dafür hatte ich Freitag Mittag bei Nieselregen eine Exklusiv-Führung für mich allein.

Zur Einführung gibt es ein paar alte und neue Stereoskopie-Fotos,  anschließend einen Film über die StadtGeschichte und dann geht es mit demWaggon und Stereo -Brille direkt zurück ins Jahr 1900. Eine wirklich nett gemachte Simulation, sogar mit Fahrtwind.

Leicht desorientiert stieg ich am Alter Markt wieder aus.