Der Himmel über Ehrenfeld

20190709_21153320190709_213409Und die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Hier das Tippeldings. Das kann übrigens seit einiger Zeit nur noch Weitwinkel als Festbrennweite. Macht aber nix, wenn frau weiß, was sie da macht.

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Veröffentlicht inKöln

Blogparade Lebenswege

Unterwegs mit mir rief zur Blogparade und ich folge.
Mein Lebensweg war alles andere als geradlinig, mit Ecken und Kanten und Umwegen. Wie es der Zufall so will habe ich sogar die Fotos dazu.

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Grundschule Volbergerweg

In der Grundschule Volbergerweg habe ich krankheitsbedingt das erste (Kurz–)Schuljahr verpasst, die folgenden drei, davon noch ein Kurzschuljahr, war ich sporadisch anwesend.
Danach sollte ich eigentlich (die heiratet ja doch, die ist doch noch so klein und zart) auf die Hauptschule. Zum Glück befahl der Grundschul-Direx (da langweilt die sich zu Tode)  Eltern (aber da kann ich Dir nicht helfen) mich auf’s Gymnasium zu schicken

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Mobbinggymnasium Thusneldastraße

Das war dann das Mädchengymnasium Thusneldastraße in Deutz.Nach gut 10 Jahren Schülermobbing, damals gab es das Wort noch nicht, aber schlecht in Sport und gut in anderen Fächern ist eine schlechte Kombi, machte ich ein einigermaßen gutes Abitur.

Für mein Wunschfach Biologie reichte es aber nicht, also machte ich zunächst einmal eine Ehrenrunde.

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Rheinische Akademie Köln

Auf der rheinischen Akademie im Ausbildungsweg BTA erholte ich mich sehr gut und lernte, was Schule hätte sein können. Tolle Klassengemeinschaft, nette Lehrer und der Klassenkamerad Biotom ist mir bis heute erhalten geblieben.
Allerdings stellte ich dort auch fest, dass ich keine Tiere töten mochte, womit Bio auch gestorben war.

Nun wusste ich also erstmal nicht wo’s lang gehen soll. Cutterin oder Fotografin schwebte mir so vor.

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FH-Köln Deutz

Nach einem Praktikum in einem Fotolabor machte ich eine Fotolaborantenlehre an der Fachhochschule Deutz und studierte dort anschließend.

Die Lehre war gut, das Studium ein Flop. Ich flog kurz vor Schluss.

Gut, dass ich die Lehre gemacht hatte. Ich war jetzt für manches über- für anderes unterqualifiziert und der WDR, bei dem ich mich alle Jahre wieder beworben hatte, wollte noch immer nichts von mir wissen.

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Im Bildarchiv wurde noch mit dem Pinsel retuschiert. Fotoshop war noch nicht erfunden.

Im Rheinischen Bildarchiv baute ich dann zwei Jahre lang das Farbarchiv auf. Das Farbarchiv! Vor mir gab es nur Schwarzweiß und Farbe wurde unsortiert in Kartons aufbewahrt. Der Job war gut. Die Hälfte der Zeit war ich auf Bildrecherche in den Kölner Museen unterwegs, die andere Hälfte im Farblabor, und ab und zu habe ich im Schwarzweißlabor ausgeholfen. Das war übrigens eine ABM-Stelle. Im gegensatz zu den heutigen 1-€ Jobs durchaus anspruchsvoll, zu den Fähigkeiten passend und man konnte davon leben.

Mittlerweile war mir klar geworden, dass meine häusliche Situation in Köln sich nie bessern würde und so fing ich an, mich außerhalb Kölns zu bewerben. Und der erste Schuss war ein Treffer.

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Im Schneideraum, damals noch mit Videocassetten, Player, Recorder, Videomischer und Tonmischpult.

Der NDR rief und ich zog innerhalb von zwei Wochen von Köln nach Hamburg. Dort arbeitete ich dann endlich als Cutterin im Schneideraum.
Nach zwei Jahren war meine befristete Festanstellung abgelaufen, aber ich blieb als freie Mitarbeiterin.

Als „Freie“ durfte ich aber nur einen bestimmten betrag verdienen, dann wurde ich gesperrt für den Rest des Jahres. Ich hatte daher noch andere Kunden. Mithilfe meines Ex-Chefs, bekam ich auch  Projektverträge:  je ein halbes Jahr im NDR- Landesstudio Schwerin und im Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken.

