Was macht eigentlich das Fahrradtraining?

Wurde ich gefragt. Habe ich ganz vergessen zu bloggen.

Am 10. April hat die KVB gestreikt. Gleichzeitig war aber auch Bookcrosser-Treffen im Goldmund. Also bin ich da mit dem Rad nach Ehrenfeld gefahren. Nee, das war fürchterlich. Quer durch den dicksten Autoverkehr und der Friesenplatz ist eine einzige  Großbaustelle. Nee, also falls ich das nochmal mache, muss das anders gehen. Wer in den Link schaut, kann sehen, was ich da tolles verpasst habe, weil ich so auf den Verkehr achten musste.

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Besser war dann die Tour nach Efferen.

Damals, als das Wetter noch eisig kalt und überhaupt eklig war, habe ich spontan zugesagt, an einem Lesergespräch des Kölner Stadtanzeigers teilzunehmen.
Nun war es aber nicht mehr kalt und eklig, sondern allerschönster Sonnenschein und ich hatte keinen Bock auf stickige Bahnfahrt. Also schon wieder mit dem Rad durch Köln. Aber das muss doch auch besser gehen als mitten durch.
Also habe ich die Mülheimer Brücke gewählt.
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Das war dann mehr so nach meinem Geschmack. Bis auf den Wiener Platz und die Brücke gab es ruhige Nebenstraßen, Parks und das hübsch begrünte Rheinufer.

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St. Clemens, eine der kleinen romanischen Kirchen.

Aufgezeichnet habe ich nur bis zur Flora. Dort habe ich mir Dank Augusta ein Picknickkörbchen nehmen können und es mir in der Sonne gemütlich gemacht.

Augusta

Veganes Picknick, mit Ausnahme der Frikadelle.

Der Kartoffelsalat war übrigens wirklich lecker, aber ich hätte anstelle des Brötchens eine zweite Frikadelle nehmen sollen.
Von dort zum Stadtanzeiger war die Strecke nicht weit, aber langweilig.
Das Lesergespräch war wider jeder Erwartung ziemlich interessant.
Und jetzt kommen wir zur Abteilung zerschossene Tracks:
Den Rückweg wollte ich aufzeichnen, habe es aber nicht gemacht. Und natürlich war auch die Fahrt zum kleinen Biotop eigentlich eine Radtour, die ich als „Königsforst mit sinnlosen Schnörkeln“ bezeichnet hatte.  Beim Versuch, diese zu beschneiden, habe ich aber bis auf ein paar Meter den ganzen Track abgeschnitten.
Ansonsten fahre ich jetzt jeden Tag so ein Bisschen. Das Fahrrad war in der Werkstatt zum Durchgucken, ich habe eine Radhose und Handschuhe gekauft. 50 km pro Tag sollte ich locker schaffen, auch wenn der RalfH das für eine Gewalttour hält.

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Vorbereitungen

Zur Vorbereitung auf die anstehende Radreise bekam das Tippeldings einen Halter mit Regenschutz zum anklipsen, eine Speicherkarte, und ein Powerpack spendiert. Wer hätte das gedacht, dass ich mich mit dem Ding noch anfreunde?

Im Frühjahr muss man sich ja immer entscheiden: Garten oder Fahrrad? Das Wetter war eigentlich ideal zum Radfahren: trocken, nicht zu kalt, nicht zu heiß, nicht zu windig, um im Garten rumzusitzen noch etwas frisch. Also gut für eine kleine Probefahrt.
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„Folgen sie dem Weg 500m!“ Ahja!

Das Gremberger Wäldchen ist über Nacht ergrünt und tausende Buschwindröschen blühen. Es scheint heftig geregnet zu haben, denn im Rechtsrheinischen gab es gewaltige Pfützen und andere kleine Hindernisse.
Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass die rechts-links Schwäche der Frau Komoot weniger ausgeprägt ist, wenn das Tippeldings im festen Halter steckt. Außerdem kann ich mir einfach mit einem Blick auf die Karte Klarheit verschaffen.

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Vorsicht!

Dieser Bahnübergang ist wirklich gefährlich, aber alternativlos. auf der anderen Seite standen schon die Blumen, also habe ich extra gründlich geschaut und trotzdem kam, als ich mitten zwischen den Drängelgittern war, eine Straßenbahn heran gerast, die ich vorher nicht gesehen hatte.

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Blick auf den Rhein von der Rhodenkirchener Brücke.

Auf dem Rhein waren auch schon ein paar mutige Kajakfahrer unterwegs. Und merkwürdigerweise viel Frachtverkehr am Sonntag.

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Blick nach Köln von der Alten Liebe

In Rhodenkirchen bin ich kurz vom Weg abgewichen um Geld zu ziehen und auf der alten Liebe eine Pizza zu essen und auf den Rhein zu starren.

Gestärkt ging es weiter, am Grüngürtel, bzw. der Militärringstraße entlang. Das Radnetz NRW ist teilweise etwas phantasielos, dafür aber idiotensicher und gut zu fahren. Man kann dort sicher auch durch den Grüngürtel seinen Weg finden, indem man z.B. dem Kölnpfad folgt. Aber weil ich ja so tun wollte, als befände ichmich in unbekannten Gefilden, bin ich auf der geplanten Strecke geblieben.

