Urban Gardening

Der Düxer Bock ist ein Brunnen, den ich seit meiner Schulzeit in Deutz kenne. (Zu Deutz muss ich unbedingt mal was eigenes machen). Ich erinnerte mich an den Bock auf einer Säule, der auf einem tristen, grauen Platz stand, so wie ich auch Deutz als trist und grau in Erinnerung hatte.

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Jedenfalls streunte ich neulich durch Deutz, dachte: „Schaust Du mal ob Du den Düxer Bock irgendwann mal als Release-Zone nutzen kannst.“

Und Oha! Schon von weitem sieht man: Irgendetwas ist anders.

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Hier ist ein hübscher, kleiner Anwohnergarten entstanden.

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Mit Bänken, Sitzecken und liebevoll gestalteten Beeten.20171028_142053Bock2Und da hinten in der Ecke?

schrankEine Leseecke mit Bücherschrank. Vorsicht, die Tür ist tückisch und schwer zu schließen.

Wie es der Zufall so will, hatte ich gerade ein Buch über Urban Gardening gelesen, in dem verschiedene Projekte und Möglichkeiten städtischen Gärtnerns vorgestellt werden.

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Passt perfekt!
Überhaupt sprießen auch in Köln solche Projekte wie die Pilze aus dem Boden. Eine echte Win-Win-Situation. Die beteiligten Bürger identifizieren sich mit ihrem Veedel und kommen zusammen, pflanzen, gärtnern und sorgen für Sauberkeit. Die Stadt spart Gartenarbeiten und bekäme es so schön, abwechslungsreich  und phantasievoll sowieso niemals hin.
Das fängt schon an mit Patenschaften für Baumscheiben und endet bei Stadtgärten.
Deutz

 

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Die Kuh ist da!

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Ein Päckchen, ausnahmsweise für mich.

Sonst bin ich ja hier die Poststelle für die Mieter, aber heute kam endlich mal ein Paket für mich. Das habe ich heute schon mit Spannung erwartet.

Aber zurück auf Anfang. Ich mag kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen, und zur Veganerin bin ich einfach nicht geschaffen. Auf Holnis hatte ich ja auch schon Erfahrung mit freilaufenden Galloways und Highland-Rindern gemacht. Ja, ich habe sie auch gegessen. Mir ist es lieber, wenn ich weiß, wie ein Tier gelebt hat.
Unterwegs mit mir“ gab mir den Tipp mit „Kauf ne Kuh„. Nachdem ich eine Kühltruhe geerbt habe, war auch die Voraussetzung für die Lagerung geschaffen. Und flugs sicherte ich mir meinen Anteil am Weiderind. Dann hieß es warten. Das Rind wird erst geschlachtet, wenn sich genug Interessenten gemeldet haben. Vor 14 Tagen kam eine Mail: „Deine Kuh reift.“ Das heißt, sie war geschlachtet worden, und ich sollte ein Lieferdatum bestimmen.
Gestern kam noch die Nachricht, dass sie abgeschickt wurde. Heute zwischen 8.00 und 14.00 sollte sie geliefert werden und ich war etwas aufgeregt. Einen halben Tag warten liegt mir nicht. Heute früh mal geschaut, wo sie ist? Deine Kuh ist gerade in Bonn. Ahja, dann kann ich ja noch in Ruhe duschen.

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Das kleine Paket passt gut in ein Gefrierfach.

Jetzt habe ich ein ganzes Fach voll Rindfleisch als Vorrat. Vielleicht hätte ich, um des Effektes willen, die Steaks für das Foto nach oben legen sollen.?

Das „kleine“ Paket reicht gut für meinen Single-Haushalt. Auch die Mengen der einzelnen Portionen finde ich gut. Nicht ganz so riesig. Bis auf die Chipolata-Würste, da hätte ich 3×2 statt 2×3 handlicher gefunden. Aber egal. Der nächste Besuch kommt bestimmt, und dann landen die auf dem Grill oder Rost.

