Meister der Unordnung

Jetzt muss ich mal was rebloggen. Die Blogparade Novemberglück verschaffte mir die Bekanntaschaft von Richard und seinem Tiergartenblog Hier schreibt er über Meister der Unordnung

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November – äh – Glück?

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Die neue Elster

Eine Erkältung dauert mit Medikamenten zwei Wochen, ohne 14 Tage. Ich schreibe Tag 11.  Also bin ich noch nicht fit genug für mein Kenjutsu und Aikido am Samstag, aber wenigstens bloggen könnte ich mal wieder.
Zum Glück  gibt es Blogparaden, so dass sich mein gemartertes Hirn kein eigenes Thema ausdenken muss. Der Zwetschgenmann fragt:

Was fällt Ihnen spontan zum Thema NOVEMBERGLÜCK ein?

Also ich probiere das mal:*

  • Zum Glück wieder Normalzeit! Das heißt 17.15 Licht aus! Da kann man doch endlich wieder mit gutem Gewissen abends vor der Glotze abhängen. Draußen gibt es ja sowieso nichts zu sehen. Aikido zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit ist sowieso nur was für Masochisten.
  • Zum Glück wieder Regen! Da kommt mal wieder Wasser in den Rhein rein.
  • Zum Glück wieder grauer Himmel. Das ewige blau wurde ja auch langsam langweilig.
  • Zum Glück wieder leuchtend gelbe Laubhaufen. Die aus der Kehrwoche den Kehrtag machen, und die trotz Grippe zu sportliche Betätigung an frischer Luft herausfordern.
  • „Zum Glück wieder Futter im Häuschen! solltest Du erwähnen“, sagen meine überwinternden Gartenbewohner. Ok. Hab ich erwähnt. Im Futterhaus gab es sogar Payback-Punkte.
  • Zum Glück  ist eine neue Elster im Garten. Unklar ist, ob sie gekommen ist, um zu bleiben. Meine Clowns hatte ich tatsächlich vermisst, seit sie spurlos verschwunden sind.
  • Zum Glück  ist die Auswahl an frischem Gemüse schon stark eingeschränkt. Da kann man sich wieder mit gutem Gewissen ein Steak und Tk-Pizza in die Pfanne kloppen.
  • Zum Glück  ist Die Tk-Truhe gut gefüllt, es steht ein Vorrat an ungelesenen Bücher im Regal und es gibt sogar noch genug Kaffee.

Nee, so wirklich kann ich mich mit dem November nicht anfreunden, aber immerhin hat er uns eine schöne Rockballade beschert.

* kann Spuren von Ironie enthalten #Novemberglück.

Flötentöne

Unterwegs mit mir fragte nach Urlaubsandenken.
Natürlich habe ich immer viele Fotos mitgebracht, aber die zählen wohl nicht. Muscheln und Steine auch.
Irgendwann habe ich eingesehen, dass Stehrümchen und Staubeinchen eben das tun: rumstehen und einstauben. Also habe ich, zumindest auf Fernreisen, immer etwas ältere Klamotten mitgenommen habe, die ich notfalls zurücklassen konnte und dann im Urlaub neue Klamotten gekauft. Aus Costa Rica brachte ich T-Shirts, Aus Mexico zwei Jeans in meiner Größe und indianische Tuniken.
Aber es gab auch eine Zeit der Stehrümchen und Staubeinchen.

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Die Okarina

Im Winter 1993/94 machte ich meinen zweiten Sprachkurs auf La Gomera. Mein Kollege M. aus D. hatte sich kurz entschlossen mit in den Urlaub eingeklinkt, und wir teilten und ein Zimmer.
In meiner Gruppe des Sprachkurses gab es noch einen jungen Kölner, der ebenso wie ich eine Weile in der Kölner Jazzhaus-Schule musiziert hatte. Er war ein großer Fan von Charlie „Bird“ Parker.
Eines Tages erstanden M. aus D. und ich je eine Okarina. Abends, nicht mehr so ganz nüchtern, stellten wir fest, dass man darauf wunderbar unsere Nationalhymnen spielen konnte.“Einigkeit und Recht und Freiheit“, „Auferstanden aus Ruinen“. Später dann, dass man die auch locker mixen konnte: „Einigkeit und Recht und Freiheit und der Zukunft zugewandt…“Auferstanden aus Ruinen für das Deutsche Vateherland“… „Einigkeit und aus Ruinen“…“Auferstanden Recht und Freiheit“…
Am nächsten Morgen im Sprachkurs beklagte sich der Musiker aus Köln bitterlich: „Gestern spät haben zwei besoffene Idioten die zwei Hymnen geflötet.“
Am nächsten Abend stellte ich mich also voller Reue ans Fenster und flötete eins der Anfängerstücke aus der Jazzhaus-Schule: Watermelon Man (War es nicht, aber etwas ähnliches, nur von Charlie Parker, und mir fällt der Titel nicht mehr ein). Klingt im Anfängerkurs der Jazzhausschule nicht ganz so gut und auf der Okarina gefiepst erst recht nicht.
Aber er hat es erkannt.