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Burg Efferen

Efferen war dann auch schnell erreicht. Die Burg ist leider nicht zu besichtigen.
Danach war ich auch schon bald wieder auf Kölner Stadtgebiet.

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Decksteiner Weiher

Noch ein wenig am Decksteiner Weiher rumsitzen, aber bald wurde es auch da schon wieder etwas frisch.

 

Zu Hause erwartete mich ein Bockkäfer? Oder eine Wanze? Leider schaffe ich es nicht, ihn zu bestimmen. auffällig finde ich das kleine Dreieck auf dem Brustteil und die weißen Flecken an den Seiten. Das Foto ist aber auch nicht so gut.

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ca. 25 km untrainiert gefahren, das ist die halbe geplante Tagesstrecke. sollte machbar sein.

Entwarnung

Gerade fiel mir ein mittlerer Felsen vom Herzen. Der Mac bekommt eine neue Festplatte für nur 95€.

Ich hatte mich gedanklich schon auf einen Neukauf eingestellt. Reparatur ist natürlich viel besser, nicht nur für meine Finanzen, sondern auch für die Umwelt.

Apple scheint das Thema geplante Obsoleszenz überdacht zu haben. Zwangsweise zwar, aber immerhin.

Ein neuer Computer jetzt, hätte meinen Radtrip nach Seesen im Mai ernsthaft gefährdet.

Dejá vu

Ich muss mal langsam eine Kategorie Umsonst und drinnen erstellen.

Nachdem ich Samstag schon im japanischen Kulturinstitut ein preisgekröntes Anime  „Ein Sommer mit Coo“ gesehen habe, führte mich gestern der Weg ins Filmforum NRW. Dort gab es „All That Jazz“ von Bob Fosse aus dem Jahr 1979. Das Paradebeispiel für guten Schnitt wurde präsentiert vom Editor Michael Hudecek.
Das Filmforum befindet sich Museum Ludwig, und als ich die Treppe hochging fiel mir ein, dass ich als Studentin ab und zu dort Filme geschaut habe. Auch All that Jazz kannte ich noch aus meiner Ausbildung, hatte ihn aber komplett verdrängt.
Der Schnitt ist wirklich phantastisch, der Oscar für Schnitt war verdient. Zum Ende hin ist der Film dennoch etwas lang und operettenhaft.
Nach dem Film konnten die Zuschauer noch Fragen an  Michael Hudecek stellen. Und einer aus dem Publikum fing an, sich darüber auszulassen, warum ihm der Film früher nicht gefallen hat, Vergleiche zu anderen Regisseuren zu ziehen, kam vom Hölzchen aufs Stöckchen, bis einer aus dem Publikum rief: „Geh doch mal ein Bier trinken!“ Die Kölsche Lösung. 🙂
Beide Veranstaltungen waren kostenlos, beide anspruchsvoll, beide schlecht besucht.
Und da kommt bei mir die Frage nach der kulturellen Teilhabe auf.
„Kulturelle Teilhabe“ wird ja unter anderem von den Befürwortern des bedingungslosen Grundeinkommens gefordert. Ich versuche in diesem Blog von Anfang an, auf kulturelle Veranstaltungen hinzuweisen, die gut sind, aber nichts kosten. Und von denen gibt es, wenn man genau hinschaut, erstaunlich viele. Ich hatte in der Zeit in der ich nur über ein Sparbudget verfügte, nie über einen Mangel an kultureller Teilhabe zu klagen.
Was bedeutet eigentlich kulturelle Teilhabe? Was nichts kostet ist auch nichts wert? Bedeutet kulturelle Teilhabe das Premiere-Abo oder der abendliche Kneipenbesuch?
Was meint Ihr dazu?

Köln in weiß

Sieht man ja ziemlich selten, denn die Kölner Bucht ist ja eigentlich mild.

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Heute aber fing mein Tag statt mit Kenjutsu mit Schneeschippjutsu an. Nach dem Aikido bin ich dann noch zum japanischen Kulturinstitut gegangen, das liegt direkt neben dem Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher.20180303_141334

Der zeigte sich von seiner frostigen Seite. Auch die Enten wirkten verfroren.20180303_141440

Im Japanischen Kulturinstitut gab es dann einen schönen Anime-Film. Ein Sommer mit Coo. Umsonst und drinnen.

Valendienstag

 

Die Bookcrossing-Gemeinde rief zur Valentinstags-Challenge.
Klasse, dachte ich, dann weiß ich ja, was ich mit den ganzen Liebesschnullen aus den Umzugskisten mache.

Und weil endlich, nach monatelanger Abwesenheit mit minus 1 Grad die Sonne vom Himmel schien, dachte ich: Jetzt oder nie!

Ein paar Themenreleases später.

Nun komme ich ja schon mit den christlichen Feiertagen nicht zurecht und jetzt noch der amerikanische Feiertag der Blumenhändler.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich hatte meinen Release-Spaziergang schon gestern.

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Dabei bin ich auch noch über diese mir noch völlig unbekannte Bücherzelle gestolpert, die sogleich auch mit Liebesschnullen bestückt wurde.

Aber egal ob Valentinstag oder Valendienstag, was zählt ist:

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