Zurück in die Steinzeit

Heute früh war es im Wohnzimmer hell.
Erster Gedanke: Habe ich vergessen im Wohnzimmer den Rolladen zu schließen? – Nee, das mache ich zur Zeit ziemlich früh, um Energie zu sparen.

Zweiter Gedanke: Das Lämpchen ist an. – – Sch… dann ist alles andere aus!
Test: Kein Strom, keine Heizung, kein Internet, und vor Allem: kein Kaffee!

DSC_4857

Das Lämpchen hängt nämlich im Wohnzimmer an der Steckdose und tut nix.

DSC_4858

Es sei denn, man nimmt es vom Strom. Dann geht es an. Also auch bei Stromausfall.

DSC_4859

Man kann auch eine Taschenlampe draus machen und im Dunkeln geht es auch als Bewegungsmelder an.

Nachdem hier vor zwei Jahren die Hausbeleuchtung ausgefallen ist, und wir stundenlang bei schwachem Handyschimmer nach dem Fehler gesucht haben, habe ich es mal als Prämie von der gfk bestellt. Es ist praktisch, wenn ich mal eben bei schwacher Beleuchtung durch den Raum gehe, wenn ich ganz hinten unten was suche…

Also heute früh: Lämpchen an, alles andere aus.
Alles andere bedeutet: In ganz Rath-Heumar. Keine Straßenbeleuchtung, keine Ampeln, keine Linie 9, kein Türöffner, keine Klingel, beim REWE verschlossene Türen, keine Kasse, keine Kühltruhe… „Hilfe! die KUH! und auch sonst ist sie gerade gut gefüllt“

Die Rheinenergie beruhigte: 12 Stunden hält die Truhe und man sei schon auf Fehlersuche.
Aber kein Kaffee! – Ich habe doch noch einen Spirituskocher – und Kaffeebohnen und eine elektrische Kaffeemühle.

Zum Glück war der Spuk kurz vor 10 wieder vorbei. Ein längerer Stromausfall ist durchaus ernst zu nehmen, auch bei Tageslicht. Nicht nur weil Heizung und Kühlanlagen ausfallen, sondern auch die elektrischen Pumpen der Wasserversorgung. Also muss sich die Rheinenergie ranhalten, wenn so etwas passiert.

Advertisements

Es muss nicht immer Rindfleisch sein

Nun habe ich ja eine Truhe voll Rind, das heißt aber nicht, dass ich jetzt täglich Rindfleisch esse. Das liegt wohl daran, dass Rind für mich immer was von Sonntagsbraten hat. Was ich bislang davon verkostet habe war sehr gut.

Heute gab es einen Spontankauf vom Gemüsestand: Austernsaitlinge.
Hatte ich noch nie probiert und befinde mich gerade in der experimentalen Kochphase.
Daraus wurde ein Omelett mit Austernsaitlingen und Kartoffeln.
2 Kartoffeln in Würfelchen geschnitten, eingeölt, gesalzen und in die Röhre geschoben.
2 Austernsaitlinge, eine Kleine Zwiebel, ein wenig Lauch in Butter auf halber Hitze angebraten. Salz& Pfeffer.
Wenn die Kartoffeln und die Pilze gar sind, zwei Eier mit etwas Sahne und/oder Wasser und eine Prise Mehl verquirlen.
Die Pilze kurz auf den Kartoffeln zwischenlagern, die Eier in die Pfanne, Pilze und Kartoffeln obendrauf, Deckel drauf, auf sehr niedriger Hitze stocken lassen.
Es war sehr lecker. Experiment gelungen. Ab sofort kommt der Austernsaitling auf die Liste der essbaren Gewächse.
Den Pfeffer kann man sich sparen, da der Austernsaitling selbst etwas Schärfe hat.

Marktstand
Der kleine Gemüsestand an der Lützerathstraße ist eine regionale und saisonale Fundgrube. Während ich in größeren Läden oft überfordert bin, finde ich dort immer etwas. Und es gibt überhaupt keinen Verpackungsmüll. Und es gibt immer ein Leckerchen. Dieses Mal war es ein kleiner Apfel.