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Rechts, der Lieferumfang, links mein Mittagessen.

Wer es ausprobieren möchte, kann gerne den Link benutzen, dann gibt es 5€ Rabatt für Dich und 5€ Gutschrift für mich. Es gibt auch „Kauf ein Schwein“, aber da traue ich mich noch nicht so ran, weil ich seit 1984 Schwein nur in Ausnahmesituationen esse, zum Beispiel wenn ich eingeladen bin, und privat nicht kaufe.

Workout

Letzte Woche habe ich angefangen meinen Garten von der Weltherrschaft der Brombeeren zu befreien. Lange Ranke abschneiden, ziehen – ziehen – ziehen, bis einem ein halber Wald entgegen kommt, wieder eine lange Ranke abchneiden, ziehen – ziehen – ziehen usw.

fullsizeoutput_1713Zweimal die braune Tonne gefüllt, einmal vor, einmal nach der Müllabfuhr, und noch liegt ungefähr die doppelte Menge abgeschnittenes Zeugs im Garten und ich weiß nicht wohin damit. Und man sieht nicht einmal, was ich getan habe. Dafür schmerzen die Bauchmuskeln.

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Eigentlich müsste ich ja die Wurzeln ausgraben, aber die Brombeeren wuchern vom Nachbargrundstück rüber. Und mein eigenes Grundstück ist an den Rändern so zugewachsen, dass ich auch an die diesseitigen Wurzeln gar nicht erst rankomme. Ich kann nur verhindern, dass die Enden der langen Ausläufer auf meiner Seite wieder einwurzeln.

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Kurz nach Bodenkontakt.

Das tun sie, sobald sie Bodenkontakt haben. Dann kommt noch erschwerend hinzu, dass in den Brombeeren natürlich alle möglichen Vögel nisten. Ich kann also da von März bis September nicht viel machen. Es wird also eine alljährliche Sisyphusarbeit bleiben.

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Nachschub

Das gleiche Theater habe ich mit der Waldrebe.

Von Freitagabend bis Sonntagmittag war dann Lehrgang mit Ariga Sensei im Aikido forum Kishintai. Gute Stimmung, sehr lehrreich und ich hatte tolle Übungspartner aus ganz Europa. Samstag Abend war dann noch die übliche Dojo-Party mit Mitbring-Büffet und Hausmusik bis in die Puppen. Das erste Mal überhaupt habe ich den ganzen Lehrgang mitgemacht. Und getreu dem Motto: Bibo kriegt den Hals nicht voll, war ich Montagabend schon wieder im Training, weil Sylvia Geburtstag hatte und 39 mal geworfen werden musste. Jetzt spüre ich Muskelkater an den unmöglichsten Stellen.

Mal ohne Rad

Für den Oktober habe ich mir eine Monatskarte gegönnt und die will ja ausgenutzt sein. Also dachte ich, ich fotografiere mal eben den Bahnhof in Stammheim. Wäre ich mit dem Rad gefahren, hätte das auch funktioniert.
Leider war die S-Bahn nach Stammheim erheblich verspätet, aber ich bin ja flexibel und so nahm ich einfach eine andere und landete hier:

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Bahnhof Worringen

Im Jahr 1288 kloppte sich hier der Erzbischof von Köln Siegfried von Westerburg mit dem Herzog Johann I. von Brabant in der Schlacht von Worringen.

Der Worringer Bruch ist der tiefste Punkt Kölns, ein ehemaliger Rheinarm, der mittlerweile fast völlig verlandet ist. Der liegt hufeisenförmig zwischen Worringen und Langel. Kann ich mir ja mal ansehen, dachte ich.
Zunächst einmal ging ich über einen kleinen Trampelpfad am Bruchwald entlang. Es müffelt ein bisschen nach Kanal und ist hier auch ziemlich überdüngt, wie man an den Brennesseln sieht.

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Bruchwald

Weiter geht es ein Stückchen durch den Wald und dann wieder raus. Im Naturschutzgebiet ist Betreten verboten, also führt ein weiterer Trampelpfad immer am Bruchwald entlang.

