Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer? – Ein Kommentar.

Heute muss ich mal was rebloggen. Die Auto-bild pöbelte gestern über Radfahrer und Fragte: Sind Radfahrer wichtiger als Autofahrer? Hier die Antwort von Radelmädchen:

Das Thema Auto BILD-Titelseite ist noch nicht erledigt! Die Oktoberausgabe strotzt von plakativen Anschuldigungen & konfrontationslustiger Diskreditierung.

Quelle: Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer? – Ein Kommentar.

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Nach Dellbrück

Voriges Jahr, also vor dem Armbruch und sonstigen Katastrophen, hatte ich tatsächlich in Dellbrück einen Job zu erledigen. Wie kommt man von hier am schnellsten nach Dellbrück? Eigentlich nach Brück, dann Olpener Straße, Mauspfad, Dellbrücker Marktweg, Dellbrücker Hauptstraße… So muss man mit dem Auto fahren.
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Mit dem Rad geht das natürlich viel cooler: Nämlich fast autofrei, durch die Felder.
So ähnlich bin ich gestern gefahren. So ähnlich, weil ich einen privaten Schlenker löschen musste, und das geht in Komoot nur wenn man die Tour neu plant. Das Stückchen Mauspfad und Olpener Straße in Brück bin ich so nicht gefahren, aber der Komoot weigert sich, das Stück Wegs zu nehmen, das ich tatsächlich gefahren bin.

 

 

 

Zunächst also durch die Felder nach Brück, dann durch die Flehbachaue.

Flehbachaue

Da stehen übrigens ein paar Mammutbäume, wenn ich das richtig sehe. Der Flehbach soll in den nächsten Jahren renaturiert werden, zum Missvergnügen der Brücker, die eine Mückenplage befürchten.

Unter der Autobahn durch, Richtung Gut Mielenforst.

In diesem Eckchen soll ein neuer Wald für Köln entstehen. Also zusätzlich zu den Wäldern der rheinischen Mittelterrasse, ne.

Wald?

Ich persönlich hätte eine Streuobstwiese bevorzugt. Tatsächlich ist es aber so gemeint, dass Kölner Bürger hier Bäumchen pflanzen können. zur Hochzeit, zum Geburtstag usw.

Am gut Mielenforst vorbei, kreuze ich den Mauspfad in Höhe des Ostfriedhofs.

Eibe

Die Eibe hatte ich irgendwie größer in Erinnerung. (Ja, es ist DIE EIBE!)

Der Dellbrücker Marktweg hat einen Fahrradschutzstreifen, ist aber trotzdem blöd zu fahren.

Der Dellbrücker Marktplatz bietet einige Einkehrmöglichkeiten, auch an Wochentagen, eine Eisdiele und einen öffentlichen Bücherschrank.

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Links des Schranks: Die erste von fünf Bananenkisten voller Bücher, die dort flott gestapelt und zurückgelassen wurden.
Mein erster Gedanke in Anbetracht des vorher schon ziemlich vollen Schranks, meines Fahrrads und fünf Bananenkisten voller Bücher war tatsächlich: Wenn hier einer hilft, ist es daylife.  Eine freundliche Bookcrosserin, mit  großem Auto und allzeit bereit, Bücher zu retten. Leider war sie aber nicht zu Hause.
Als ich mit meiner großen, wirklich sehr leckeren Pizza fertig war, habe ich schon mal angefangen ein paar der Bücher in den Schrank zu räumen. Dann kam mir eine junge Frau zu Hilfe. Zu zweit haben wir den Schrank randvoll gestapelt. Die Readers Digest Auswahlbücher habe ich in eine leere Kiste gepackt. Alles andere ging fast rein. Ein extra großes habe ich noch mitgenommen und zwei die vorher im Schrank waren.
Der Schrank ist jetzt rappelvoll mit unsortierter, aber gut erhaltener Erbmasse, alles Hardcover. Die Auswahlbücher stehen daneben.
Irgendwie war das gemeinschaftliche Stapeln eine schöne Aktion. Bücher verbinden Menschen.
Andreae

Auf dem Rückweg bin ich dann noch auf die blödsinnige Idee gekommen, am Grab der Familie von Andreae vorbei zu fahren. Blödsinnig, weil das Rad mit zwei extra schweren und  einem leichten Buch einseitig bepackt war, der Weg erst frisch geschottert, dann matschig und außerdem noch ein Umweg war, und weil ich natürlich an jedem anderen Tag auch dort hätte langfahren können, es aber nicht getan habe. Aber egal. zur Belohnung gab es in Brück ein Eis.

