Erste Hilfe an der Brokkoli

Eigentlich wollte ich gestern früh zum Markt, einkaufen, nicht kochen sondern dort Rievkooche essen und abends dann zum Konzert von Maybebop in Siegburg.

Ich saß aber noch beim dritten Kaffee, als mein vegetarischer Mieter klingelte: „Ich hab mich vertan und zu viel Gemüse gekauft und ich muss doch nach China. Soll ich das wegwerfen, auf den Kompost, oder in die Tonne?“
Ich „Neineinein! Keine Lebensmittel wegwerfen! Stell’s einfach hier ab, ich verteile es denn.“ Fein, dachte ich, ein Bisschen Gemüse und ich muss nicht zum Markt.
Was er dann anschleppte, war aber nicht ein Bisschen Gemüse, sondern ein Obst- und Gemüseberg. Also musste ich ein Bisschen umdisponieren.
Die Mieterin bekam alle Bananen, den Rosenkohl, Salat, zwei grüne Paprika, eine Zuccini und eine Tüte Möhren.
Dann habe ich eingefroren: Brokkoli, Paprika, Zuccini. Zwischendurch ein paar rohe Möhren gegessen.
Dann habe ich gekocht Nudeln, Hack-Paprikasoße.
Eine Zuccini gibt es die Tage mal, oder ich friere die auch noch ein. Wie habe ich bloß ohne Tiefkühltruhe überlebt? Hätte ich mir nie selbst gekauft und jetzt ist sie randvoll.
Äpfel, die ich nicht gut vertrage, nehme ich mit zum Lehrgang, vielleicht auch ein paar Möhren.

Nach getaner Arbeit holte mich eine Aikido-Freundin ab um nach Siegburg zu fahren. Sie schwänzte die Chorprobe, ich Aikido. Ich war mal wieder die wahrscheinlich einzige Besucherin, die nicht in einem Chor singt. Alsbald kamen wir über Maybebop ins Schwärmen. Tolle stimmen und so vielseitig. Hätte mir vor 10 Jahren jemand erzählt, dass ich a-Capella mal gut finden würde, hätte ich ihn für bekloppt erklärt.

Und nach dem Konzert waren auch noch eine Zuccini und ein Paar Möhren für die Aikido-Freundin übrig.

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Die Kuh ist da!

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Ein Päckchen, ausnahmsweise für mich.

Sonst bin ich ja hier die Poststelle für die Mieter, aber heute kam endlich mal ein Paket für mich. Das habe ich heute schon mit Spannung erwartet.

Aber zurück auf Anfang. Ich mag kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen, und zur Veganerin bin ich einfach nicht geschaffen. Auf Holnis hatte ich ja auch schon Erfahrung mit freilaufenden Galloways und Highland-Rindern gemacht. Ja, ich habe sie auch gegessen. Mir ist es lieber, wenn ich weiß, wie ein Tier gelebt hat.
Unterwegs mit mir“ gab mir den Tipp mit „Kauf ne Kuh„. Nachdem ich eine Kühltruhe geerbt habe, war auch die Voraussetzung für die Lagerung geschaffen. Und flugs sicherte ich mir meinen Anteil am Weiderind. Dann hieß es warten. Das Rind wird erst geschlachtet, wenn sich genug Interessenten gemeldet haben. Vor 14 Tagen kam eine Mail: „Deine Kuh reift.“ Das heißt, sie war geschlachtet worden, und ich sollte ein Lieferdatum bestimmen.
Gestern kam noch die Nachricht, dass sie abgeschickt wurde. Heute zwischen 8.00 und 14.00 sollte sie geliefert werden und ich war etwas aufgeregt. Einen halben Tag warten liegt mir nicht. Heute früh mal geschaut, wo sie ist? Deine Kuh ist gerade in Bonn. Ahja, dann kann ich ja noch in Ruhe duschen.

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Das kleine Paket passt gut in ein Gefrierfach.

Jetzt habe ich ein ganzes Fach voll Rindfleisch als Vorrat. Vielleicht hätte ich, um des Effektes willen, die Steaks für das Foto nach oben legen sollen.?

Das „kleine“ Paket reicht gut für meinen Single-Haushalt. Auch die Mengen der einzelnen Portionen finde ich gut. Nicht ganz so riesig. Bis auf die Chipolata-Würste, da hätte ich 3×2 statt 2×3 handlicher gefunden. Aber egal. Der nächste Besuch kommt bestimmt, und dann landen die auf dem Grill oder Rost.

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Rechts, der Lieferumfang, links mein Mittagessen.