 

Nach Dellbrück

Voriges Jahr, also vor dem Armbruch und sonstigen Katastrophen, hatte ich tatsächlich in Dellbrück einen Job zu erledigen. Wie kommt man von hier am schnellsten nach Dellbrück? Eigentlich nach Brück, dann Olpener Straße, Mauspfad, Dellbrücker Marktweg, Dellbrücker Hauptstraße… So muss man mit dem Auto fahren.
Bildschirmfoto 2017-10-01 um 16.46.48

Mit dem Rad geht das natürlich viel cooler: Nämlich fast autofrei, durch die Felder.
So ähnlich bin ich gestern gefahren. So ähnlich, weil ich einen privaten Schlenker löschen musste, und das geht in Komoot nur wenn man die Tour neu plant. Das Stückchen Mauspfad und Olpener Straße in Brück bin ich so nicht gefahren, aber der Komoot weigert sich, das Stück Wegs zu nehmen, das ich tatsächlich gefahren bin.

 

 

 

Zunächst also durch die Felder nach Brück, dann durch die Flehbachaue.

Flehbachaue

Da stehen übrigens ein paar Mammutbäume, wenn ich das richtig sehe. Der Flehbach soll in den nächsten Jahren renaturiert werden, zum Missvergnügen der Brücker, die eine Mückenplage befürchten.

Unter der Autobahn durch, Richtung Gut Mielenforst.

In diesem Eckchen soll ein neuer Wald für Köln entstehen. Also zusätzlich zu den Wäldern der rheinischen Mittelterrasse, ne.

Wald?

Ich persönlich hätte eine Streuobstwiese bevorzugt. Tatsächlich ist es aber so gemeint, dass Kölner Bürger hier Bäumchen pflanzen können. zur Hochzeit, zum Geburtstag usw.

Am gut Mielenforst vorbei, kreuze ich den Mauspfad in Höhe des Ostfriedhofs.

Eibe

Die Eibe hatte ich irgendwie größer in Erinnerung. (Ja, es ist DIE EIBE!)

Der Dellbrücker Marktweg hat einen Fahrradschutzstreifen, ist aber trotzdem blöd zu fahren.

Der Dellbrücker Marktplatz bietet einige Einkehrmöglichkeiten, auch an Wochentagen, eine Eisdiele und einen öffentlichen Bücherschrank.

20171001_131455

Links des Schranks: Die erste von fünf Bananenkisten voller Bücher, die dort flott gestapelt und zurückgelassen wurden.
Mein erster Gedanke in Anbetracht des vorher schon ziemlich vollen Schranks, meines Fahrrads und fünf Bananenkisten voller Bücher war tatsächlich: Wenn hier einer hilft, ist es daylife.  Eine freundliche Bookcrosserin, mit  großem Auto und allzeit bereit, Bücher zu retten. Leider war sie aber nicht zu Hause.
Als ich mit meiner großen, wirklich sehr leckeren Pizza fertig war, habe ich schon mal angefangen ein paar der Bücher in den Schrank zu räumen. Dann kam mir eine junge Frau zu Hilfe. Zu zweit haben wir den Schrank randvoll gestapelt. Die Readers Digest Auswahlbücher habe ich in eine leere Kiste gepackt. Alles andere ging fast rein. Ein extra großes habe ich noch mitgenommen und zwei die vorher im Schrank waren.
Der Schrank ist jetzt rappelvoll mit unsortierter, aber gut erhaltener Erbmasse, alles Hardcover. Die Auswahlbücher stehen daneben.
Irgendwie war das gemeinschaftliche Stapeln eine schöne Aktion. Bücher verbinden Menschen.
Andreae

Auf dem Rückweg bin ich dann noch auf die blödsinnige Idee gekommen, am Grab der Familie von Andreae vorbei zu fahren. Blödsinnig, weil das Rad mit zwei extra schweren und  einem leichten Buch einseitig bepackt war, der Weg erst frisch geschottert, dann matschig und außerdem noch ein Umweg war, und weil ich natürlich an jedem anderen Tag auch dort hätte langfahren können, es aber nicht getan habe. Aber egal. zur Belohnung gab es in Brück ein Eis.

Hirsche-Schweinerunde

20170929_160007

Am wilden Flehbach

Es ist schon erstaunlich, wie der Wald innerhalb eines Tages von Spätsommer auf Herbst umschlagen kann. Sieht man den Fotos zwar noch nicht an. aber plötzlich liegt Laub auf den Wegen und Rastplätzen, wo gestern noch keins war.