Hirsche-Schweinerunde

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Am wilden Flehbach

Es ist schon erstaunlich, wie der Wald innerhalb eines Tages von Spätsommer auf Herbst umschlagen kann. Sieht man den Fotos zwar noch nicht an. aber plötzlich liegt Laub auf den Wegen und Rastplätzen, wo gestern noch keins war.

Bei dem Versuch, Hirsche, Schweine und ein  Eis miteinander zu verbinden, kam eine Wegeführung heraus, die aussieht, wie der verunglückte Versuch, das Haus vom Nikolaus zu zeichnen. Und ich hätte jetzt nicht gedacht, dass das 2km länger ist, als die kleine Schweinerunde.

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Die Wegeführung kann ich noch optimieren

Wie dem auch sei. Erstmal geradeaus, Richtung Brück, über den Mauspfad hoch auf die rheinische Mittelterrasse. Das ist hier wirklich als deutlicher Absatz in der Landschaft zu erkennen. Zackig zu den Hirschen, nicht ganz so zackig zu den Schweinen, wieder am Flehbach lang, an der Brücke links statt rechts und dann „Flöck zoröck noh Bröck“ wie einer meiner Lehrer sich als Lebensmotto auf die Fahne geschrieben hatte.

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Die Brücke am Flehbach

Insgesamt ist der Teil des Königsforstes der „Brücker Hardt“ genannt wird, mehr Naherholung als Wald. Breite kinderwagengerechte Wege, Bänke und Kletterzeugs am Hirschgehege, Futterautomaten, Schweine, ein Waldlehrpfädchen, eine Rhododendronallee… also insgesamt ein bisschen öd.

Die Rothirsche im geräumigen Hirschgehege ließen sich nicht blicken.
Erkenntnis des Tages: Schweine sind zwar Omnivoren wie Du und ich, verschmähen aber Kohlstrünke.

Weil ich dann noch unbedingt ein Eis essen wollte, wäre ich beinahe nass geworden.
Langsam macht sich das wenn möglich tägliche Radfahren bezahlt: Ich habe beim Aikido weniger Knieprobleme.

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Kleine Schweinerunde

Den Weg zum Wildgehege Brück, am Flehbach entlang, habe ich schon als Kind geliebt. Zuerst als Sonntagsspaziergang mit den Eltern, später mit den Leihhunden Cosy (Pudel) und Senta (Schäferhund), dann mit meinem Hovawart Bär. Die drei durften aber damals nicht mit ins Wildgehege, weil damals noch das Wild auf dem Gelände frei herum lief, das nur durch eine Schleuse betreten werden konnte. Fahrräder mussten damals auch draußen bleiben. Mittlerweile sind von dem ehemaligen Wildpark nur noch ein Schweine- und ein Rotwildgehege übrig geblieben. Es ist eben doch keine so gute Idee, wenn kleine Kinder unbedingt die Frischlinge einer empörten Bache streicheln wollen oder ein fleißiger Fotograf zwischen zwei röhrende Hirsche gerät.

Also, die Schleuse ist jetzt weg und als erweiterte Runde fahre ich das gern mit dem Rad, weil es auf kurzer Strecke viel Abwechslung bietet. Ja, man kann es auch laufen. Habe ich auch schon gemacht mit Besuch.

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Am Baggerloch vorbei führt der Weg zunächst durch die Felder Richtung Erker Mühle. Je nachdem, was unser Bauer gesät hat, sind sie grün (Spinat,  Getreide, Erbsen), gelb (Weizen) knallgelb (Raps) braun (frisch gepflügt). Sie durften (Getreide, frische Erde) oder stinken (Ölrettich, Raps).
Dazwischen abwechslungsreiche Feldhecken und kleine Waldstücke. RichtungKönigsforst

Hinter dieser hohlen Gasse muss der Mauspfad überquert werden. Auf dem völlig überdimensionierten Parkplatz haben sich die Waldwichtel niedergelassen, ein Waldkindergarten.

Waldwichtel

Links davon: Die Erker Mühle. Die Mühle gibt es nicht mehr, ebenso wenig den Kiosk, an dem es immer ein Domino-Eis gab. Damals für 50 Pfennig. Über den heutigen Preis decken wir das verschämte Mäntelchen des Schweigens. Jedenfalls ist er nicht mehr taschengeldtauglich.