Das war ne geile Zeit. Ich war meine eigene Herrin, der Job war anspruchsvoll, ich verdiente gut und kam viel rum.
Jedoch, es kam ein neuer Abteilungsleiter und der hat als erste Maßnahme alle weggebissen, die mit seinem Vorgänger gut zurecht kamen. Zuerst den Disponenten, später dann mich und auch das Studio, bei dem ich mittlerweile als „Scheinangestellte“ arbeitete. (Das Gesetz gegen die Scheinselbständigkeit von 1999 hatte mich dazu gezwungen) Alles blieb gleich: ich machte meine Termine selber, arbeitete selbständig, verdiente das selbe, aber das Studio kassierte mit ab, dafür dass ich dort angestellt war.

Jedenfalls bedeutete der neue Abteilungsleiter im NDR für mich das aus in dieser Anstalt. Außerdem war ich mal wieder blind in die Mobbingfalle gelatscht.

Die Aufträge dröppelten so dahin, als die bunteAmsel, bzw. der Nabu mich nach Holnis rief. Den Rest kennt ihr.

Achja und wenn ihr Euch jetzt fragt, wieso ich die Fotos meiner Schulen schon hier liegen hatte: Die habe ich 2016 gemacht und wollte eigentlich etwas ganz anderes darüber bloggen. Aber da kam mir irgendwie das Leben dazwischen

 

Der kleine November…

…möchte bitte aus dem Mai abgeholt werden!20190527_115105.jpgHeute Regen, stark  bewölkt, Laubfall.

Edit: Es handelt sich möglicherweise um Blattbräune, eine Pilzinfektion der Platanen.

 

Gechipt (Saunasuche 1)

saunaEtwas, was ich seit 2013 sträflich vernachlässigt habe, sind regelmäßige Besuche in der Sauna.
Ganz früher bin ich dazu nach Forsbach gefahren zu einer netten Familiensauna, die es aber anscheinend nicht mehr gibt.
In Hamburg war ich meistens in der Bondenwald Sauna. Von Schnelsen und Lokstedt aus gut erreichbar mit dem Rad oder Bus, schönem japanischen Garten, drei Saunen und einem Dampfbad und familiärer Atmosphäre. Die meisten Gäste kannte ich nach einer Weile.
Auch sehr schön fand ich die Sauna im Arriba Erlebnisbad in Norderstedt.
In Köln fand ich bislang nichts passendes und habe mich aus „Gründen“ auch nicht weiter drum gekümmert.
Dabei ist hier gleich um die Ecke eine Sauna im Sportzentrum, die ich auch einige Male aufgesucht habe, wenn ich mal eben dringend eine Sauna brauchte, aber die Sauna ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, das Publikum ist manchmal merkwürdig und mir fehlt das Freigelände. Ein Notnagel eben, mehr auch nicht.
Dann gab es mal im Stadtanzeiger Tipps, wo man Hotelsaunen aufsuchen kann. Habe ich gemacht. Die Sauna im Dorinth-Hotel in Deutz reichte für meine Bedürfnisse völlig aus. Leider kamen nach dem Artikel im Stadtanzeiger externe Gäste, die innerhalb kürzester Zeit einen ziemlichen Flurschaden angerichtet haben und zum Beispiel mit Straßenschuhen in die Sauna gelatscht kamen.
Nun will ich also wieder regelmäßig saunen und suche ein passendes Bad.
Anlässlich der eisigen Kälte und eines Dauermuskelkaters suchte ich gestern die Claudius-Therme auf. (Leider hatte halb Köln bei dem eisigen Wetter die gleiche Idee, die andere Hälfte war wohl im Mediterana.)
Ursprünglich war dort im Rheinpark ein Thermalbad. Ein einfaches Becken, in dem ältere Leute ihre Bahnen zogen. Daneben ein Trinkbrunnen mit Wasser, das nach faulen Eiern roch und schmeckte.
Dieses Thermalbad ist irgendwann in den 80ern abgebrannt und dann wurde dort die Claudius-Therme in Anlehnung an römische Badekultur gebaut. Ein Saunadorf entstand später.
Das Bad wird von warmen, mineralhaltigen Quellen gespeist hat ein großes Becken, mehrere Whirlpools, eine Gegenstromanlage und verschiedene kleinere Becken unterschiedlich warm und mineralhaltig. Die Sauna kannte ich noch nicht. Früher musste ich dort mit meiner Mutter baden gehen, was ein ziemliches Gehetze war, die verschiedenen Badebecken in der gebuchten Zeit abzuarbeiten.
Heute ist das anders: Man bekommt am Eingang einen Chip, der die Zeit misst, sämtliche Türen öffnet und den Schrank verschließt und zusätzliche Leistungen von der Sauna über Schwebebecken bis zu Speisen und Getränken verbucht. Am Ende des Besuchs wird der Chip ausgelesen und man kann direkt mit EC-Karte bezahlen.
Insgesamt ist die Anlage ziemlich riesig. Mit Thermalbad, Saunadorf außen, noch einer großen Saunaanlage innen, Schwebebecken, Cafe, Restaurant. Ich hätte mich fast verlaufen und nur einen Bruchteil des Angebots genutzt.
Die Vorteile: Die Lage im Rheinpark, mit Blick auf den Dom ist wohl einmalig. Und das warme, Mineralwasser bekommt Haut und Muskeln gut.
Die Nachteile: Irgendwie ist auch das Tauchbecken (außen) lauwarm.
Die Erreichbarkeit mit nur einem Bus alle halbe Stunde lässt zu wünschen übrig. rein theoretisch sollte ich in einer halben Stunde dort sein, aber nur, mit passendem Anschluss. Bei gutem Wetter ginge ich wohl durch den Rheinpark oder führe mit dem Rad, aber bei Hagel- und Graupelschauer bevorzuge ich doch den ÖPNV.
ÖPNV: Bus 150 ab Kalk oder Bahnhof Mülheim.

