Loriot

Jeder kennt den Sketch: „Das Bild hängt schief!“ In dem Loriot bei dem Versuch, ein Bild gerade zu hängen, die Wohnung fremder Leute in Trümmer legt.

Ich fand den deswegen amüsant, weil es in meinem Kinderzimmer Baujahr 1895 nicht möglich war, überhaupt irgend etwas gerade zu hängen. Freunde, die zu Besuch kamen und meinten: „Das Poster hängt schief!“ habe ich denn aufgefordert: „Dann mach doch mal gerade.“ Und wenn sie dann einmal rum waren, in meinem Kämmerlein, hing alles schief wie eh und je.

Hier, Baujahr 1928 ist es auch nicht viel besser. Genau genommen ist der Boden schief. Legt man einen Ball in eine Zimmerecke, findet man ihn alsbald im Zentrum der Wohnung wieder.

Und so hieß es jetzt: „Das Regal steht schief!“ Tatsächlich sah es so aus, als hätte es gefährliche Schlagseite nach rechts und würde bald zusammenbrechen, womöglich mitten in der Nacht. Obwohl ich gleich beim Einzug einen Keil untergelegt hatte.

Beim letzten Bookcrossing-Treffen meinte dr Perro: „Das Schwere muss nach oben, wegen der Stabilität.“ Okaaay. In diesem Regal, das beim Einzug versehentlich im Schlafzimmer gelandet und damals so gut wie leer war, jetzt aber voll ist, sind aber die Bildbände nach oben gewandert. Die kippten alle nach rechts, sobald ich einen heraus nahm und verhinderten, dass ich das Buch wieder rein stellte.

Beim letzten Schietwetter habe ich mein Bett auseinander genommen und repariert, bei diesem Schietwetter war das Regal nun mal fällig.

Also erstmal die zweitunterste Reihe entleeren, (ganz unten sind Diakästen) die Fotoalben eine Etage tiefer… denkste, Puppe. Schon zeigt sich, warum das so war, wie es war. Das zweite Regal von unten ist nämlich das niedrigste, das mittlere das höchste Fach. Denn das Bücherregal war, bevor es Kellerregal war, einmal Fernseh- und Stereo-Regal Marke Eigenbau. Von wegen, Schwerpunkt nach unten. Ich habe trotzdem geräumt: Die Fotoalben und was reinpasste unten, die Großen in die Mitte, die Taschenbuch-Romane aus der Mitte eine Etage höher und dann war das doof, weil ich ganz oben schlecht dran komme und dachte, die anderen Romane packst Du besser woanders hin.

Also habe ich aus dem anderen Schlafzimmer-Bücher-Regal die Reise- und Sachbuchabteilung ins Fernseh-Keller-Bücherregal verlegt und die Romane aus dem Fernseh-Keller-Bücherregal in das andere Schlafzimmer-Bücher-Regal gepackt.  Spätestens hier setzte der Loriot-Effekt ein.

 

Das Ergebnis: Das Fernseh-Keller-Bücherregal hat immer noch leichte Schlagseite – sieht auf dem Foto wegen der Verzeichnung schlimmer aus, als es ist – aber vielleicht auch die Wand?  Der Rest der Wohnung: Ein Trümmerfeld. Und nur ein kleines Händchen voll Bücher ist übrig geblieben. Aber wenigstens liegt der Schwerpunkt jetzt tiefer.

Tatsächlich hat es sich nach zwei Tagen schon gesetzt und steht jetzt ziemlich gerade. Trotzdem sind seine Tage wohl gezählt.fullsizeoutput_16e6

…oder ich bilde es mir ein.

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Anagramme

Heute Morgen habe ich meinen Namen in einen Anagrammgenerator eingegeben.
Was dabei heraus kam?

Wieder eine neue Ernährungsideologie: BASISCH GIB BROT!

Neulich beim Aikido: BART SCHOB BIS GI Ja was? Riss der Gi? Und wer ist eigentlich Bart?

Aber wir befinden uns ja im Wahlkampf und da kann das Volk ja ein paar Forderungen stellen:
ARSCH GIB! BIST OB!
Nochmal in aller Deutlichkeit: CASH GIB! STIRB OB!
Gab wohl nix: ACH BIRGT BISS OB. Hätte Frau Reker eine Armlänge Abstand gehalten, wär das nicht passiert.