Erker Mühlenteich

Den Mühlenteich, in dem ein Teil des Flehbachs gestaut ist, gibt es aber noch, ebenso den Mühlengraben. Über den Deich, der Rath-Heumar und Brück vor Überflutung durch den wild gewordenen Flehbach schützt, am Mühlengraben entlang, geht es zu einem Sandfang, einem Betonbecken, dass den Mühlengraben vom Flehbach trennt. Bildschirmfoto 2017-09-28 um 10.37.48

Dahinter, also Richtung Quelle wird der Flehbach wild.

Dschungel

Er darf frei mäandern und ändert auch, je nach Wasserstand seinen Lauf. Auch Schwemmholz und umgekippte Bäume bleiben liegen, sofern sie nicht für Spielkinder zu gefährlich sind.

Flehbach

Denn manche Ufer sind gern genommene Planschbecken für Kind und Hund…

Schweine

… und für die Schweine im Schweinegehege.

Hinter dem Schweinegehege ändert sich das Bild wieder. Denn der Flehbach ist hier ins Gelände eingeschnitten und bietet interessante Ausblicke.

Rastplatz

Das könnte ein Lieblingsplatz werden.

ausblick

Schatten

Eigentlich viel zu schade um flott durchzuradeln.

Schließlich geht es wieder abwärts und auf dem Flehbachmühlenweg nach rechts über die Brücke. Der Zaun trennt das SOS-Kinderdorf vom Rest der Welt ab und sorgt dafür, dass sich die Kinder nicht im Wald und die Spaziergänger nicht im Kinderdorf verlaufen. Früher gab es hier noch eine Mühle: die Flehbachmühle.
Nach der Querung der Lützerathstraße am dicken Stock mal eben eine Release-Zone einrichten…

am dicken Stock

… dann rechts auf dem Schiefer-Hauweg immer geradeaus nach Rath. Der Name erinnert daran, dass der Königsforst von der rheinischen Heideterrasse ins rheinische Schiefergebirge übergeht, wo in Steinbrüchen Schiefer gehauen wurde.

Nach einem Päuschen in Rath (Eis, Thai, oder Biergarten) geht es zurück und immer öfter kaufe ich mein Obst und Gemüse am Marktstand.

Marktstand

Die Strecke ist zum Königsforst hin beliebig erweiterbar. Auch gibt es beim Kinderdorf einen Tunnel unter der Autobahn hindurch nach Refrath.

ÖPNV Linie 9 Haltestelle Steinweg oder Königsforst.

Grün ist die Heide

Nee, jetzt gerade nicht. Sie färbt sich gerade lila.

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Ich wollte eigentlich die kleine Runde aus dem Juli nachfahren und mit dem Komoot aufzeichnen. Also besser nicht sofort in die Heide, sondern in den Königsforst bis zum Rennweg dort rechts abbiegen ist die am wenigsten nervige Strecke in die Wahner Heide, wenn man sich das Autobahnkreuz und die Bahnstrecke ersparen will. Denn dort gibt es Brücken.

Also ging es los, der Beschilderung entlang am Pionierbecken vorbei. Hier waren schon wesentlich mehr Leute am Aussichtspunkt, die Heide bewundern.

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Und weiter ging es in den Geisterbusch.

DSC_4800Noch ein Sturmschaden. An der Eiche sind mehrere dicke Äste abgebrochen. Da hätte ich mich nicht unterstellen mögen.

Statt Ziegen gab es dieses Mal Esel auf der Weide.DSC_4804

Übrigens mehr Esel als ich dachte, einer süßer als der andere.

 

Und alle leicht genervt von den Fliegen, aber sie ertragen es mit stoischer Ruhe und Ohrenzucken.

DSC_4806Schnell war ich in Altenrath und stellte fest: Ich bin schon erheblich fitter als Anfang Juli. Außerdem ist die ausgeschilderte Strecke, wenn auch theoretisch weiter, so doch einfacher zu fahren als das, was das Navi mir vorgeschlagen hatte. Also bin ich noch ein Stückchen weiter gefahren nach Lohmar. Im alten Fährhaus gab es Schnitzel. Unter einem Maronenbaum = Esskastanie. Erwähne ich hier nur, weil einige Gäste rätselten, was das wohl ist.DSC_4807

Nach der Mittagspause dachte ich mir, ich probiere mal den Rückweg über Troiadorf statt über Rösrath.

Also weiter an an der Aggeraue, wo ein Kreuz am Wegavon einem Raubüberfall kündet.DSC_4808Und auf moosigen Baumstämmen Pilze sprießen.

