Fremdsprachen müsste man können

Wie doof ist das denn?

Wochenlang konnte ich mich mit den Handwerkern nebenan nicht verständigen. „Aus Fenster zu, wenn niemand da ist“, wurde „Fenster immer zu“ verstanden, was natürlich auch blöde ist, wenn der frische Putz mal trocknen soll.

Und heute durch einen blöden Zufall stellte ich fest, dass der Kleine, mit dem so gar nichts ging, ein ganz ordentliches Englisch spricht, außerdem Italienisch und etwas Französisch.

Hätte mir auch früher einfallen können, einfach mal den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen.

Ansonsten sieht es schon ganz passabel aus, war eine weise Entscheidung, die Mieter selbst machen zu lassen.

Wildpark Dünnwald

Ein Ausflugsziel in Dünnwald ist der Wildpark.

Der Wildpark Dünnwald beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszucht-Programm für Wisente, aber als ich auf meiner Radtour dort ankam,  hielten sich die beeindruckenden Tiere dezent im Hintergrund.

So musste ich mich zunächst mit ein paar Wildschweinen begnügen.

Eine Horde Rabenkrähen hat sich darauf spezialisiert, den Schweinen das Futter zu klauen, das ihnen von den Parkbesuchern zugeworfen wird.

Mufflons

Action ist zur Zeit im Mufflongehege angesagt: Die Brunftzeit hat angefangen. Zu mehreren jagen die Widder hinter einem Schaf her und versuchen sich gegenseitig abzudrängen. Laut knallen die Gehörne gegeneinander. Das geht nicht ohne Blessuren ab. Aber die Kerls sind hart im Nehmen.

Mufflon

Nur etwas erschöpft. Von der Aussichtsplattform lässt sich die Darbietung gut beobachten. Das nächste Mal mit der richtigen Kamera und Fernglas.

Der Wildpark am Dünnwalder Mauspfad wird vom Forstamt Köln betreut. Er ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist frei.

Anfahrt:

  • Fahrrad,
  • Bus 154, bis „Wildpark“
  • Bahn 4, bis „Leuchter Strasse“

Carpe diem.

Heute Morgen strahlte die Sonne vom Himmel und mir fiel plötzlich ein, dass ich nicht mehr mittags kochen muss. Mit den alten Akten bin ich auch im Wesentlichen durch, das Haus ist vergeben, ich habe tatsächlich frei.

Also Rauf auf’s Rad. In den vier Jahren als pflegende Angehörige habe ich keine längere Tour mehr gefahren, nach dem Totalschaden am Handgelenk nicht mal mehr zum Brötchen holen. Ich bin also maximal untrainiert.

tmp_966-20170409_101636-1665563881

Ich will es also ruhig angehen lassen, nur bis zum Wildpark Dünnwald und gleichzeitig etwas ausprobieren. Vor einiger Zeit schon sind mir die Kreuzungspunkte der RadRegionRheinland aufgefallen. Bisher hatte ich immer irgend eine Karte vorn auf dem Lenker liegen. Jetzt will ich testen, ob ich auch ohne Karte oder GPS, nur nach Beschilderung fahren kann. Vielleicht wird einmal ein Projekt daraus – planlos in  Deutschland – das ich schon länger im Kopf habe.

tmp_966-20170409_101647210761630

Vorher muss ich noch kurz zur Bank, aber dicht dabei ist der erste Kreuzungspunkt, Nr. 18 im Königsforst.  Über den Schiefer Hauweg geht es Richtung Bergisch Gladbach zum Kreuzungspunkt 39.

tmp_966-20170409_1026321909614240

Vorbei an der zwölf Apostel Buche, die nur acht Stämme hat, geht es aufwärts. Normalerweise fahre oder laufe ich den Schiefer Hauweg in die Gegenrichtung. Sonntag früh sind nur wenige Spaziergänger unterwegs. Das erste Grün sprießt, die Vögelein zwitschern… schnell ist der Kreuzungspunkt 39 erreicht.

tmp_966-20170409_103054-483099515

Hier zeigt sich ein Manko der Beschilderung: an der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach endet die Karte. Die Wegweiser an dieser Stelle sind aber eindeutig. Über die Brücke über den Flehbach, scharf rechts durch den Tunnel nach Refrath. Ich kenne die Gegend und irgendwann kommen Zweifel auf: Müsste ich nicht Weiter rechts? Aber im Naturschutzgebiet Schluchter Heide taucht dann doch der nächste Kreuzungspunkt auf.

tmp_966-20170409_112640-1651701393Und Busch-Windröschen

tmp_966-20170409_112701-368676231

Viele Busch Windröschen.

Ja, es ist tatsächlich möglich diesem Wegenetz zu folgen, wenn man Zweifel außer acht lässt und stur geradeaus fährt, bis die nächste Markierung  auftaucht.

tmp_966-20170409_1058001481870929

Bis in Gladbach Hand dann das eine Schild nach rechts, das andere nach links weist. Da verlasse ich mich doch auf meine Ortskenntnis und fahre, wie ich früher schon gefahren bin. Aber an der nächsten Wegkreuzung finden die beiden Schilder wieder zusammen.

tmp_966-20170409_113242299289042Im Thielenbruch gibt es diesen begrünten Stromkasten.

Eigentlich wollte ich an der Diepeschrather Mühle ein Päuschen machen, verpasse sie aber irgendwie, obwohl sie eigentlich am Weg liegt. Wahrscheinlich wurde das ehemals sumpfige Gelände so weit aufgehübscht, dass ich es nicht wieder erkannt habe.

Also mache ich mein Päuschen am Waldbad in Dünnwald und drehe noch eine gemächliche Runde durch den Wildpark, bevor ich auf der bekannten, kurzen Strecke über Holweide, und Merheim zurückfahre. tmp_966-20170409_133415543699042

Ich war nicht ganz so lange unterwegs, wie ich dachte, aber für mein Handgelenk hat es gereicht. Man muss ja nicht gleich übertreiben. Mit Karte wäre ich wahrscheinlich ein Bisschen anders gefahren.

How to shower in Denmark

Hatte ich fast verdrängt, bis heute Fjonka auf die Blogparade geantwortet hat.

Damals in Dänemark hatten wir zu mehreren ein Ferienhaus gemietet über Weihnachten und Sylvester. Alles drin: genug Zimmer für alle, großer Aufenthaltsraum, kleines Klo. Aber am nächsten Morgen: „Wo ist hier eigentlich die versprochene Dusche?“

Des Rätsels Lösung: Der Duschkopf befand sich genau über der Kloschüssel im Mini-Klo. Also musste man zuerst alles aus der Nasszelle raus räumen und konnte dann auf dem Klodeckel sitzend duschen.

Welttoilettentag ist übrigens der 19. November.