Aber eigentlich fehlt mir ja doch die kriminelle Energie. Also sollte ich mal an meine Show-Karriere denken.
RASSIG, BBC, OB HIT?
SAH BBC BIRGIT SO?
SOGAR BBC BIS HIT!

Fazit: Man muss es nur oft genug abdudeln, dann gilt es als HIt.

Mal was zu raten, die Auflösung

Keine Ratefreunde hIer?

Lesenslust hat bei den Bookcrossern schon herausgefunden, dass Bauern, Adel und Bürgertum ja irgendwie miteinander gehandelt haben müssen.
Das stimmt.
Der Grundsätzliche Fehler liegt allerdings in der zeitlichen Zuordnung:

PLÖTZLICH war alles mit Allem anschlussfähig, Jeder konnte mit jedem handeln …
FRÜHER haben Katholiken mit Protestanten nicht gehandelt

> Reformation/ Protestanten ab 1517

FRÜHER hat der Adel mit dem Bürgertum nicht gehandelt]]

–> Bürgertum 1794

Das Bürgertum hatte KEINERLEI wirtschaftliche Austauschbeziehungen zu den Bauern

Bürger (ohne -tum und stark vereinfacht)
im Mittelalter – 6. -15. Jhdt – Einwohner einer Stadt MIT Immobilienbesitz.
Wenn es ein unfreier Bauer in die Stadt geschafft hat und über Jahr und Tag nicht wieder eingefangen wurde, konnte er in der Stadt bleiben.
Bürger in der Antike = Einwohner einer Stadt.

Und PLÖTZLICH ging das alles

Erste Münzen in China 1000 vor unserer Zeitrechnung Europa 700 vor unserer Zeitrechnung
Uuuups!

… und wenn sie kucken, was zwischen 1800 und heute passiert ist…

Als Kölnerin ist mir das natürlich sozusagen ins Gesicht geknallt. Hier war ja immer schon ein Handelsknotenpunkt Münzen aus aller Welt der Römerzeit werden in jeder Baustelle ausgebuddelt und im Mittelalter gab es die Hanse. Daraus resultiert natürlich Lesenslusts Schlussfolgerung. Seit 700 vor Christus hat in Europa jeder der konnte mit jedem und zwar mit Geld gehandelt. Vorher werden sie irgendwas anderes genutzt haben um gerecht zu tauschen.

Und die Kleinigkeiten
Und wenn wir schon mal in der Antike sind
Precht der Mensch sagt:

Das heißt ab einer bestimmten Summe wird jeder korrupt

Ab welcher Summe wird Precht korrupt?

Wir sind Investoren …in Liebesbeziehungen, Freundeskreis…

Mit Geld???

Früher hatten Menschen unheimlich viel Zeit…

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf dem Feld geschuftet, was gegessen und dann aufs Strohlager gekippt.
Ich finde es faszinierend, wie der minutenlang historischen Unsinn labert und alle sagen: „Jau, der Precht hat Recht“

Mal was zu raten.

Im Bookcrossing-Forum gibt es ja den „Unlogik und Fehler in Büchern aufdeck Thread“
Diesem Video kann man momentan quasi nicht entgehen. „Der Herr Precht sagt die Wahrheit, bitte teilen…“ Tatsächlich hat der Text mindestens eine ganz gewaltige logische und inhaltliche Macke. Wer findet den oder die Fehler? Viel Spaß beim Raten.

Überqualifiziert

Ich spiele ja gerne Quizduell.

Jetzt gibt es immer öfter Fragen mit Bildchen. „Zu welchen Buch gehört dieses Coverbild?“ Ein Harry Potter ist abgebildet. Und während ich noch am überlegen bin, welcher Harry Potter Band das wohl ist, und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Harry Potter und der Gefangene von Askaban, Der Herr der Ringe: Die 2 Türme…

Ganz schlimm ist das, bei Natur und im Freien.

Welches Tier ist das? Eine Kröte. Und während ich noch am überlegen bin – Erdkröte? Kreuzkröte? Wechselkröte? – und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Grasfrosch, Erdkröte, Feuersalamander, Grottenolm.