Wer es ausprobieren möchte, kann gerne den Link benutzen, dann gibt es 5€ Rabatt für Dich und 5€ Gutschrift für mich. Es gibt auch „Kauf ein Schwein“, aber da traue ich mich noch nicht so ran, weil ich seit 1984 Schwein nur in Ausnahmesituationen esse, zum Beispiel wenn ich eingeladen bin, und privat nicht kaufe.

Loriot

Jeder kennt den Sketch: „Das Bild hängt schief!“ In dem Loriot bei dem Versuch, ein Bild gerade zu hängen, die Wohnung fremder Leute in Trümmer legt.

Ich fand den deswegen amüsant, weil es in meinem Kinderzimmer Baujahr 1895 nicht möglich war, überhaupt irgend etwas gerade zu hängen. Freunde, die zu Besuch kamen und meinten: „Das Poster hängt schief!“ habe ich denn aufgefordert: „Dann mach doch mal gerade.“ Und wenn sie dann einmal rum waren, in meinem Kämmerlein, hing alles schief wie eh und je.

Hier, Baujahr 1928 ist es auch nicht viel besser. Genau genommen ist der Boden schief. Legt man einen Ball in eine Zimmerecke, findet man ihn alsbald im Zentrum der Wohnung wieder.

Und so hieß es jetzt: „Das Regal steht schief!“ Tatsächlich sah es so aus, als hätte es gefährliche Schlagseite nach rechts und würde bald zusammenbrechen, womöglich mitten in der Nacht. Obwohl ich gleich beim Einzug einen Keil untergelegt hatte.

Beim letzten Bookcrossing-Treffen meinte dr Perro: „Das Schwere muss nach oben, wegen der Stabilität.“ Okaaay. In diesem Regal, das beim Einzug versehentlich im Schlafzimmer gelandet und damals so gut wie leer war, jetzt aber voll ist, sind aber die Bildbände nach oben gewandert. Die kippten alle nach rechts, sobald ich einen heraus nahm und verhinderten, dass ich das Buch wieder rein stellte.

Beim letzten Schietwetter habe ich mein Bett auseinander genommen und repariert, bei diesem Schietwetter war das Regal nun mal fällig.

Also erstmal die zweitunterste Reihe entleeren, (ganz unten sind Diakästen) die Fotoalben eine Etage tiefer… denkste, Puppe. Schon zeigt sich, warum das so war, wie es war. Das zweite Regal von unten ist nämlich das niedrigste, das mittlere das höchste Fach. Denn das Bücherregal war, bevor es Kellerregal war, einmal Fernseh- und Stereo-Regal Marke Eigenbau. Von wegen, Schwerpunkt nach unten. Ich habe trotzdem geräumt: Die Fotoalben und was reinpasste unten, die Großen in die Mitte, die Taschenbuch-Romane aus der Mitte eine Etage höher und dann war das doof, weil ich ganz oben schlecht dran komme und dachte, die anderen Romane packst Du besser woanders hin.

Also habe ich aus dem anderen Schlafzimmer-Bücher-Regal die Reise- und Sachbuchabteilung ins Fernseh-Keller-Bücherregal verlegt und die Romane aus dem Fernseh-Keller-Bücherregal in das andere Schlafzimmer-Bücher-Regal gepackt.  Spätestens hier setzte der Loriot-Effekt ein.

 

Das Ergebnis: Das Fernseh-Keller-Bücherregal hat immer noch leichte Schlagseite – sieht auf dem Foto wegen der Verzeichnung schlimmer aus, als es ist – aber vielleicht auch die Wand?  Der Rest der Wohnung: Ein Trümmerfeld. Und nur ein kleines Händchen voll Bücher ist übrig geblieben. Aber wenigstens liegt der Schwerpunkt jetzt tiefer.

Tatsächlich hat es sich nach zwei Tagen schon gesetzt und steht jetzt ziemlich gerade. Trotzdem sind seine Tage wohl gezählt.fullsizeoutput_16e6

…oder ich bilde es mir ein.

Anagramme

Heute Morgen habe ich meinen Namen in einen Anagrammgenerator eingegeben.
Was dabei heraus kam?

Wieder eine neue Ernährungsideologie: BASISCH GIB BROT!

Neulich beim Aikido: BART SCHOB BIS GI Ja was? Riss der Gi? Und wer ist eigentlich Bart?

Aber wir befinden uns ja im Wahlkampf und da kann das Volk ja ein paar Forderungen stellen:
ARSCH GIB! BIST OB!
Nochmal in aller Deutlichkeit: CASH GIB! STIRB OB!
Gab wohl nix: ACH BIRGT BISS OB. Hätte Frau Reker eine Armlänge Abstand gehalten, wär das nicht passiert.