Heja Safari

Zunächst mal ein kleiner Lagebericht aus Köln:
Der Stinkefinger der linken Hand funktioniert noch immer nicht und schmerzt. Und weil ich das mit der Händigkeit nicht so genau nehme, stört das, wo es kann. Auch Tippen mit allen Fingern ist momentan nicht drin. Immerhin habe ich einen Termin für eine Mini-OP am Karnevalsdienstag ergattert.
Dafür zeigt sich der Vorfrühling hier in voller Pracht, mit blühenden Frühblühern und bis zu 20 Grad Wärme tagsüber. So kann ich denn schon wenigstens im Garten abhängen. Wobei mein Blick allerdings auch auf Stellen fällt, die ich vor der Brutzeit mal hätte durchforsten sollen. Na, das muss wohl warten bis Oktober, denn die Vögel sind schon alle auf Liebe eingestellt.

Weiter mit Sri Lanka:

Für den nächsten Tag war eine ganztägige Jeepsafari im Wilpattu-Nationalpark angesetzt. Und auf der Tour habe ich schon bemerkt: Jeepsafari ist nix für mich. Aber Schwamm drüber, ich buche das jetzt mal unter Lebenserfahrung ab und zeige ein paar Fotos.

 

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In Sri Lanka ein Allerweltsvogel ist der Pfau, den wir hier als Ziergeflügel kennen. Was man auf dem 2. Foto sehr schön sieht: Wenn der Herr Pfau in zusammengeklappten Zustand in einem Baum sitzt, ist er nahezu perfekt getarnt.

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Ebenfalls sehr häufig: Das Ceylonhuhn Kein Hausgeflügel, sondern endemischer Wildvogel.

 

An zahllosen Wasserstellen und Stauseen kann man Reiher und Störche beobachten.

 

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Aber auch Limikolen und Kiebitze sowohl eingeborene als auch alte Bekannte als Wintergäste. Limikolen im Schlichtkleid zu bestimmen ist mir nicht gegeben, also wer weiß, was der Uferläufer? ist, kann sich bitte melden.

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Der Krabbentriel hat eine wirklich lustige Art zu laufen.

 

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Dieser schöne Schlangenweih saß zufällig auf meiner Seite des Jeeps und hätte ich nicht geklopft, währen wir vorbei gerauscht. So konnte ich ihn ausführlich portraitieren.
A propos Fotos: Nur wer das größte, schwerste, unhandlichste Phallussymbol… äh… Teleobjektiv mit sich rumschleppt wird als Fotograf ernst genommen und bekommt den besten Platz im Jeep. Ich habe mir das für später gemerkt und dann den anderen Jeep genommen.

 

Den Braunliest habe ich ebenfalls selbst entdeckt.

 

Das ist nämlich so, dass in dem anderen Jeep die Fahrer und Guides nicht ganz so aufmerksam sind wie in dem Profibirderjeep.
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Frühstück und Lunch gab es an diesem schönen Stausee. Die einzige Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten und ein paar Fotos außerhalb der Jeep-Perspektive zu machen.

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Blauer Tigerschmetterling Tirumala limniace subsp. leopardus

Hier konnte ich auch die ersten Hutaffen fotografieren.

 

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Homo birdicus motzkii: „Die Krähe ist drei Uhr hinter den Affen.“ Bibo: „Ja, aber ich bin jetzt bei den Affen.

 

Sri Lanka Warane entwickeln Frühlingsgefühle.

 

Axishirsche kommen in großen Rudeln vor. Obwohl…

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Stau!

