Oh Schreck!

Seit ich die Wiese wachsen lasse und der Garten so „unordentlich“ ist, gibt es auch mehr Heuschrecken. Dieser Herr ist einer der Neuzugänge:

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gemeine Strauchschrecke, männlich

Natürlich wusste ich erstmal nicht, mit wem ich es hier zu tun hatte, und auch meine Bestimmungsbücher gaben nichts her, aber so langsam macht sich die neue Knipse bezahlt. http://www.Naturgucker.de freut sich über Fotos und innerhalb weniger Minuten kommt meistens ein Ergebnis. Eine echte win-win Situation.

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Pholidoptera griseoaptera

Willkommen im Garten, Herr Schreck.

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Jetzt aber schnell!

Nach der Schur sah die Wiese so aus:P1000570

Also braungrautrocken, wochenlang.
Die ganze Wiese?
Nein, ein kleines Kraut schob schon zwei Tage danach erste Spitzen nach oben.

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Spitz-Wegerich

Und fing mit einer zweiten Blüte an, bevor es die großen Nachbarn tun.

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Spitz-Wegerich

Je besser ich ihn kenne, um so mehr bewundere ich dieses Kraut. Zäh und genügsam, dabei von großer Heilkraft gegen Entzündungen und Husten. Sogar Zahnschmerzen habe ich damit kuriert.

Zur Grube Cox

Die Grube Cox wollte ich mir schon länger ansehen, also habe ich Sonntag das Rad ausgeführt.
Nachdem ich dem ausgetrockneten Flehbach gefolgt bin, fand ich zunächst ein Loch im Boden.

 

 

Station 3 des Bodenlehrpfades im Königsforst. Den werde ich mir noch einmal in gesamter Länge ansehen. Auf einer Schautafel ist der Aufschluss erklärt, mit den verschiedenen Bodenschichten und dem dafür typischen Bewuchs.

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Kettners Weiher

Kettners Weiher ist ein für den Königsforst typisches Gewässer. Er ist kein natürlicher Weiher, sondern durch einen Stau des Wahlbachs entstanden und hat flache Ufer, ein paar Bänke drumherum.  Man sieht nur einen Teil des Weihers, der andere ist im Wald verborgen. Die Schmierschicht auf der Wasseroberfläche ist nicht schlimm, nur ein Bakterienrasen.

Nun aber weiter, ein Stückchen durch Bergisch-Gladbach zur Grube Cox, und die ist ganz anders:P1000513

Da sieht man schon, das Ufer ist nicht modderig flach, sondern steinig steil. Das Wasser ist kristallklar. Denn die Grube Cox ist ein ehemaliger Steinbruch. Hier wurde noch bis 1985 Dolomit abgebaut. Ursprünglich sollte sie wieder verfüllt werden, aber mittlerweile hatte sich die Natur mit erstaunlicher Artenvielfalt häuslich eingerichtet und so wurde sie 1996 unter Naturschutz gestellt.

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Große Heidelibelle

Und das war auch gut so. Denn hier gibt es Natur aus zweiter hand mit vielen kleinteiligen Lebensräumen.

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Felswände

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kleine Feuchtgebiete

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Insgesamt vier verschiedene Seen.

 

 

Viele kleinteilige Lebensräume bedeutet eine große Artenvielfalt. Es war also sehr sinnvoll, das Gebiet unter Schutz zu stellen, ob wohl es sich ja um Natur aus zweiter Hand hndelt.

Wie in allen Naturschutzgebieten herrscht strenges Wegegebot! Dieses Mal habe ich mein Rad geschoben, aber beim nächsten Besuch binde ich es bestimmt irgendwo an.
Es waren übrigens erstaunlich wenige Leute dort unterwegs und es war sauber! Kein Müll, keine Grillreste, nichts! Und das, obwohl (oder weil) es auch keine Sitzbänke und Mülleimer gibt.

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Zurück ging es dann über den Bahndamm, mit einer Pause an der Forsbacher Mühle und im Wassertretbecken.

Dürre

Der Flehbach ist komplett ausgetrocknet. Die paar Tropfen Regen haben es nicht gebracht. Die Strecke fahre ich ja regelmäßig, aber so habe ich das Bachbett noch nie gesehen. (klick groß). Man sieht hier auch sehr gut, was sich so in einem natürlich fließenden Bach an Totholz ansammelt.
Also Vorsicht: Es herrscht immer noch Brandgefahr im Wald!

