Und wozu telefoniert man eigentlich?

Beispiel: Rheinenergie.

Da hatte ich einen Brief bekommen, dass irgendwann innerhalb dieser Woche der Wasserzähler im Kleinen Haus ausgetauscht werden soll.

Ich habe dann gestern schon um 7.30 dort angerufen. Nicht Kollege Computer, sondern eine etwas verschlafen klingender Mensch ging ran.

„Ob ich denn einen konkreten Termin bekommen kann?“
„Nein, die kommen irgendwann in der Woche.“
„Das kleine Haus steht leer, weil meine Mutter gestorben ist. Soll ich mich jetzt eine Woche lang in das leere Haus setzen und warten dass die Rheinenergie kommt?“
„—“
„Hallo?“
„Ja, ich bin noch dran.“
„Wenn ihre Kollegen kommen, müssen sie bei mir im anderen Haus klingeln, damit ich sie reinlasse.“
„—“
„Hallo?“
„Ja, ich bin noch dran. Ich notiere das und gebe das dann weiter. Wann sind sie denn zu Hause?“
„Vormittags ist gut.“

Heute früh um 8.00, ich wollte gerade meinen Kaffee aufbrühen, da sah ich aus dem Augenwinkel ein weißes Auto und einen blauen Hintern. Ein weißes Installateurauto und einen jungen Mann im Blaumann, der gerade dabei war, einen Zettel auszufüllen.

„Moin! Sind sie von der Rheinenergie?“
„Ach, da ist ja doch jemand.“
„Ich hatte doch angerufen, dass sie bei mir klingeln müssen, weil das Haus leer steht.“
„Das wurde mir nicht weitergegeben. Mein Kollege hatte das letzte Woche auch, einen Leerstand und das wurde nicht weitergegeben.“
„Da haben wir aber Glück gehabt, dass ich sie gesehen habe.“

So, der Zähler ist drin, der junge Mann hat schnell und gut gearbeitet, und ich starte mit leichter Verspätung in den Tag. An der Kommunikation zwischen Unternehmen und Leiharbeitsfirmen muss noch gearbeitet werden. Outsourcing ist Kacke!

 

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