Eigentlich gilt Wilpattu als noch nicht so überlaufen wie Yala. Trotzdem fand ich es teilweise recht voll. So wie hier. Des Rätsels Lösung: Da hing ein Leopard im Baum.
Leider konnte ich ihn zuerst nicht sehen. Nachdem ein freundlicher Mitreisender kurz seinen Platz mit mir getauscht hat, sah ich denn immerhin den Schwanz durch mein Fernglas. Als ich dann mein Belegfoto vom Leoparden machen wollte, fuhr der Jeep schon wieder an, und ich bekam ein unscharfes Leopardenschwanzfoto. (Mit Phallussymbol wär das nicht passiert) Danach habe ich dann auf das kleine Fernglas verzichtet und mein unscheinbares 600mm Tele wie ein Spektiv benutzt. Ging auch.

Ärztemangel

Auf dem Land herrscht Ärztemangel. Deswegen hat das Land NRW jetzt beschlossen, jungen Leuten, die Ärzte werden möchten und deren Numerus Clausus nicht ausreicht, den Weg zu ebnen. Wenn sie sich verpflichten, 10 Jahre als Landarzt zu arbeiten, wird ihnen der NC erlassen.
Ich finde das sehr gut! Ich war noch nie der Meinung, dass ein 1,0 Abi automatisch einen guten Arzt ergibt. Obwohl mich der Ärztemangel nicht betraf – bis gestern.

Donnerstag 20.30: Beim Aikido war noch gut, anschließend einkaufen, auch noch gut, dann plötzlich, – ich wollte nur die Schnalle meines Rucksacks schließen – starke Schmerzen in der Hand und der Mittelfinger lässt sich nicht mehr strecken. Ich denke ich habe mir beim Hantieren mit der Schnalle und der Tüte was ausgerenkt, werfe ein Ibuprofen ein und gehe ins Bett. Am nächsten Morgen will ich nur jemanden, der mir das wieder einrenkt.

Freitag 8.00: Anruf bei der Hausärztin: „Wir können ihnen leider nicht helfen. Hier ist schon alles dicht. Sie können es bei den Orthopäden versuchen oder im Krankenhaus Kalk“
Freitag 8.30: Anruf bei den Orthopäden: „Wir können ihnen leider nicht helfen. Hier ist auch schon alles dicht. Versuchen sie es beim medizinischen Notdienst oder im Krankenhaus Kalk“
Freitag 9.00: Ich mache mich zähneknirschend auf den Weg ins Krankenhaus Kalk. An der Rezeption der Ambulanz schickt man mich nach nebenan zu den Orthopäden des MHD. Nach geraumer Wartezeit untersucht mich eine junge Ärztin, ist aber nicht sicher und schickt mich zurück ins Krankenhaus Kalk zum Röntgen. Danach soll ich wiederkommen.
Freitag 12.41: Nach nur 2 Stunden Wartezeit ist die Röntgenaufnahme fertig und ich gehe zurück zum MHD. Die Vorzimmerdame empfängt mich schnippisch: „Jetzt ist geschlossen, kommen Sie Montag wieder.“
Freitag 13.00: Ich trete den Heimweg an, aber stelle fest, dass inzwischen der medizinische Notdienst im Krankenhaus Kalk eingetroffen ist. Der Junge Arzt sagt, mit blick auf das Altmetall im Arm: „Ich kann ihnen leider nicht helfen, nur Schmerzmittel geben. Ich kann ihnen aber eine Einweisung ins Krankenhaus schreiben, dass sich ein Unfallchirurg das ansieht.“
Nach nur 4 Stunden sitze ich nun doch im Wartezimmer der Ambulanz. Ich werde Aufgerufen und gerate in einen Behandlungsraum, wo ich eine Weile warte. Der junge Arzt sagt: „Ich kann ihnen leider nicht helfen,…“ Also irgendwie war ich da falsch, aber ich weiß nicht, warum. Er will einen Unfallchirurgen suchen und mit dem besprechen, was zu tun ist.
Eine ganze Weile passiert nichts, ich bitte eine vorbeieilende Schwester um ein Ibuprofen, das auch nicht kommt.
Ein anderer Arzt erscheint, schaut sich die Hand an, verschwindet wieder. Kommt schließlich mit der jungen Ärztin von morgens und dem dazugehörigen Chefarzt wieder. Der drückt und knetet auf meiner Hand rum (AUUUUAAAHHH!) und meint : „Interessant! Da haben sich Knötchen auf der Sehne gebildet, und die Sehne ist blockiert. So stark und so akut habe ich das noch nie gesehen.“ Er fördert ein Paar Schmerztabletten zutage. Mit Schmerzmittel soll ich versuchen die Sehne zu dehnen, ob sich das wieder löst und Montag wiederkommen. Sonst müsse das operiert werden.

17.45 Nach fast 10-stündiger Ärzteodysse bin ich wieder zu Hause.