Bei dem Versuch, Hirsche, Schweine und ein  Eis miteinander zu verbinden, kam eine Wegeführung heraus, die aussieht, wie der verunglückte Versuch, das Haus vom Nikolaus zu zeichnen. Und ich hätte jetzt nicht gedacht, dass das 2km länger ist, als die kleine Schweinerunde.

Bildschirmfoto 2017-10-01 um 09.59.13

Die Wegeführung kann ich noch optimieren

Wie dem auch sei. Erstmal geradeaus, Richtung Brück, über den Mauspfad hoch auf die rheinische Mittelterrasse. Das ist hier wirklich als deutlicher Absatz in der Landschaft zu erkennen. Zackig zu den Hirschen, nicht ganz so zackig zu den Schweinen, wieder am Flehbach lang, an der Brücke links statt rechts und dann „Flöck zoröck noh Bröck“ wie einer meiner Lehrer sich als Lebensmotto auf die Fahne geschrieben hatte.

20170929_160406_1

Die Brücke am Flehbach

Insgesamt ist der Teil des Königsforstes der „Brücker Hardt“ genannt wird, mehr Naherholung als Wald. Breite kinderwagengerechte Wege, Bänke und Kletterzeugs am Hirschgehege, Futterautomaten, Schweine, ein Waldlehrpfädchen, eine Rhododendronallee… also insgesamt ein bisschen öd.

Die Rothirsche im geräumigen Hirschgehege ließen sich nicht blicken.
Erkenntnis des Tages: Schweine sind zwar Omnivoren wie Du und ich, verschmähen aber Kohlstrünke.

Weil ich dann noch unbedingt ein Eis essen wollte, wäre ich beinahe nass geworden.
Langsam macht sich das wenn möglich tägliche Radfahren bezahlt: Ich habe beim Aikido weniger Knieprobleme.

20170929_160038

Kleine Schweinerunde

Den Weg zum Wildgehege Brück, am Flehbach entlang, habe ich schon als Kind geliebt. Zuerst als Sonntagsspaziergang mit den Eltern, später mit den Leihhunden Cosy (Pudel) und Senta (Schäferhund), dann mit meinem Hovawart Bär. Die drei durften aber damals nicht mit ins Wildgehege, weil damals noch das Wild auf dem Gelände frei herum lief, das nur durch eine Schleuse betreten werden konnte. Fahrräder mussten damals auch draußen bleiben. Mittlerweile sind von dem ehemaligen Wildpark nur noch ein Schweine- und ein Rotwildgehege übrig geblieben. Es ist eben doch keine so gute Idee, wenn kleine Kinder unbedingt die Frischlinge einer empörten Bache streicheln wollen oder ein fleißiger Fotograf zwischen zwei röhrende Hirsche gerät.

Also, die Schleuse ist jetzt weg und als erweiterte Runde fahre ich das gern mit dem Rad, weil es auf kurzer Strecke viel Abwechslung bietet. Ja, man kann es auch laufen. Habe ich auch schon gemacht mit Besuch.

Bildschirmfoto 2017-09-28 um 09.56.10

Am Baggerloch vorbei führt der Weg zunächst durch die Felder Richtung Erker Mühle. Je nachdem, was unser Bauer gesät hat, sind sie grün (Spinat,  Getreide, Erbsen), gelb (Weizen) knallgelb (Raps) braun (frisch gepflügt). Sie durften (Getreide, frische Erde) oder stinken (Ölrettich, Raps).
Dazwischen abwechslungsreiche Feldhecken und kleine Waldstücke. RichtungKönigsforst

Hinter dieser hohlen Gasse muss der Mauspfad überquert werden. Auf dem völlig überdimensionierten Parkplatz haben sich die Waldwichtel niedergelassen, ein Waldkindergarten.

Waldwichtel

Links davon: Die Erker Mühle. Die Mühle gibt es nicht mehr, ebenso wenig den Kiosk, an dem es immer ein Domino-Eis gab. Damals für 50 Pfennig. Über den heutigen Preis decken wir das verschämte Mäntelchen des Schweigens. Jedenfalls ist er nicht mehr taschengeldtauglich.