Aber eigentlich fehlt mir ja doch die kriminelle Energie. Also sollte ich mal an meine Show-Karriere denken.
RASSIG, BBC, OB HIT?
SAH BBC BIRGIT SO?
SOGAR BBC BIS HIT!

Fazit: Man muss es nur oft genug abdudeln, dann gilt es als HIt.

Mal was zu raten, die Auflösung

Keine Ratefreunde hIer?

Lesenslust hat bei den Bookcrossern schon herausgefunden, dass Bauern, Adel und Bürgertum ja irgendwie miteinander gehandelt haben müssen.
Das stimmt.
Der Grundsätzliche Fehler liegt allerdings in der zeitlichen Zuordnung:

PLÖTZLICH war alles mit Allem anschlussfähig, Jeder konnte mit jedem handeln …
FRÜHER haben Katholiken mit Protestanten nicht gehandelt

> Reformation/ Protestanten ab 1517

FRÜHER hat der Adel mit dem Bürgertum nicht gehandelt]]

–> Bürgertum 1794

Das Bürgertum hatte KEINERLEI wirtschaftliche Austauschbeziehungen zu den Bauern

Bürger (ohne -tum und stark vereinfacht)
im Mittelalter – 6. -15. Jhdt – Einwohner einer Stadt MIT Immobilienbesitz.
Wenn es ein unfreier Bauer in die Stadt geschafft hat und über Jahr und Tag nicht wieder eingefangen wurde, konnte er in der Stadt bleiben.
Bürger in der Antike = Einwohner einer Stadt.

Und PLÖTZLICH ging das alles

Erste Münzen in China 1000 vor unserer Zeitrechnung Europa 700 vor unserer Zeitrechnung
Uuuups!

… und wenn sie kucken, was zwischen 1800 und heute passiert ist…

Als Kölnerin ist mir das natürlich sozusagen ins Gesicht geknallt. Hier war ja immer schon ein Handelsknotenpunkt Münzen aus aller Welt der Römerzeit werden in jeder Baustelle ausgebuddelt und im Mittelalter gab es die Hanse. Daraus resultiert natürlich Lesenslusts Schlussfolgerung. Seit 700 vor Christus hat in Europa jeder der konnte mit jedem und zwar mit Geld gehandelt. Vorher werden sie irgendwas anderes genutzt haben um gerecht zu tauschen.

Und die Kleinigkeiten
Und wenn wir schon mal in der Antike sind
Precht der Mensch sagt:

Das heißt ab einer bestimmten Summe wird jeder korrupt

Ab welcher Summe wird Precht korrupt?

Wir sind Investoren …in Liebesbeziehungen, Freundeskreis…

Mit Geld???

Früher hatten Menschen unheimlich viel Zeit…

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf dem Feld geschuftet, was gegessen und dann aufs Strohlager gekippt.
Ich finde es faszinierend, wie der minutenlang historischen Unsinn labert und alle sagen: „Jau, der Precht hat Recht“

Mal was zu raten.

Im Bookcrossing-Forum gibt es ja den „Unlogik und Fehler in Büchern aufdeck Thread“
Diesem Video kann man momentan quasi nicht entgehen. „Der Herr Precht sagt die Wahrheit, bitte teilen…“ Tatsächlich hat der Text mindestens eine ganz gewaltige logische und inhaltliche Macke. Wer findet den oder die Fehler? Viel Spaß beim Raten.

Überqualifiziert

Ich spiele ja gerne Quizduell.

Jetzt gibt es immer öfter Fragen mit Bildchen. „Zu welchen Buch gehört dieses Coverbild?“ Ein Harry Potter ist abgebildet. Und während ich noch am überlegen bin, welcher Harry Potter Band das wohl ist, und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Harry Potter und der Gefangene von Askaban, Der Herr der Ringe: Die 2 Türme…

Ganz schlimm ist das, bei Natur und im Freien.

Welches Tier ist das? Eine Kröte. Und während ich noch am überlegen bin – Erdkröte? Kreuzkröte? Wechselkröte? – und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Grasfrosch, Erdkröte, Feuersalamander, Grottenolm.

Welcher Vogel das? Eine Drossel. Und während ich noch am überlegen bin – Singdrossel? Misteldrossel? Rotdrossel? – und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Amsel, Singdrossel, Buntspecht, Kohlmeise.

Ich sollte mir wohl mal angewöhnen, nicht so sehr ins Detail zu gehen.