Panzerwaschanlage

Wie unromantisch! Gestern schrieb ich ja schon, dass ich da länger kleben geblieben bin.

Also: Die Panzerwaschanlage gehörte zum Camp Altenrath. Unter den Links sieht man, wie es dort mal aussah. In der Panzerwaschanlage, wurden Panzer grob gereinigt, bevor sie in das Camp einfahren durften. Das Rüttelrost ist noch zu sehen und daneben das Wasserbecken.
Und in dem Becken tobt das Leben:

Also zunächst mal fällt der Blick auf Wasserfrösche. Viel mehr Wasserfrösche, als ich hier fotografiert habe.
Und dann:
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Ja, eine Ringelnatter!

Eine sehr fotogene Ringelnatter!
P1000487Und die kleinen! Die große Mosaikjungfer ist mir entwischt. zu schnell für mich, da muss ich noch üben.

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Posthornschnecke

Ein Gelbrandkäfer ist mir auch entwischt.

Und noch eine kleine Ringelnatter

Und ein Goldfisch.
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Leider! Also nee, der gehört hier nicht hin, den hat jemand entsorgt.

Mal wieder Rad gefahren

Ich hatte noch einen Themenrelease zu erledigen. Ein Buch bei einer Marone = Esskastanie freilassen, für die Waldchallenge.
Nun steht die einzige mir bekannte Marone ausgerechnet in Lohmar. Rosskastanien gibt es hier mehr. (Hätte ich ne Minute überlegt, wäre ich vielleicht auf die Idee gekommen, im botanischen Garten nachzusehen oder im Forstbotanischen Garten.)
Aber nee, mein Rad brauchte Bewegung, ich auch und die neue Knipse hat die Heide noch nicht gesehen. Also los.
Zunächst zum Königsforst und von der Pferdekoppel auf den Waldlehrpfad hier ist eine schöne Naturwaldzelle mit viel Totholz. Und so begrüßt mich auch sogleich ein Schöner Mistkäfer.
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Weiter geht es durch den Giesbach, normalerweise eine spritzige Angelegenheit, aber er ist nach der Dürre ausgetrocknet und das Bisschen Regen hat daran auch noch nichts geändert.

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Giesbach, ausgetrocknet

Wie immer ein Blick ins Pionierbecken. Die Heide dort ist noch eher braun als rot.

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Pionierbecken2

An den Rändern wurde irgend etwas gemäht, vielleicht als Brandschutz. Aber die jungen Birken sind erstaunlich grün.

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Schnell ist der Geisterbusch erreicht, wo Kühe und Ziegen Siesta halten.

Na das ist doch mal ein hübsches Modell:

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Erdkröte

Außerhalb der Paarungszeit, brauchen Erdkröten nicht unbedingt Wasser.

Das ist der Grund, warum es hier in letzter Zeit so schön ruhig ist:

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Sanierung der Landebahn.

Ich bin dann mal ein Bisschen anders gefahren als sonst, durch’s Moor Richtung Camp Altenrath. Das wurde mittlerweile geschleift, und alle warten gespannt, wie sich die Natur das Gelände zurückerobert.
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Gleich gegenüber steht noch der Rest der Panzerwaschanlage und dort habe ich mich tatsächlich sehr lange aufgehalten. Denn daneben ist ein Graben und der hat es in sich! Mehr dazu morgen, erstmal nur so viel:

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Ringelnatter

Ein blick Richtung Lehmkuhle

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Hühnerbruch, Lehmkuhle

Und hier fängt die Heide doch schon an, zu blühen.

Altenrath lasse ich heute links liegen, nach Lohmar geht es bergab, über eine blöde Brücke und dort an der alten Fähre werde ich auch mein Buch los und bekomme eine Stärkung. P1000501

Zurück, wieder über die doofe Brücke, dachte ich mir, ich fahre an der Agger und der Sülz entlang nach Rösrath.

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die Sülz

 

Erstmal war da auch ein feiner Waldweg, der aber leider an einer Brücke über die Autobahn endete und danach ging es bis Rösrath weiter an der stark befahrenen Sülztalstraße entlang. Im Gasthof Margaretenhöh habe ich noch ein Päuschen eingelegt, denn dort hin sind seit kurzem zwei Wirte aus Rath abgewandert.

Auf dem Rückweg ging es dann zunächst über den Bahndamm und dann sehr flott immer bergab durch den Königsforst.

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