Welcher Vogel das? Eine Drossel. Und während ich noch am überlegen bin – Singdrossel? Misteldrossel? Rotdrossel? – und die Zeit rennt, sehe ich so nebenbei die Antworten: Amsel, Singdrossel, Buntspecht, Kohlmeise.

Ich sollte mir wohl mal angewöhnen, nicht so sehr ins Detail zu gehen.

Warum ich nicht blogge

Die Fjonka hat sich beschwert, jetzt, wo es bei mir spannend wäre, würde ich nicht mehr bloggen.
Tatsächlich ist es überhaupt nicht spannend und ich hänge in einer schier endlosen Warteschleife. Mein Trachten: das kleine Haus möglichst schnell, möglichst leer und dann vermieten, wurde durch die Karnevalssaison ausgebremst.
Außerdem gab es viel Papierkram zu erledigen (was ich hasse!), alte Akten zu wälzen(was ich hasse!), und zu telefonieren (was ich noch mehr hasse!).
Weil es mit der Räumung nicht voran ging, habe ich versucht, vom Flughafen ein paar Schallschutzfenster zu ergattern. Das Ergebnis: Noch mehr Papierkram, alte Akten und Telefonate. Die wollen tatsächlich die Baugenehmigung aus dem Jahr 1895 sehen. Bekommen sie beim Bauamt. Ja, Pustekuchen. Beim Bauamt angerufen: „Da müssen sie Akteneinsicht bestellen, dazu brauchen sie einen frischen Grundbuchauszug, den bekommen sie beim Amtsgericht…“
Also war ich erst beim Amtsgericht und dann beim Bauamt und habe 30€ bezahlt… für nichts! Die hatten nämlich auch keine Baugenehmigung aus dem 19.Jhdt. und haben mir nicht einmal bescheinigt, dass sie sie nicht haben.
Zwischendurch habe ich mir noch einen fiesen Infekt eingefangen, der einfach nicht weggehen will. Das zeigt mir: Ich muss mich wohl in Geduld üben. (Nicht gerade meine Stärke)
Immerhin ist am Aschermittwoch unser Alträucher aus dem Karneval wieder aufgetaucht und jetzt hoffe ich, dass es mit der Haushaltsauflösung mal flott voran geht.

Kaum schrieb ich dies, kam einer zum räumen. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Allerdings hat er wohl erstmal nur ein paar Kleinigkeiten mitgenommen.

Ich kreisch gleich!

Hier mal ein typisches „Gespräch“ mit meiner Mutter:

Vorausgegangen war ein Anruf ihrer Krankenkasse bei mir, die mich gefragt hat, warum die Krankenpflege durch die Johanniter verlängert wurde.

Frage: „Hast Du die Krankenpflege bis Januar verlängert? Ich dachte ab Oktober soll ich wieder pflegen.“

Antwort:“Das wird immer monatsweise verlängert.“

(… ? …)

Frage: “ Bei der AOK liegt eine Pflegeanweisung über 5 Tage in der Woche ohne Wochenende. Die wollen wissen wer denn am Wochenende pflegt.“

Antwort:“ Das machen die Johanniter!“

Frage: “ Das Rezept gilt für 5 Tage in der Woche OHNE Wochenende. Wer pflegt denn am Wochenende?“

Antwort:“ Das machen die Johanniter!“

Frage: “ Wenn das Rezept  nur für 5 Wochentage gilt , OHNE Wochenende, wer pflegt denn am Wochenende?“

Antwort:“ Die JOHANNITER!!!!“

Frage: “ Ich dachte ab Oktober soll ich wieder pflegen?“

Antwort:“ Kannst Du doch noch nicht!“ … … … (könnte ich schon)

Frage: „Aber bis Januar ist doch viel zu lang.“

Antwort:“Das wird immer für ein Quartal verlängert.“

„Man kann doch auch nur für ein paar Tage den Pflegedienst bestellen.“

Antwort:“Nein, das geht immer nur für ein Quartal.“

„Aber wenn ich vorher für ein paar Tage weg war, habe ich ja auch für ein paar Tage den Pflegedienst bestellt.“

Antwort:“ Dann kamen doch die Johanniter!“

Frage: „Aha! Und wer kommt jetzt?“

Antwort:“AUCH DIE JOHANNITER!!!“

An der Stelle habe ich aufgegeben. Sollen die Johanniter pflegen, schont meine Nerven.