Was war das interessanteste, was Du im Oktober gesehen, probiert oder gelesen hast?

Der Oktober war ja ein sehr ausgefüllter Monat, daher jetzt erst:

Gesehen: Die Lichtrouten und das Fachwerkhaus meines Freundes Uwe.

Gemacht: Aikido-Lehrgang mit Arriga Sensei,

Gelesen: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Probiert:

  • Muss-weg Auflauf: Ich war auf dem Markt einkaufen, unter anderem Kohlrabi und Lauch. Dann ist die Mieterin fies gestürzt und von ihr bekam ich noch zwei Kohlrabi dazu, als ich sie bekocht habe. Und dann kam ich selbst nicht mehr zum Kochen. Jedenfalls mussten weg: der größte Teil des Lauchs, eine Kohlrabi, eine angeschnittene Zwiebel, ein Rest Sahne.
    Das Rezept (vegetarisch):
    Kohlrabi, Lauch und Zwiebel andünsten, ein Tl. Currypulver und etwas Salz zugeben, Dal waschen und dazu, ungefähr ebenso viel Reis dazu und die doppelte Menge Wasser wie Dal und Reis zusammen.
    Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis Dal und Reis die Flüssigkeit fast aufgenommen haben. (aufpassen, dass nichts anbackt!)
    Den Rest Sahne einrühren (Jetzt ist es wieder flüssiger)
    In eine Auflaufform füllen und mit Käse überbacken.
    War lecker.
  • Grünkohl- und Wirsing-Chips auf der Dojo-Party.  Fand ich interessant, aber ziemlich ungenießbar.

    Und Ihr so?

In der Eifel

Der Oktober war so ausgefüllt wie selten ein Monat. 2x auswärts eingeladen, 3 Tage Aikido-Lehrgang mit Arriga Sensei, 3x Dojo-Party (Lehrgangsparty, Geburtstag, Kyu-Feier) diverse Behördengänge und damals, als die Sonne noch geschienen hat, war ich mit der Fernwehmutter in der Eifel.P1000754

Bathida war auch mit.P1000773

Die Fernwehmutter brauchte nämlich aktuelle Fotos für die Neuauflage ihres Reiseführers Jakobsweg Köln – Trier.
Leider war ich zu der Zeit nicht so gut zu Fuß und so fuhren wir die einzelnen Fotoziele mit dem Auto an.

Von Kapelle zu Kapelle,

An einer romantischen Ruine vorbei,

Nach Bad Münstereifel.

Ich gestehe, ich habe mir die Zwischenziele nicht gemerkt. Passiert mir immer, wenn ich mit dem Auto durch die Gegend geschaukelt werde.

Der Ausflug hat Spaß gemacht und ich stellte fest: Ich war zu lange nicht in der Eifel und ich muss mal wieder in die Eifel. Und ich möchte mal wieder wandern, wenn die Knie mitspielen.

Aber jetzt muss ich mich von dem Party-Monat erholen, denn ich habe mir eine fette Halsentzündung eingefangen.

Kürbisse satt!

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Der Ausbruchsversuch

 

Der Herbst ist da und mit dem Herbst reift amerikanisches Gemüse.
Kürbisse gibt es anscheinend in allen Farben, Formen und Größen und haben ihren Siegeszug, nicht nur als Halloween-Deko längst angetreten.

Für meine Single-Küche ist Kürbis bislang eine unbekannte Größe. Wobei das mit der Größe wörtlich genommen werden kann.
Dabei gibt es auch ganz kleine.

Die hielt ich zunächst für Tomaten. Aber kann man die essen? Oder sind das Zierkürbisse?
Wie ihr seht, habe ich keinen Plan, was Kürbisse angeht. Wie kocht man die?


Nein, die nicht! Die haben interessante Frisuren.

Alles dreht sich

Alle paar Jahre gibt es Lichtrouten in Lüdenscheid. Dann werden überall in der Stadt Lichtinstallationen ausgestellt.P1000704
Weil das meiste davon sich bewegt, habe ich auch kurze Videos erstellt und ewig gebraucht, die auf Youtube hochzuladen und dann hier hochzuladen. Dabei hätte ich einfach nur den Link kopieren müssen.
Aber seht selbst:

 

 

 

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Hier sieht man die Auflösung dieses Kunstwerks. Der ganze Plastikkrempel aus dem Video oben wird von Den Overhead-Projektoren an die Wand geworfen und erzeugt dort bewegte Schattenspiele.
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Bei dieser Installation war die Vorlage der Schwanz der Katze des Künstlers.

Muss man auch erstmal drauf kommen.

In die Bäume waren Gesichter bekannter Persönlichkeiten projiziert, übers ganze Stadtgebiet verteilt.