DSC_4809Dann war ich plötzlich an der Sieg, auf dem Erlebnisradweg Sieg, von dort auch ganz brav nach Troisdorf abgebogen, aber nur um den Bücherschrank, den ich neulich in der Fußgängerzone entdeckt habe, mit einem Bookcrossing-Buch zu belegen.

Aber weil der Siegradweg so gut zu fahren war, bin ich von dort wieder Richtung sieg abgebogen. Es kam wie es kommen musste: an einer Baustelle verließ mich die Beschilderung. Und so konnte ich zunächst den Sieglarer See besichtigen.

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Um mich danach auf einem Trampelpfad an der Sieg entlang zu schlagen, bis ich endlich wieder den Deich und festen Boden unter den Füßen hatte. DSC_4811

Noch ein Blick auf die Siegaue und schon ist nach 38km die Siegmündung erreicht.

Hier verließ mich der Handyakku. Schluss mit Aufzeichnung also, aber das war erst die halbe Miete, denn zurück musste ich ja auch noch.

 

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Zurück ging es dann immer am Rhein entlang, vorbei an großen und kleinen Tieren.

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über Niederkassel, Ranzel, Zündorf.

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An der Groov war auch noch Abends die Hölle los. Überhaupt war es voll. Schon in der Wahner Heide waren mir ganze Pulks von Radfahrern und Wanderern entgegen gekommen. Gefühlt waren an diesem Sonntag mehr Leute unterwegs als die ganzen zwei Monate vorher zusammen. Das blieb auch so, bis zum späten Abend.

  • Gefahren: Ca. 80 km
  • Pausen: Eine, Schnitzel
  • ein paar Trinkpausen.

Tage des ungesehenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals ist eine schöne Veranstaltung, einmal jährlich, an denen ich mir gerne etwas ansehe.

Voriges Jahr zum Beispiel war das der Atombunker in der U-Bahn Kalk-Post sowie die ehemalige Bücherei und das Deutz-Kalker Bad, jetzt ein Hotel.

Nur meistens bekomme ich den Termin immer erst auf den letzten Drücker mit. In diesem Fall, weil mich eine Frau vom Förderverein historischer Park Deutz darauf ansprach.

Samstag also wollte ich mir deren Führung zu den Ausgrabungen unter klein St. Heribert ansehen. Diese Veranstaltung habe ich allerdings im Programm des Tages des offenen Denkmals nicht gefunden. Angemeldet war ich also nicht. Aber man kann ja mal probieren. Leider habe ich niemanden angetroffen. Vielleicht habe ich an der falschen Stelle gewartet.

Für den Sonntag habe ich mir dann etwas hier in der Nähe ausgesucht, eine Führung im Wasserwerk Westhoven, wo ich mal eben mit dem Rad hinflitzen wollte. Doch auch dort stand ich leider vor verschlossener Tür. Es sah auch nicht sehr bevölkert aus.
Eine andere mögliche Erklärung:Bildschirmfoto 2017-08-14 um 09.51.04

Nein, so schlimm wie es aussieht, war es nicht, hier sind Hin- und Rückweg zusammen abgebildet.

Da ich nun schon mal dumm in Westhoven rumstand, bin ich durch die Westhovener Aue an den Rhein „geflogen“.

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Kaum zu glauben, dass da früher eine Kaserne stand. Jetzt ist es Naturschutzgebiet und Retentionsgebiet bei Hochwasser.

Weiter ging es , am Rhein entlang, Richtung Deutz.

pollerwiese

Auf der Poller Wiese hat ein Zirkus festgemacht. Ausflugsgebiet für Deutzer, Poller,  Porzer und andere Kölner, gespickt mit Sportstätten, Fußballplätzen, Tennisplätzen, war es für mich früher ein Ort der Schande und Erniedrigung. Bundesjugendspiele hieß das Spektakel, zu dem an diesem Ort einmal jährlich die Kinder von Köln zusammengetrieben, und die kleinen, schwachen öffentlich gedemütigt wurden. Manchmal hatte Vater Rhein Mitleid und trat über die Ufer. Dann gab es mangels Plan B des Lehrkörpers einen außerordentlichen Tag Schulfrei und ich erinnere mich an einen Wettbewerb im Kirschkernzielspucken, den ich gewann.

Kranhäuser

Immerhin gibt es schöne Aussichten auf das andere Ufer. Auf dieser Seite, auf dem Gelände des Deutzer Hafens ist auch ein gemischtes Wohngebiet geplant. Man darf gespannt sein.