Erker Mühlenteich

Den Mühlenteich, in dem ein Teil des Flehbachs gestaut ist, gibt es aber noch, ebenso den Mühlengraben. Über den Deich, der Rath-Heumar und Brück vor Überflutung durch den wild gewordenen Flehbach schützt, am Mühlengraben entlang, geht es zu einem Sandfang, einem Betonbecken, dass den Mühlengraben vom Flehbach trennt. Bildschirmfoto 2017-09-28 um 10.37.48

Dahinter, also Richtung Quelle wird der Flehbach wild.

Dschungel

Er darf frei mäandern und ändert auch, je nach Wasserstand seinen Lauf. Auch Schwemmholz und umgekippte Bäume bleiben liegen, sofern sie nicht für Spielkinder zu gefährlich sind.

Flehbach

Denn manche Ufer sind gern genommene Planschbecken für Kind und Hund…

Schweine

… und für die Schweine im Schweinegehege.

Hinter dem Schweinegehege ändert sich das Bild wieder. Denn der Flehbach ist hier ins Gelände eingeschnitten und bietet interessante Ausblicke.

Rastplatz

Das könnte ein Lieblingsplatz werden.

ausblick

Schatten

Eigentlich viel zu schade um flott durchzuradeln.

Schließlich geht es wieder abwärts und auf dem Flehbachmühlenweg nach rechts über die Brücke. Der Zaun trennt das SOS-Kinderdorf vom Rest der Welt ab und sorgt dafür, dass sich die Kinder nicht im Wald und die Spaziergänger nicht im Kinderdorf verlaufen. Früher gab es hier noch eine Mühle: die Flehbachmühle.
Nach der Querung der Lützerathstraße am dicken Stock mal eben eine Release-Zone einrichten…

am dicken Stock

… dann rechts auf dem Schiefer-Hauweg immer geradeaus nach Rath. Der Name erinnert daran, dass der Königsforst von der rheinischen Heideterrasse ins rheinische Schiefergebirge übergeht, wo in Steinbrüchen Schiefer gehauen wurde.

Nach einem Päuschen in Rath (Eis, Thai, oder Biergarten) geht es zurück und immer öfter kaufe ich mein Obst und Gemüse am Marktstand.

Marktstand

Die Strecke ist zum Königsforst hin beliebig erweiterbar. Auch gibt es beim Kinderdorf einen Tunnel unter der Autobahn hindurch nach Refrath.

ÖPNV Linie 9 Haltestelle Steinweg oder Königsforst.

Wie rechts ist Facebook?

Angeblich hat ja Facebook hohe Standards. Blanke Titten z.B. werden sofort gelöscht. Allerdings kann auch jeder Hans und Franz sich ein Fake-Profil (mit Hundefoto oder Mickymaus und Fantasienamen) anschaffen und ungefragt seinen Sabber ablassen: Lügen, Pöbeleien, Verschwörungstheorien, Beleidigungen, Rassistensprüche, Frauenfeindlichkeit, eine Prise Hass hier, eine Dosis Angst dort… gerade vor der Wahl bot sich ein breit gespanntes Bild menschlicher Abgründe.

Wird das zu viel kann man einen Beitrag melden. Dann bekommt man die Info: Wir haben den Beitrag geprüft, er widerspricht nicht den Facebook-Richtlinien. Oder so ähnlich.

Das ich trotzdem weiter auf Facebook bin, liegt unter anderem an Marcel D. Ein ruhiger Mann, der nie pöbelt, niemanden beleidigt und sachlich rüber kommt. Marcel D. ist der Gründer und Admin der geschlossenen Facebook-Gruppe Rath-Heumar-Info. Mit dieser Gruppe ist in unserem Ort das Gemeinschaftsgefühl gestärkt worden. Auf dem kurzen Weg werden Informationen ausgetauscht: Vom Termin für das Weinfest, über den kaputten Rasenmäher, spontan organisierte Nachbarschaftshilfe, bis zur entlaufenen Ente. Geschlossen ist die Gruppe, weil eben Rassistensprüche und Beleidigungen nicht erwünscht sind. Und dafür sorgt Marcel mit einiger Konsequenz. Wer sich nicht benimmt, fliegt raus.

Und gestern mussten wir von ihm erfahren: Sein Account wurde durch Facebook für 7 Tage gesperrt. Daher kann er aktuell weder posten, PMs beantworten oder Mitgliederbeitritte bestätigen.