Hier sieht man die Biegung des Worringer Bruchs immer um ein Feld herum.

Weiter geht es: links Feld, rechts interessanter, aber unzugänglicher und unfotogener Bruchwald. Hier muss mal massiv mit Pappeln aufgeforstet worden sein. Die stehen in Reih und Glied, wie seinerzeit die erzbischhöflichen und herzoglichen Truppen.
Naja, nicht ganz. Einige sind auch schon tot umgefallen und bleiben einfach liegen.

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Dazwischen wächst ein feiner Auwald heran. Das nächste mal, werde ich einen anderen Zugang wählen, denn von den Wasserflächen habe ich so nichts gesehen.

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Dafür eine Malve (?), mitten auf dem Weg. Jedenfalls keine wilde.

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Hochsitz

„Früher wurde der Wald noch gepflegt!“ meinte kürzlich jemand im Königsforst. (Ja, klar, Fichtenmonokultur) Der sollte sich hier mal umsehen.

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Das Totholz ist wichtig für den Naturkreislauf und um Eindringlinge abzuhalten.

Durch diese hohle Gasse hätte ich dann zurück zur Bahnstation gehen können, entschied mich aber, dem Kölnpfad zu folgen.

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Pfaffenhütchen

Habe ich jetzt bewusst noch nie gesehen.

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Mais

Bei Mais muss ich immer an Stephen King denken. „Kinder des Mais“ ist eine seiner frühen Kurzgeschichten.

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Stechapfel

Ziemlich giftig. Trotzdem wär das was für meinen Garten.

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Taubnessel

Die Taubnesseln haben sich irgendwie in der Jahreszeit vertan.

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Deich in Sicht!

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Dem hübschen Widder war ich nicht geheuer.

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Ein kleines Päuschen auf dem Deich mit Blick auf Hittdorf

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Und weiter geht es auf einem Trampelpfad den Rhein hinauf.

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Langeler Fähre

Mit der Fähre hätte ich dann  nach Hitdorf übersetzen können, nahm aber den Bus nach Merkenich.Bildschirmfoto 2017-10-16 um 10.15.58

Mannmannmann

Und schon wieder muss ich rebloggen: Die Unchristlich Asoziale Union.

Schreiben und lesen lassen

Familienzusammenführungen weiter aussetzen – was die CSU, die christlich soziale Union, da erreicht hat, für die doch die Familie als Keimzelle der Gesellschaft oberste Priorität hat – offenbar nur dann, wenn es die deutsche Familie ist – das kann nur begrüßen, wer erstens niemals nachdenkt (wie, bitteschön, soll sich Jemand hier einfügen, der jahrelang unter der Trennung von seiner Familie leidet – der es wahrscheinlich auch noch existenziell schlecht geht, während er hier gezwungenermaßen tatenlos wartet und immer weiter vertröstet wird) und wer zweitens niemanden auch nur ansatzweise kennt, der betroffen ist.

Ihr braucht einen SEHR langen Löffel, Ihr „Christen“!

Ich allerdings kenne Jemanden, der betroffen ist*, der vorgestern abend mit Tränen in den Augen vor mir saß und zu mir sagte „Was ist Dein Rat?“

Ich konnte ihm nur einen geben: warte zumindest mit irgendwelchen Entscheidungen noch ab, bis die Koalitionsverhandlungen durch sind. Immerhin gibt es da noch die…

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Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer? – Ein Kommentar.

Heute muss ich mal was rebloggen. Die Auto-bild pöbelte gestern über Radfahrer und Fragte: Sind Radfahrer wichtiger als Autofahrer? Hier die Antwort von Radelmädchen:

Das Thema Auto BILD-Titelseite ist noch nicht erledigt! Die Oktoberausgabe strotzt von plakativen Anschuldigungen & konfrontationslustiger Diskreditierung.

Quelle: Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer? – Ein Kommentar.