In Deutz war der Plan: Erstmal einkehren, dann am Rhein abhängen und dann ein zweiter Versuch mit Heribert.

Oh, meine Lieblings-Tapas Bar hat Sonntagsmittags geöffnet.

Tapas

Doch erstens kommt es anders… Während ich zufrieden meine geschmorte Kaninchenkeule genoss, erreichte mich eine Nachricht. Ich schuldete dem netten Nachbarn, der den Rasenmäher repariert hatte, noch ein Eis. Bis vier nach Rath-City schaffe ich, ohne zu hetzen. Also dieses Jahr keine Denkmäler.

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War aber trotzdem irgendwie nett.

 

Und gerade hat mich Bookcrosser RalfH darauf hingewiesen, dass Der Tag des offenen Denkmals erst im September ist. Kein Wunder, dass ich vor verschlossenen Türen stand.

Durch den Königsforst zum Schloss Eulenbroich.

Am Wochenende war Rosenfest auf Schloss Eulenbroich in Rösrath. Rösrath ist zwar von hier aus der nächste größere Ort, gehörte aber nicht unbedingt zum Einzugsbereich meiner Jugend.

Durch den Königsforst nach Rösrath fahren ist eigentlich einfach. Hätte ich auch so gefunden: Von der Endhaltestelle immer geradeaus, am Wassertretbecken halblinks hoch. Nervtötend einfach. Immer geradeaus und immer den Berg hoch.

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Um es vorweg zu nehmen: Dabei herausgekommen ist eine schöne, abwechslungsreiche Radrunde, immer durch den Wald.

Erstmal durch die Felder, Eintritt in den Königsforst an der Kreuzung Lützerather Straße, an einem ausgetrockneten Bachbett entlang, ein Stück über den Deich…

Königsforst

Durch den Königsforst

Der Königsforst zeigt sich in frühlingsfrischen Farben, obwohl schon Anfang August ist.

Schweinerei

Es gibt hier offensichtlich viele Wildschweine.

Dann über den Giesbach, nasse Füße inclusive. Es ist eigentlich erstaunlich, dass ich an diesem schönen Pausenplatz so selten Leute antreffe.

Flacher zunächst mal als erwartet, nur um Kleineichen herum und vor Rösrath ein paar kurze, steile Anstiege. A`propos Anstieg: Es war gar nicht so einfach den Komoot so zu programmieren, dass die steile Straße abwärts auf dem Hinweg und der sanftere Anstieg auf dem Bahndamm auf dem Rückweg gefahren werden soll.

Nun, ich habe ja auch noch andere Hobbys:

Klosterwald

Themenrelease an der Klostermühle.

Mittlerweile war es dann auch recht warm geworden. Das Restaurant Klostermühle liegt direkt neben Schloss Eulenbroich.

Schloss Eulenbroich ist ein Wasserschloss an einem Nebenarm der Sülz. Es gibt ein Café mit Außengastronomie, verschiedene Veranstaltungen. Märkte, Kunstausstellungen, Theater. Man kann sich dort sogar trauen lassen.

Das Rosenfest hatte wenig Rosen und mehr Kunsthandwerk hart an der Kitschgrenze und einiges zu probieren. Es wurde auch recht warm. Auf dem Rückweg  habe ich noch ein Stückchen den Bahndamm getestet. Hier wurde die stillgelegte Trasse der Sülztalbahn als Bahntrassenradweg wiederverwendet. Leicht zu fahren mit Fahrrad oder Mountainbike. Die Gesamtstrecke verbindet Rösrath mit Bensberg.

Bahndamm

Bahntrassenradweg

Auf dem Rath-Forsbacher-Weg ging es nur noch bergab, ein Bisschen plantschen im Wassertretbecken inclusive, so dass ich früher als geplant wieder hier war.

An vier Stellen hat mich der Komoot missgewiesen, zuletzt am Wassertretbecken, da sollte ich scharf Links, praktisch wieder zurück fahren. So weit ich das jetzt beurteilen kann, passiert das immer da, wo es noch ein anderes links oder rechts gibt. Bei mehrstrahligen Kreuzungen würde ich ihm grundsätzlich misstrauen und mal einen Blick in die Karte werfen. „Links auf den Bahndamm, dann wenden“, sorgt allerdings eher für Erheiterung als für Irritationen.

Den Abend ließ ich mit dem dicken Schätzing im Garten ausklingen. Die Vögel singen nicht mehr, es gibt ein neues Eichhörnchen.