Und da frage ich mich doch, was ist da los bei Facebook? Dass dort selbst der Ausdruck „Hottentottenhorden“ als rassistische Bezeichnung für Flüchtlinge nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstößt, aber ein Admin, der niemandem etwas getan hat und seine Gruppe sauber hält, gesperrt wird.

Grün ist die Heide

Nee, jetzt gerade nicht. Sie färbt sich gerade lila.

DSC_4799

Ich wollte eigentlich die kleine Runde aus dem Juli nachfahren und mit dem Komoot aufzeichnen. Also besser nicht sofort in die Heide, sondern in den Königsforst bis zum Rennweg dort rechts abbiegen ist die am wenigsten nervige Strecke in die Wahner Heide, wenn man sich das Autobahnkreuz und die Bahnstrecke ersparen will. Denn dort gibt es Brücken.

Also ging es los, der Beschilderung entlang am Pionierbecken vorbei. Hier waren schon wesentlich mehr Leute am Aussichtspunkt, die Heide bewundern.

DSC_4798

Und weiter ging es in den Geisterbusch.

DSC_4800Noch ein Sturmschaden. An der Eiche sind mehrere dicke Äste abgebrochen. Da hätte ich mich nicht unterstellen mögen.

Statt Ziegen gab es dieses Mal Esel auf der Weide.DSC_4804

Übrigens mehr Esel als ich dachte, einer süßer als der andere.

 

Und alle leicht genervt von den Fliegen, aber sie ertragen es mit stoischer Ruhe und Ohrenzucken.

DSC_4806Schnell war ich in Altenrath und stellte fest: Ich bin schon erheblich fitter als Anfang Juli. Außerdem ist die ausgeschilderte Strecke, wenn auch theoretisch weiter, so doch einfacher zu fahren als das, was das Navi mir vorgeschlagen hatte. Also bin ich noch ein Stückchen weiter gefahren nach Lohmar. Im alten Fährhaus gab es Schnitzel. Unter einem Maronenbaum = Esskastanie. Erwähne ich hier nur, weil einige Gäste rätselten, was das wohl ist.DSC_4807

Nach der Mittagspause dachte ich mir, ich probiere mal den Rückweg über Troiadorf statt über Rösrath.

Also weiter an an der Aggeraue, wo ein Kreuz am Wegavon einem Raubüberfall kündet.DSC_4808Und auf moosigen Baumstämmen Pilze sprießen.

DSC_4809Dann war ich plötzlich an der Sieg, auf dem Erlebnisradweg Sieg, von dort auch ganz brav nach Troisdorf abgebogen, aber nur um den Bücherschrank, den ich neulich in der Fußgängerzone entdeckt habe, mit einem Bookcrossing-Buch zu belegen.

Aber weil der Siegradweg so gut zu fahren war, bin ich von dort wieder Richtung sieg abgebogen. Es kam wie es kommen musste: an einer Baustelle verließ mich die Beschilderung. Und so konnte ich zunächst den Sieglarer See besichtigen.

DSC_4810

Um mich danach auf einem Trampelpfad an der Sieg entlang zu schlagen, bis ich endlich wieder den Deich und festen Boden unter den Füßen hatte. DSC_4811

Noch ein Blick auf die Siegaue und schon ist nach 38km die Siegmündung erreicht.

Hier verließ mich der Handyakku. Schluss mit Aufzeichnung also, aber das war erst die halbe Miete, denn zurück musste ich ja auch noch.

 

Bildschirmfoto 2017-08-29 um 12.21.19

Zurück ging es dann immer am Rhein entlang, vorbei an großen und kleinen Tieren.

DSC_4814

über Niederkassel, Ranzel, Zündorf.

DSC_4813

An der Groov war auch noch Abends die Hölle los. Überhaupt war es voll. Schon in der Wahner Heide waren mir ganze Pulks von Radfahrern und Wanderern entgegen gekommen. Gefühlt waren an diesem Sonntag mehr Leute unterwegs als die ganzen zwei Monate vorher zusammen. Das blieb auch so, bis zum späten Abend.

  • Gefahren: Ca. 80 km
  • Pausen: Eine, Schnitzel
  • ein paar Trinkpausen.